Mm 1531.
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Bern. 1531, 2'3. April.
Staatsarchiv Ber»! Rathsbuch Nr. 22», v, t?s.
l. Boten Von Freibnrg klagen über Fnrel nnd begehren, daß die Buße der Altglänbigcn von Orbeblossen oder (deren Beziig) n»f die Jahrrechnnng verschoben werde; ferner verlangen sie, daß Farel die Priester'"cht schelte, zumal dns Mehr nicht (für ihn) sei.
lt. Antwort: Znr Anflegnng einer Strafe habe man volle Befugniß; (Freibnrg könne) seinen Anthcilnachlassen; bis Pfingsten wolle iiian warten. Farel sei dahin bcrnfen, nm den Mönch, der die Ehre Gottesberletzt und Bern gescholten, zu widerlegen; man wolle keinen Theil zwingen, von seinein Glauben abzutreten,aber das göttliche Wort niemandem versagen. Dem Farel will man schreiben, er solle keine Personen an-ziehen.
499.
Bern. 1531, i. Mai.
Staatsarchiv Bern: Instruction!», n. tita.
Der Botschaft der Fra» von Longueville (Gräfin von Neuenbürg) wird ans ihren Vortrag betreffend die'ibtei auf der Insel St. Johann bei Erlach geantwortet, man verwundere sich größlich über die Forderungber Hälfte jenes Hauses, da es doch in diesseitigem Gebiete liege, und der Zihl-Flnß die Grenze zwischen derGrafschaft Neuenbürg nnd der Herrschaft Erlach bilde. Ans weitere Verhandlungen werde man nicht eintrete»,bis sich die Gräfin bestimmt erklärt haben werde, ob sie ein Recht an dem Boden zu besitzen glaube, ans dembie Abtei erbaut sei.
Das Original ist französisch.
Eine Vorverhandlnng fand in Bern schon am 19. April statt, lant des NathSbnches 229, 136. DieBoten der Markgräfin ?c. wurden ans Ende Monats wieder herbcschieden; inzwischen sollte eine Prüfung derbezüglichen Schriften stattfinde». Am 1. Mai fand dann eine einläßliche Erörterung statt, die in obigem Abschied,resp. dein Original, nicht angedeutet ist.