Mai 1531.
1011
sowohl Zürich als den Hauptmann Göldli zum treulichsten verantwortet, so daß „sie" hoffentlich zufrieden seien.4. Es ist auch angezogen worden, ob die 40 Knechte, welche die Thnrganer noch im Felde haben, besoldetwerden sollten, und erkannt, den Handel tapfer vollenden zu helfen und auf jeden Mann, den die Gemeindenim Felde gehabt, >/, Gulden sofort zu legen und zu schicken, was bei 2öll Gulden bringt. 5. Aus das Be-gehreu, den Proviant abzuschlagen, haben sie geantwortet, sie wollen mit Leib und Gut zu Zürich halten undleisten, was sie zugesagt haben, möchten aber wünschen, daß es das Beste dazu reden ließe, und dcßhalb eineBotschaft von den GcrichtSherren und den Gemeinden ausgcschossen. — (Dieser Abschied ist augenscheinlich einBericht der Zürcher Boten).
523.
Lncei'll. 1531, 30. Mai (Pfiugstdienstag).
Staatsarchiv Lucer».
l5» Die Rathslwtcn der V Orte schreiben an die fünförtische Botschaft in Schaffhansen: Die frühergegebene Weisung, von Schaffhausen heimzukehren, sofern keine andern Befehle gegeben würden, sei nun dahingeändert, daß auch Glarus, Appenzell und die Gemeinden im Tag gen bürg besucht und im Sinne derInstruction ermahnt werden sollen. Würde deren Eröffnung vor den Gemeinden nicht gestattet, so wäre das5N berichten. Sodann begehre man bei diesem Boten die Autworten von Basel und Schaffhausen zu vernehme».
St. A. Lucern: A. Neligionshändes.
Schreiben der V Orte an den Bischof von Sitten und die Landschaft Wallis. 1. Erinnerung an dasletzte Schreiben, wodurch die Gefahr geschildert worden, in welcher sie stehen, und die ihnen bisher begegnetenunleidlichen Händel, nebst Mittheilung einer Copie von der zürcherischen Proviantabschlagserklärung und Hin-Weisung auf eine ähnlich lautende von Bern, welche in dem angerufenen Landfrieden nicht begründet seien, w.
»Diewyl nun wir nit wüsten können, zu» wölichcm ende sich diser ansang und abstrickuug der spys ländeuivölle, ouch was (die) genannten unser widerwärtigen fürzenemen willens syen, deßhalb so langet an üwerschlich gnad und ersam wysheit unser ganz hochgeflissen und trnngenlich bitte, si wollen uns allezyt in gnü-^gcr und getrüwer befelch haben, und soferr wir ü. f. g. und e. w. wyter ermancn und ersuochcn wnrden,^uß sy uns bh tag und nacht mit ir hilf und bystand uns trostlich gegen allen nnsern widerwärtigen znozüchenb'ölle, uns von derselben gewalte, übertrang und Unbilligkeit cntschüttcn und erretten, darzuo by uuscrm waren"ugezwysloten cristenlichen gelouben (von wöliches wegen wir dann diß alles lyden und durchächtet werden,^U'wol unser widerwärtigen ander Ursachen fürwcndcn) helfen handhaben, und damit wir by sölichem belybenUwgeu, beschützen und beschirmen; dasselb lvöllen wir »»gespart unsers Vermögens, lybs, ccrcn und guots umb'Uver f. g. e. w. undcrthänigklich und ganz gcneigts gemüetes haben zuo beschulden. 3. Wir lvöllen onchuwcr f. g. rmd x. w. nit verhalten, daß nnser lieben Eidgnosscn von Zug sich wider ire fryhciten und privi-^Ba erbotten haben, damit (sie), ob sy nnseren widerteil cersättigcn möchten, dem ist also: gcmeltcn nnser Eid-Bwsseu von Zug verhoffen, daß si die ireu, so denen von Zürich zuogeredt, ircm verdienen nach an lyb undguot gestraft haben, und wo man "sich der straf nit vernüegen wöllt, crbütcn si sich, soferr man deß uf si nitrecht wollt komen, daß si inen wollend des rechten vor den nnpartygen Orten erwarten. Ist das nun^ gnuog erboten, und will solichs nit helfen, so wölke uns recht der barmherzig ewig gott, die hochgelobte