Mm 1531.
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üch fast nützlich, wie ir mögen betrachten, bas dann wir üch könnden schriben, und bitten üch, daß von gemeinennutzes wegen aller Eidgnoschaft ir üwcr schuldige pflicht anwenden, zuo discrm friden ze kommen, so üch uf dashöchst und wer dann wir könnden sagen notwendig, und ze fluchen kriege, darus anders nützit entspringen magdann üwcr Zerstörung und ganze zerströivuug nf beiden sytcn und partpcn. (2.) Min Herren, nur haben ver-standen, daß etlich haben usgespreit nndcr den fünf Orten, daß nur gesagt, wir wölken den fünf Orten dheingelt mcr geben umb das, so inen der Küng schuldig, darum daß st sampt den Pündtern nit in kriege gezogen,wölichs sind Händel fälschlich wider billichs und die warhcit erdichtet, deß wir üch auch im besten haben wölkenberichten, damit ir hinfür svlichen noch andern der geichchen rede» dheinen gcloubcn geben, bis ir mit uns gcredthaben; dann wir verstand wol, »Nd ir sclbs mögen mich wol verstan, daß solich fürtrng gesagt werden zuo ver-wirren den Küng und üch; sovil nf unser syteu ist, haben wir vornacher nützit gethan, verhoffen mich nützithicnach ze thnon, dadurch die fründschaft zwüschen dem Küng und gedachten fünf Orten einicher wpsc gcniindrctwerde, sundcrs alle zptc ze thnon das so uns möglich zuo derselben nfcnthalte, und sofcr die bottcn gedachterfünf Orlen, so vcrschinen jares zuo Baden gewesen, nf den tagen da wir gcsin, gefragt, werden si sagen dasso wir unser» pflichten nach gethan, und unser erbieten fride zuo erlangen, darum wir setz handle»; sofer dasselbguot erfunden worden, hätten si mögen svlichen nutze bringen, daß nit von nötcn gewesen, diser zytc Harumrede ze halten; aber man hat uns erlütret, daß man nit vermeinte, daß wir darum einicher wpse rede sölltenhaben, wölichs die Ursache gewesen, daß wir uns deß bishar enthalten haben. G. n. e. h., ivir erwarten vonüch antwurt, hiemit beschließende" ... Et. A. Luccrn: A. R-l!gi°nsli°ndel (Original).
2) 1531, 6. Mai (Samstag vor Cantatc), Luccrn. Die Boten der V Orte an die französischen Gesandten.Antwort auf ihr Anerbieten, unter verbindlicher Vcrdankung :c. „Und als dann in üwerm schriben gemeldet üchZuo berichten, ob uns guot bcdunken (wellte), daß fride zwischen uns und andern unsern Eidgnosscn gciuacht wurde,mit guotcn erstehen gestalten und gedingcn ze., stiegen wir üch zuo verneinen, daß unser Herren (es) fast wol erlpdenund gedulden möchten (von wein joch das bescheche), damit der Handel und spane, so sich zwüschen ine» undandern ircn Eidgnosscn haltet, güctlich hingelegt und abweg gethan wurde; dann (die) vilgenanntcn unser Herrendes gänzlichen unvcrruckten willens (sind), die pünde, landssridcn und anders, so si schuldig, an menklichemane einichcn abbruche ze halten und zuo erstatten, begeren und erbitten sich ouch gegen jcderman zuo rechte. Undsoferr ir verhofften und gctruwten, etwas frnchtbars in solichcm Handel zno erfolgen und zuo schaffen, wöllenüch unser Herren dasselb vergönnen und bewilligen, jedoch mit der lutern vorbchaltnuß und usgetruckten für-wortcn, daß dise nnderhandlung nnserm waren lind festen gelouben und bißhnr in heiliger cristenlicher kilchcngebruchtcn göttlichen rcchteii und guotcn gewonheitcn, deßgelychcn unsern lang hergebrachten fryheiten, herrligkciten,gcrcchtigkcitcn und alten harkommcnheiten dheinen Nachteile gebäre, und derohalb einicher iiibruch noch intragwider dieselben ze ücbcn nit fürgcnomen noch gcsuocht iverde. Wo dann solichcm allem wie obstat unschädlichir etwas handle» und erfinden möchten, so zno frid und cinigkeit dienstlich, sind unser Herren guotwillig, daßdarin gcmittlot und gcschidigot werde, dardurch cmpörung, krieg, witwen und wcislin ze machen und vil anderunfäl und betrücbnusscn, so nß svlichen fachen folgen und langen, vermitten bcliben; soferr ouch ir etwas anfangsin diserm Handel (wie dann üwcr schriben ustruckt) gethan, darin ir üch gebrucht, uns zuo vereinen, bitten wirüch früntlichs flysses, ir wöllc» uns denselben und in was fnogen und gestalten solicher sye, by diserm unsermHarum allein gesandten botten fürdcrlich und anc Verzug zuoscnden, damit wir uns destcr fürcr darüber wüß'enzuo beraten und in den Handel ze schicken; dann ir als die hochvcrständigen wol ermessen können,'daß die fachnit lange beit noch ufschlag ertragen noch gedulden mag. Hiemit" ?c. zc.
SUslsarchio Lucern (Ordinal, »cm dem Concept copirt).
Mit diesem Schreiben beginnt eine von G. Zurgilgen angelegte Missivensammlung aus den I. 1531—33.Nur wenige Stücke sind von anderer Hand. Die Mittheilnng dieser sehr wichtigen Sammlung verdanken wirder zuvorkommenden Güte des Chorherrn Dr. Alois Lütolf.