Mm 1531.
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an den Grenzen gute Warnung und Kundschaft gehalten werde, niemand seinen Voriheil übergebe unds'ch überfallen lasse („zuo gach sin"), indem es die Seinigen nicht so schnell sammeln und jemand Hülfe bringenkonnte, e. Nri macht ferner die Anzeige, die ans Churwalcheu haben gedroht, es zu tiberfallen, damit esuieniandem zu Hülfe kommen möchte; es wolle aber dennoch thnn, was guten Eidgenossen gezieme. «K. Nach-en, man sich besprochen, wie man einander Nachricht geben wolle, wenn Plötzlich etwas Geftthrliches sich^eignen sollte, wird beschlossen, durch Voten oder durch Sturmläuten; zu Flüelen soll man Berichte an HansZimmermann bringen. «. Da noch Boten der V Orte zu Lncern ocrhnrren, inzwischen aber nach Zürichbeschickt worden, um zu erkundigen, wie die Sachen steheuj so wird Lncern der Auftrag gegeben, die Votenabzufertigen oder nicht, je nach dem, was es erfährt; was es vernimmt, soll es jedem Orte schriftlich mit-iheilcn. 1. Lncern wird ferner beauftragt, denen von Wallis dafür verbindlichst zu daüken, daß sie ihreVoten auf diesen Tag gesendet und ihren Beistand zugesagt haben. A. Verlesung der Antworten deren vonM'eilmrg „„p Appenzell ans das Schreiben der V Orte. (S. Nr. 595, Noten 5 und 6).
Zu iv. 1531, 1t>. Mai (Dienstag vor der Auffahrt), 8 Uhr Nachmittags. Schwyz an Lncern. llrihabe auf morgen früh nach Brunnen Tag verkündet und die Bitte gestellt, daß man auch Luceru dazu lade,"m zu bcrathen, wie man sich tu „diesem gefahrlichen Spiel" verhalten wolle. Weil nun nicht wenig darangelegen sei, daß man gründlich erwäge, was da zu thun sei, so wolle man Lncern hieinit freundlich gebeten undermahnt haben, eine Votschaft zu schicken, und zwar mit voller Gewalt, um handeln zu helfen, was die Nath-durft erheische; denn ohne Zweifel werden die andern Orte auch erscheinen. Außerdem scheine gut und nothwendig,daß Lucern den Unterwaldnern etwelche Schiffung zuschicke, damit man, „was da in il käme", versichert wäre,daß sie den kürzesten Weg gefertigt werden könnten, ?c. Sa sc. Lucer»: Misswc».
514.
Luceru. 1531, 18. Mai.
Staatsarchiv Zürich: Acten II. Cappelci krieg.
Die Gesandten von Freibnrg und Solothnrn: Laurenz Brandenburger, Ulrich Schncwli und Peter'Pelwit, schreiben an Zürich: Es wisse, wie sie zum Theil vor BM. und Rath erschienen wegen der Schmäh-b^te . . .; darauf haben sie die Boten der V Orte hier gefnnden und ihnen solches treulich angezeigt, woraufdieselben erboten, an jedermann die Bünde und den Landfrieden und alles was sie schuldig seien, zuta ten, die Leute, welche Schmachreden brauchen, nach aller Gebühr zn bestrafen, sofern dieselben gründlich' erwiese« würden, so daß man sähe, wie leid und mißfällig ihnen solche ungeschickte Händel seien; deßgleichenvvllen sie mit ganzem Ernst verhüten, daß solches ferner vorkomme. Da man dieses Erbieten genügend finde," bitte man Zürich, den V Orten hiuwider das Beste zu thuu z man wolle auch, was man bei beiden Theilenbftundcn, an die Obern bringen und setze voraus, daß sie ferner handeln werden, was Zürich gefallen könne,der Hand des Lucerner Stadtschreibers). — Vgl. Nr. 513 o.
Von den V Orten wurde vcrmuthlich eine Instruction für die Sendung nach Bern (Nr. 51l>) bcrathen.