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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
966
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April 1531.

ihnen erwarte. Dies sollen aber die Städte geheim behalten. Gefiele ihnen ein anderer Weg, so sollen pediesen anzeigen.Und daß wir an si alle nur dise einige instrnction gestellt, haben wir darnmb gcthan, daßgcnicltcr unser dicncr die bester füeglichcr by ime stieren mnge, ob er onch niderlüge, daß er dieselb unvermerktby ime behalten und verbergen könnte."

St. Zürich: A. Müsserkrieg (Besiegeltes uud von Landgraf Philipp unterzeichnetes Original).

8) 1531, 28. April (Freitag nach St. Jörgen Tag). Zürich (Geh. Rath) an den Landgrafen Philippvon Hessen. Antwort auf dessen Instruction, eröffnet durch Alexander von der Tannen und Heinz von Luther. - -Man habe diese gute Meinung und gnädige Zusage nicht ohne besondern Trost und Freude vernommen. Essei unstreitig, daß die Rüstungen, welche Mark Sittich von Ems, der als nächster Nachbaran der Thüre sitze",in den österreichischen Landen offen betrieben, anfänglich die Besorgniß haben erwecken müssen, daß der müssischcUcbcrfnll mit einer andern Absicht, als bloß gegen die Bündner, unternommen worden; da nun aber der König,wiewohl spät genug, jenen Zulauf abgestellt habe, und es im eidgenössischen Lager Gottlob glücklich und gutstehe, indem der Tyrann schon mehr als einmal großen Abbruch erlitten und wohl in kurzer Zeitgedämmt" sei»werde; da man auch erfahre, daß sich niemand desselben annehme, und es hicnach nnnöthig sei, den Landgrafendeßwcgen weiter zubekümmern", sst wolle man den Handel bis auf gelegene Zeit ruhe» lassen.Dcßhalbvon den Meinungen in ü. f. g. instrnction ermeldet, diser zit ze reden oder zuo handlen von unnötcn; sidten-malen wir aber üwer gnaden gnediger und trostlicher wolmcinnng, und daß an deren nützit erwunden, was wir»ns onch zuo deren zno verstehen haben, gnuogsamlich vergwißt, so bedanken gegen der selben ü. f. g. wir u»shöchsts nnsers Vermögens ganz flyßeklich irs gnedigen geneigten fürsechcns, trosts und früntlichen willens, nntganz frnntlichcr crbietung, so ü. f. g., das Gott abwenden welle, etwas widcrwertigs zuostan, daß wir uns nnthilf gottes glichermaaß, wie onch wir ü. gn. jetz besinnt finden, so trostlich und fründtlich gegen der selbenbewysen wellend, als sich das von cristenlichcr pflichten wegen gcpürt, und bitten daby die selb üwer fürstlichgnad ganz trungenlich, ob wir ctwan überylt, oder die so uns göttlichs worts halb schmach und last zuofüegcnd,ze züchtigen, vorab göttliche und unser cer ze retten bewegt werden sollten, die selb ü. f. g. hin als bißhar eingncdigS ufsechen uff uns haben und in fründtlichein gnedigem willen gegen uns bcstan welle. Wo wir dannetivas bedachtlichs gegen nnscrn widerwärtigen mit der zit fürzenemend gedächtind, wellen wir ü. f. g. nnsersfürnemcns allwcgcn by guoter zit berichten und darin irs rats pflegen, und snst gegen ü. f. g. so trostlich undtapferlich crzöugcn, daß die selb ü. f. g. nützit dann alle trüw und fründschaft, mit gottes hilf, an uns befindensoll. Zürich, zc." St. «. zauch - Mssiom.

0) 1531, 30. April. Basel an den Landgrafen von Hessen.Durchlcuchtiger zc. zc. Wir haben ausder instrnction, auch credenz, dcßglichcn dem müntlichcn bestich, so c. f. g. ircn hofdiencrn Alexander von derTannen und Heinzen von Lutern an uns geben, das gnedig ufsehcn und gneigtcn ivillen, so sy zuo uns treitund uf deren von Zürich (schriben?) sich, wo wir deß bedürftig, als (gott dem Herrn sig lob) diser zit von nnnöten,ze thnon erbotten gnuogsamlich verstanden, deß wir uns gegen e. f. g. zum aller höchsten und uns das ze thnonjemcr möglich, bedanken, auch solichs in keinen vergeß nimmer iner stellen ivellcn, sonder so sich zuotragen (dasgott der Herr ewiklich verhieten well), daß eucrn f. g. einicher Überfall oder beleidigung nit alleinig von wegendes göttlichen worts, (sonder) auch sunst znostüendc, sind wir herwiderumb urbüttig, vermög der ufgerickstenzwüschcn uns cristenlichen verein (sie) alles das, so zuo ableinung des selbigen dienlich, ze handlen und unsdaran nichts hindren oder irren (ze) lassen; well c. f. g. guoter Meinung, wy es dann beschickst, vermerken," w.

K. A. Basel: Missiven.

10) 1531, 30. April. Basel an Strnßbnrg. Antwort ans dessen Zuschrift bei Gelegenheit der hessischenBotschaft zc. Man bcdnnrc sehr, daß Zürich, und besonders die Heimlichen, für sich allein, ohne Bcrathung(mit andern Städten) an den Landgrafen geschrieben habe; weil jetzt aber gottlob eine Hülfeleistung nichtnöthig sei, so habe man sein Anerbieten verbindlich und mit entsprechenden Zusicherungen verdankt, was manhiemit melde, damit Straßburg sich darnach richten könne, zc. w. w.

Die Acten in Noten 5, 7 und 8 sind wörtlich abgedruckt im Archiv E. H. II. 301310.

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