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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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April 1531,

9.Sunder diewyl sy uns so schandtlich und lasterlich zum dickernmal zuogcredt und so höchlich undgrößlich an unseren eeren verletzt, auch noch darvon nit abstand, noch die frästen üppigen schänder und schmähcrnach erfordernug der billigkeit und des landsfridcns ze straafen gedenkend, und dann allen byloufen(dcn?)glonplichen anzöignngen wol zuo erfinden, daß sy des von Muß ufsntzen mitivissend und teilhaftig gewesen, unduoch stätigs in heimlichen pratikcn und unirüwen anschlagen, wie sy uns in die händ unserer erbfygendcn gebenund in verderplich unwiderbringlich schaden, ouch unser frommes vatterland wider von sincr fryheit zuo kuächt-licher gefangeuschaft richten möchtend, mit gcmeltcm von Müss und anderen verfangen sind*), deßglychcn uff diehoche trungenlichc und ernstliche mannng, so inen nit allein von den biderwen Pündtcreu, sunder ouch unserenlieben Eidgnossen von Bern beschechen, den Pündtcn und irem zuosagen nit statt gcthan, snuder die fräfenlichfürgangcn und nit gehalten, das wir für den höchsten pundtbrnch achtend, und also trüw, ecr, cid und pundt-brüchig worden, darzuo iren biderwen underthancn, als ob der müssisch Handel den glauben berüere, und maninen ze tagen daheim ze belybcn vergönnt habe, und ander falsch unwarhafte erdichte ding fürgebend, darnnt syuns mit bctrüglichcn gefärden vor dem gemeinen man vcrleident, und sich in summa nützit anders zuo vcrsechen,dann (daß) sy unsers stärbens und Verderbens, onch einer frommen Eidgnoßschaft zertrännnng begirig, das uns Mkeinen weg zuo erlydcn noch vor unfern biderwen lüten verantwurtlich sige; wir könnind, mögind und wellintsouch nit erliggen lassen, snndcr werdint zum höchsten verursachet, dargcgcn fürzenemen, des; wir träsfcnlichcr,hocher und ernstlicher notdurft und unser aller, vorab göttlicher eeren halb nit embären mögind, und sige deßhalbunser gar hoch, träffenlich und ernstlich ersnochen, bitten und begeren an sy, daß sy, was sy uns in kraft derpündten, ouch unserer cristcnlichen burkrechtcu, vorab zuo handthabnng göttlicher warheit und unser aller crrettungschuldig, darneben ouch die grusnmen schandtlichen unnienschlichen und uncristcnlichcn schand und schmachwort,und was uns allen und gemeinem vatterland an gedachten ufsätzcn und untrüwen gelegen sin well, was unsauch darnß gcfolgcn möcht, zuo herzen füeren und uns hierin beraten und bcholfen sin, ouch so ernstlich »ndtapferlich darzuo thuon helfen wellint, daß Gott und die welt spüren möge, daß wir uns und die unfern gernvor künftigem schaden, untrüw, vcrdcrbungen und gesaarlichcn ufsätzcn fristen, unser ecr bewareu und gernnicmands kätzcr, schclmen, diebcn, märchen oder kücgehyger sin wöltcn. Wir achtind ouch nngezwyfelt, daß nurdeß vor gott und der welt glimpf und fuog habint, und sy sich uns hierin hilflich ze sin von billigkeit wegennit ußzücheu könnind, sollint noch mögind.

10.Und uff sölichs, demnach man denn hört, wie unser cristcnliche Mitbürger besinnt, und wie es inenangelegen sin oder was sy darzuo thuon wcllint, und bcsnnder, so es ctwelichcm Ort, bcnanntlich Bern, als wirhoffend, als nach als uns angelegen sin wolte, daß dann die verordneten zum tag gewalt und bcfelch habint,sich mit denselben tapferer und fuoglicher anschlegen mit allem ernst zuo beraten, wie und wclichcr gstalt die fachandhand ze uemcn, damit mau ein mal der dingen mit disen lüten zuo end kommen, irer nntrüw vorsin und das-jenig handle» möcht, daS nach gstalt der fach herzno gehörig und notdürftig sin wirt.

11.Und so man dann scchen (mag), wer sich der fach mit uns beladen wölt, so sind dann wol etlichegeheime und innerliche ratschläg vorhanden, deren man sich gegen denen, so uns den Handel andhand »einen helft»wellent, vertruwter wys wol ufthuon und beraten mag, davon aber jetz zur zyt, unz man ficht, wie sich unserezuogewandtcn Ort in dsach schicken und was inen gefallen welle, ze reden ganz von nunötcn. Mine Herren dieburger sollent ouch kein vcrdrnß noch bcdnrcns daran haben. Dann sölichs umb meerer gewarsami und stilledamit die ding heimlich belybcn mögint, ze melden und ze öffnen billich underlassen belypt.

(Deß schloß Luggarus und finer verwaltignng halb zc. eingeklammert und ohne Zweifel wcggelasft»)'

12. **)Hiernf mm ze sehen, daß sölcher muotwill, frävcl, nnzucht, ungotzförchtigheit und unrechtesHingenomen, die untrüw und pnntpruch gerochen werde; dann Ivo das nit, so stand sy vester weder vormals ft

*)Hie ist ouch ein artikel von dem müssischen Nlörder uszezeichnen, wie er zuo cim marchysen vom Keiser gewachstder doch in hat gewellen vertriben."

**) Der ganze folgende Schluß ist von Zwinglis Hand.