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Beschwerden, die ihnen von Seiten der V Orte mit Schnmch- und Schmidworten alltäglich und immer ärgerZugefügt werden, mündlich nnd schriftlich migezcigt hoben, mit der dringendsten Bitte nnd Ermahnung, ihnenvermöge des Burgrcchts und der geschwornen Bünde hierin beholfen nnd berathcn zn sein w., haben die heuteGesammelten Gesandten der (andern) Vnrgerstädte einen weiteren Bortrag über dasjenige, was Zürich in jüngster3nt wieder begegnet, angehört, alle Nothdnrft nnd Gestaltsame der Sache gründlich erwogen und ihren Be-elen gemäß sich in nachfolgendem Sinne darüber ausgesprochen nnd bcrathen. II. Die angezeigten Schmach-reden bekümmern sie nicht minder als ihre Mitbürger von Zürich, sie bedauern dieselben zum höchsten nnd seiendrs Willens, dies z» seiner Zeit nicht ungestraft zn lassen nnd die ihnen zugefügte Schande rächen zu helfen,damit jedermann sehe, daß sie als Fromme und Liebhaber der Ehren solche Schmach nicht erleiden werden;daß aber jetzt mit gewaffneter Hand etwas wider die V Orte vorzunehmen und sich damit in eine Fehde znErgeben sei, wolle den Gesandten keineswegs gut scheinen, aus folgenden Ursachen: 1. Wiewohl jene schänd-l>che» ehrverlctzlichcn Reden, wodurch die Ehre Gottes und sein heiliges Wort und alle, die dasselbe lieben,brschmäht werden, Ursache genug wären, mit gewaltiger Hand z» wehren, da sie nugcstraft bleiben, so willRan doch, Hin nicht zu viel Werg au die Kunkel zu legen und sich nicht mit zwei Feinden zu beladen, undR> Hinblick ans den gegenwärtigen Krieg wider den Tyrannen von Mnsso, dessen Ende noch niemand abschenR»l, zu dieser Zeit nichts Thätliches anfangen, zumal der Herzog von Mailand viel Gutes anerboten, auchHllfe g^„ wm Müsser zugesagt hat, daneben aber vor einiger Zeit von einem Verständnis; zwischen dem'^vzog »nd den Waldstälten die Rede gewesen, dem vielleicht bald auch andere italienische Potentaten beitretenRöchle», und man überdies zn erwägen hat, daß die Städte dem einen Krieg, der ihnen obliegt, mit rechter"M'serkeit nachkommen sollten, während sie, wenn sie zwei Feinde vor sich hätten, durch die Roth gedrängtVerden könnten, von dem einen abzulassen; denn wollte man die V Orte angreifen, so wäre zu gewärtigen,uy der Herzog und Andere von dem Kaiser angetrieben würden, denselben, als ob sie deS Glaubens wegenR'gefochten wären, beizustehen, woraus denjenigen, die wider den von Mnsso zu Felde liegen, namentlichZR Bnndnern, großer Schaden zustoßen konnte, entweder indem die eidgenössischen Knechte nicht länger dortlieben, wenn sie von dem Aufruhr in der Heimat Nachricht erhielten, oder durch Verlegung der Pässe, Ab-lcknng des Proviants, Abschlag der (zugesagten) Hilfe und anderswie, wodurch dem Tyrannen Erleichterung^ Luft geschafft, und vielleicht mehr als ein schlafender Löwe, der sonst ruhig wäre, aufgeweckt würde.
füllt iu Betracht) die große Armut und Theurung, die man allenthalben wahrnimmt, zudem daß daraus^Ue uiierlöschlichc ewige Feindschaft entstehen dürfte. 3. Wenn man zu Feld zöge, so würden Früchte und^ ^ide, die jetzt im Aufwachsen begriffen sind, gänzlich verwüstet, zcrschleift nnd zu Grunde gerichtet. 4. (Man hatZv bedenken), daß in den V Orten viele fromme Leute (wohnen), denen diese Dinge herzlich leid sind, die auch gernev)en, daß die hochmüthigen tratzlichen Schmähet nach Verdienen gestraft würden; sollten sie dann mit den^ )»ldigen leide», so wäre dies „schwer zu hören". 5. Da die V Orte vielleicht gefährliche untreue Prac-' "nternommen habe», um im Ausland Freundschaft und Beistand zu suchen, und man zuverlässig weiß,der Kaiser in Brabant, Flandern, Holland, Seeland, Picardie und anderswo bedeutende Summen Geldes^s,Rn>nenbringt, "der noch nicht erfahren kann, zu welchem „Spiel" er sich damit rüste; da er indes; (einst-ellen) der Türke» entledigt ist, und der geistliche Stand ihn wegen Hilfe umwirbt, so darf man wohl an-^vien, daß er, wenn jetzt ein Krieg mit den V Orten angefangen würde, seine Hand auch darein schlagendiese» Anlas; gerne sehen möchte; so lange nun aber der Müsser Handel nicht ausgetragen, wäre es zn^Ragt, ^ Gefahr zu begeben. 6. Es müßte ein schweres Blutvergießen der Unschuldigen wie der