Mai 1531.
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leder Bote zu sogen, wie man dem Vogt zu Luggonis geschrieben, daß er den Zusatz behalten solle und der'innen wegen Gewalt habe, Gericht und Recht wie von Alter her ergehen zu lassen, mit Ausnahme der For-derungen, welche Korn betreffen; auch daß ihm der Zoller aus seiner Büchse Geld geben solle :c. v. NachDicßeuhofen hat man geschrieben, das Almosen nicht abgehen zu lassen und das widerwillige Dienstvolk zuentfernen. I'. Desgleichen ist dem Landvogt im Thurga» befohlen, mit den Frauen im Paradies freundlichZ" reden, damit sie von den Cercmonien abstehen und sich der Landschaft gleichförmig machen, und ihre Antworte>uf den nächsten Tag zu berichten. K. Dem Commenthnr von Tobel wird ebenfalls in einem SchreibenBröthen, sich der Landschaft zu vergleichen, die Gemeinden nicht zu ärgern und sich christlicher Ehrbarkeit zu^fleißigen, indem er wohl denken könne, was für ihn folgen würde, wenn er dies nicht thäte. k». Da derLandvogt im Thnrgau an die Klostcrrcchnungen erinnert hat, so wird ihm ferner geschrieben, er möge dafür^gen, daß in den Klöstern wohl gewirthschaftet und nichts verwahrlost werde, bis Gott gebe, daß man mit»den Eidgenossen" zu besserer Einigkeit kommen möge. «. Es ist auch abgeredet, daß Zürich, wenn unterdessenkiwas vorfiele, Gewalt haben solle, einen Tag anzusetzen und auszuschreiben.
v—fehlen im Basler und Schaffhauser, «I—It im Constanzer Ercmplar.
Der Abschied ist gedruckt bei Bnllingcr, II. 383—383, nach einer nicht ganz corrccten und vollständigenAbschrift.
Zn i». sind folgende Acten bemerkenswert!):
I) 1531, (15. Mai). Zürich, Abschied. Auf die freundliche Vermahnnng der Boten von Bern, Basel,St. Gallen, Straßburg, Consta»; und Biel geben Näthe und Burger folgende Antwort:
1. „Nemlich und erstlich, daß sy zuo bluotoergießen oder gächer und unnötiger raach geneigt oder begirignoch nie erfunden sygent, sunder von ansang des evangelii mit tiefer getult und überschivänklichem unermässen-lichem koste» allwcg darnf gcscchen und ir gcmnet dahin gerichtet gewesen, daß ein fromme löbliche Eidgnoschaftin gottcs wort, Huld und gnnd vereiniget und zuo dein lob unserer frommen vorelteren . . . widerumb gebrachtwerden, weliches zuo fürderung evangelischer warheit zum höchsten fürständig sin möchte, deßhalb sy ouch dascristenlich burgkrecht mer zuo einem schyn und abschrecken gefanrlicher gcschiviuder ufsätzen der betrüglichcnMenschenkinder zc machen fürgcnommen, dann das ir höchste Hoffnung darin stau sollte, als sy ouch eigentliche»gcscchen und befunden, daß solichcr cristenlicher verstand zuo nfuuug und erhaltuug des Evnngely größlich gediencthat. Dann so sy so richigss?) gcmüets ivärcut, als sy geachtet werden wellcnt, und fr) nit so hoch nff einerEidgnoschaft frid und ruoiv trachtet, hellend sy ungczwyfelt sich ivol änderst ivider die vilfaltigen schwach, gewalt,verkleiuuug und Verachtung, so inen von den sigendcn göttlicher warheit ivider billichs augestallct worden, setzen"lögen und die so lang nit gelitten."
2. Weil aber diese Schmähungen und untreuen Anschlage alle Burgerstädte angehen und ihnen vielfachgeklagt worden, zuletzt mit der dringlichsten Bitte und Vermahnnng, sich hierin gemäß den Bünden und Vurg-t'echten hülfrcich zu erzeigen, und man nur ihnen zu lieb noch etwas zugewartet, so hätte man auf dem Tagzu Aarau eine bessere Autwort zn finden gehofft. . . .
3. „So aber min herreu besiudent, daß inen solich gfaar, sorg, schnud und schwach nit höchcr angelegen,dann daß sy sy uß allerlei) znosamcn gclnscncn Ursachen ircs göttlichen billicheu fürncmens, zuo unser aller vcr-derplichem Nachteil, stillzcstellen gedenkend, wellend sy es gott und allen gläubigen herzen befelchen, sind dennochtdcstmindcr nit in Hoffnung, Ire Herren luerdcnd sich der billikcit, den pündten und cristenlichcm burgkrcchten ge-mäß halten.
4. „Dann lninc Herren des styfen simis, Ivo ircn Herren solichcrmaß begegnotc, ir scel, cer, lyb mid guotZ»o inen ze setzen.
5. „Daby wellend ouch niine Herren inen zno erwegcu geben, als man inen sondere hitz und unrnow zuo-