Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
961
Einzelbild herunterladen
 

April 1531.

361

dcrglichen, wie man discn dingen allivcg wol ein farw anstrychcn und sy vcrglimpfen kann, wenn die smv je in(den) kessel mnoß.

4.Dicwyl nun der Adel und vil der pfäffischen fürsten noch jemcrdnr der ungezwyfelteii Hoffnung sind,uns von evangelischen sielten jüngst in lyden und last und zuo irer vermeinte» gehorsamkcit zc bringen, derKeiser onch für und für angereizt wird, uns undcrzetrngken, damit sich dann die nsseren stand und stett unserder Eidgnosscn nit getrösten noch uff uns verlassen mögint, behaltet er im die fünf Ort jemerdar anhängig,alles nf sölichen list, so wir die evangelischen stett von jemandem mnb hilf und trost crsnocht, daß wir (dicwylwir undcr uns selbs zcrtrännt und uneins wärind) uns in kein tapfere hilf gegen jemandem begeben nochjeniands sicher zuospringen möchten, snndcr allivcg die fünf Ort als unsere fygent am rngken zuo ersorgcnhettind").

5.So nun also das küngrych Ungerii und dcinnach Hütt ein statt, morn die andere erobert und vonder ivarheit gcträngt, ivas forcht und schrägkens das in tütschcr nacion bringen, und daß wir darnach mit hilfder fünf Orten die ersten sin wnrdent, die in sorgen stau und allen last on hilf allermenklichs allein tragenwücßtind, hat ein jeder lychtlich zuo gedenken.

K.Sidtcnmal sich dann die fünf Ort aller nntrüiv beflyßend, dermaß daß sich keins gnoten noch erbnren,snnder mcer aller gcfanren zuo inen zuo vcrscchend, wir onch in sölichen fälen kein schädlichere noch sorklichcrefygent haben möchtend dann sy, und dann by allen verständigen, fürsichtigen und tapferen kricgslütcn allivcgfürsechcn, wo sy zwischen roß und wand trugkt, daß sy nsf ein syt, da es am nötigistcn gewesen, sich ze fristenunderstandcn Hand, sollent nur dann uns und anderen byständercn göttlicher warheit zuo hilf kommen und unssorgen entladen, so wirt von Höchen unvermydenlichen nöten sin, mit allem ernst dahin ze trachten, wie wir unserstlich vor dem schädlicheren fygcnd ze fristen und uns dcrenthalb zuo rnowen setzen mögind, und nit also in>org und gefaar zwischen ross und wand geträngt werde» niüessend.

7.Es ist onch zno bedenken, dieivyl die widerwärtigen in stellen und Herrschaften, da man des Evan-gclions besinnt, dise cristcnliche fachen mit gcwalt und dem schwärt nit mcer verhinderen mögcnt, onch in räten>rc herzen nit gedörcnt offne», so stand doch stätigs ire rät und trachtung darnf, wie sy die fachen, daß manuützit tapfcrs andhand nemme, sunder unsere widerwärtigen in ire» vorteil kommen lasse, ufziechen, wir mit derharr umb das unser bracht, die unfern crmüedct, ungehorsam »nd abfellig gemacht, und aso (sta) wir alle jüngstunseren fygenden zno erbarmen werden mögint. Dann so wir dise ungetrüwcn pratikcn nit nnderstand by zytZuo brächen und unseren fygenden den vorteil abznoloufen, ist sich je endtlich nützit anders zuo versechen, danndaß sy znoletst unser gewaltig und unser Herren werden, da doch uns und unfern kinden kein nnträglichcr jochjeincr ufgelegt werden inöcht.

8.Und dem allein nach so solle man unseren Eidgnosscn und eristenlichcn mitbnrgercn, die disem Handelverwandt sind, mit crzellung alles dcss, so uns vor und nach begegnet ist, endtlich und schlüßlich sagen, wirhabint der Eidgnossen von den fünf Orten vermeint unbcgründt verantwnrten, jüngst zuo Baden beschechen, fürongen genommen und könnind anders nit befinden, es onch nienarfür änderst achten, dann daß es ganz laws,kalts und grfärbts ding, Intern untrüwen und on allen grnnd erdichtet, und unscrs ernstlichen klagens undfürbringens Iriter spott und Verachtung, uns onch in keinen weg anznoncmen, noch darniit gnnog beschechen syge,wir könnint und wcllint onch solicher nichtigen nnbcgründtcn antwnrt kein vernüegen haben, noch uns derenfettigen oder gemeltc Eidgnossen in bedenknng der großen nntrüm, Carinii sy uns gemcinend, darby belybenoder solich große schand und schwach, deren wir uns vor Gott und der weit billich schämen mücßten, nngerochenlassen.

Hieby anzeigen schnltheiß Honcggers red, die . ij. fromm gehört :c., wie die . v . Ort stäts stärkungen vom Keiserempfahind, daß sy nun styf und rüewig standind, bis er inen zno siner zyt ze wüsten tüeyc, er welle sy nit verlassen. Alsohat onch Amman Rychmnot an der ostergemeind geredt, er wüste wol, der Keiser werde sy nit lassen, snnder wie Italien undandere land einschütten."

121