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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mm 1531.

Ferner hat er geschrieben, daß letzten Mittwoch (26. April) ein Bote des Herzogs von Mailand nach Lauisgekommen, der ihm angezeigt habe, er begebe sich in's Lager der Eidgenossen, und der Herzog werde ihnenHülfe schicken; auch die Venetianer haben sich gernstet, um den Eidgenossen Beistand zu ihn»; indessen lasseihnen der Herzog von Mailand Lebensmittel und alles Nöthige zuführen; es mißfalle ihm aber sehr, daß die

V Orte nicht auch ins Feld gezogen, da doch jedermann wider den von Musso sei. *) Heimzubringen, wieder Landvogt zu St. Moriz im Wallis, im Namen des Bischofs und der Regierung, auch der Landleute, den

V Orten die Versicherung gegeben, ihnen in allen ihren Nöthen mit Leib und Gut treulich beizustehen. Dabeibittet er aber dieselben dringend, sie möchten das Schelten und Lästern abstellen, indem hieraus vielUnwille entsprungen sei; denn solches werde zu Friede und Einigkeit viel beitragen. «I. Anzug in Betreffdes Kaufmanns von Como; die Boten (von Lncern) wissen, was für Befehle die vier Orte dcßhalb eröffnethaben, v. Der Nathsanwalt von Uri vertheidigt seine Obern gegen den Verdacht, als ob sie mit fremdenFürsten und Herren unterhandelten; wüßte jemand solche Verleumder anzugeben, so möge man es thnn, da-mit sie dieselben bestrafen könnten, t. Ferner bringt er vor, es seien den Boten der V Orte auf letztem Tagezu Zürich viele Beschimpfungen vorgehalten worden, welche Einzelne gegen Zürich und dessen Mithaften getha»haben sollen; er bittet ernstlich und dringlich, daß man die Frevler bestrafen möchte, damit Friede und Nahedesto eher erhalten bleiben; denn seine Obern könnten nicht zugeben, daß um weniger Personen willen dieganze Eidgenossenschaft zerrüttet würde. K'. Der Antwort wegen, welche die französischen Gesandten schickenwerden, sowie für andere Dinge, die sich etwa zutragen möchten, wird ein anderer Tag nach Lncern angesetztans nächsten Dienstag Abend (9. Mai).

Zu it. Es erscheint uns rnthlich, die bezüglichen Acten hier einzurücken:

1) 1531, 1. Mai, Solothnrn. Die französischen Gesandten, Meigret und Dangerant, an Lncern.Groß-mächtigen und eerendisten Herren, (1.) darum daß hievor der Knng, unser allergnädigoster Herr und meister, unsnsgetrucktlich befolchen und angehenkt, wo wir fachen, daß einich zwytracht und spane zwüschen unfern Herrenden Eidgnossen (war), daß wir uns flyßen (sollten) alles unsers Vermögens, frid und cinigkeit darzwüschenzc legen zno nutze und wolfart der Eidgnoschaft, wölicher guot(es) er begert so fast als die behaltnng stncseignen landcs; darzuo ouch daß durch etlich nüwc märe, so uns von dem grauen Punde und anderschwo harzuokommen, (darus) wir verstanden haben, daß sich vil rüstnngcn machen, wider üch und ander min Herren vonden fünf Orten zno dem kriege ze kommen, wölichs nit bcschechen mag ane großen schaden und Nachteile allesgemeinen nutzes der Eidgnoschaft, demselben wir entgegen ze kommen begercn nach nnserm allem vermögen, llßdiser ursach haben wir beschlossen und angesechen uns zno gcbruchen, zno erfolgen daß frid und einigkeit sAzwüschen üch und den übrigen Orten, und haben schon etwas anfangs gcthan, aber darum daß wir nit wüsseu,ob die fürtrng, sölichs zno erlangen, üch möchten angenem sin, haben wir üch gegcnwürtigcn brief im bestenzuogeschickt, üch bittende, uns zno berichten, ob üch gnot bedunken, daß fride zwüschen üch gemacht wurde, mitguoten ertlichen gestalten und gelungen, so üch anfänklich sollen angezöigt werden, oder ob ir wöllen, daß dieHändel also beliben und man darvon nntzit rede; dann so wir üwer antwurt empfangen, »erhoffen wir mitgottes Hilfe, alle mögliche arbeit anzewenden, üch zesammen zno vereinbaren in friden und liebe, darin wir nützüwöllen sparen, müssende so wir solichs thuond, daß wir ein fast angenem ding dem Knng thnon werden und

"> Der Abschied erzählt hier noch folgenden Zug:Der lantvogt hat auch minen Herren von den fünf Orten bericht, wie imder richter von Mosego (sie) geschriben, daß die von Zürich einen abentnrer haben, der selb spg ein Lutringer, der selb habe ei»sölhen gstank in den turn, so am see ligg, genannt Cogna, geschossen, daß st) angents den turn ufgcn haben, und berüeme sich,daß er wölle das schloß Muß iudcrt riiij tagen beschießen, daß alles das darinnen ist, verderben nniesse. Onch haben die Eid-genossen grasfendona (Gravedona) und alles land ingenomen, ?c."