April 1531.
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B Ferner werde seit langer Zeit viel geredet über die Schnwch- und Lastcrworte und ihren Herren zur Lastl^legt, daß sie dieselben noch nie gestraft haben und nicht strafen wollen. Darauf zeigen sie an, daß die ObernNene Mandate gegen die Schimpfworts und Parteizeichen erlassen und bei Leib, Ehre und Gut verboten haben,^gleichen zu brauchen, auch bestimmt entschlossen seien, die Bünde und den Landfrieden an Allen zu halten,die solches auch thun. Es gingen übrigens oft viele Reden über ihre Angehörigen aus, welche man, ob Gott^iü, nie als wahr erfinden sollte; damit man aber spürte, daß es ihnen ernst sei, erbieten sie sich, wenn ein^rt die Seinen nicht zu bewältigen („baschgen") noch zu strafen vermöchte, sie gemeinsam zum Gehorsam unddilliger Strafe zu bringen; deßhalb bitten sie, die Umstände und die Wichtigkeit der Sache wohl zu bedenken"ud nicht zu hitzig zu verfahren, sondern in jedem vorkommenden Falle, daß ein Ort geschmäht würde, den^hvtbestand genau zu erforschen und diesen der „Oberhand" des Scheltenden anzuzeigen; dann soll derselbe soöfttraft werden, daß man deren Ernst und Mißfallen spüren könne. 4. Gegen die Verunglimpfung, die den^ ^rten widerfahre, weil sie den Vündnern nicht zu Hülfe gezogen, haben sich ihre Boten zu Bern bereitslangsam verantwortet, wobei man es bleiben lasse. 5. Es gehen allerlei Reden aus, als ob sie immerdar""4 fremden Fürsten und Herren, zum großen Nachtheil der Eidgenossenschaft, allerlei Anschläge und heimliche^etilen betrieben; damit geschehe ihren Obern völlig Unrecht; denn solches werde sich niemals bewähren,Mdcin sie seit der Ausrichtung des Landfriedens weder in deutschen noch wälschcn Landen mit dergleichen Mer-dingen umgegangen. 6. Ter Bote von Uri verantwortet den Commissar zu Bellenz; er gibt zu, daß derselbe"Bänglich die Leute und Zeichen etlicher Orte, da er von deren Ankunft keine Nachricht gehabt, nicht habe mit^vander wollen durchziehen lassen; später habe er ihnen jedoch gütlich den Durchpaß gestattet, ihnen SpeisUnd Trank gegeben und sich dermaßen verhalten, daß sie mit ihm wohl zufrieden gewesen. 7. Beide Botensetzen die Reden an, welche Ammann Beroldingcr und Ammann Nychmuth ausgegossen haben sollen, und^nnr i„ der Meinung, daß dieselben ohne Grund angeklagt werden; Vogt Gupfer meldet nämlich, er sei»eben Rychmnth gestanden, als dieser an der Landsgemcinde zu Schwyz gesprochen, und könne bezeugen, daß^ ihm zugeschriebenen Worte nicht gebraucht worden seien; deßhalb wünschen sie nochmals, daß nicht jederohne Weiteres Glauben geschenkt werden möchte. 8. Dagegen bringen sie vor, daß Jacob May vor einiger2kit, «lg „in's Land (Italien) hinein" gereist, die V Orte beschimpft, nämlich gesprochen haben soll, dieibnf „Kuhdreckli" müssen „da durch hin" und „dort durch hin" (thun, was die evangelischen Städte wollen),U'>d das „mindste K." in Uri desgleichen. Das könne ihren Herren auch nicht gefallen, und müssen sie finden,B sie mit dergleichen Aeußerungcn der Verachtung ausgesetzt werden. 9. Erst hier haben sie van einigen^en wegen „Kuhkammen" Kenntnis; erhalten, von denen sie vorher gar nichts gewußt; sie erbieten sich aber,Bbnld sst die Thäter erfahren, dieselben nach Verdienen strafen zu helfen.
Antwort: Die Herren und Obern haben ihre Entschuldigung und ihre freundlichen Erbictungen schon öfterdnionnncn; cs wäre ihnen aber viel lieber gewesen, wenn die V Orte ihre Zusagen erfüllt hätten, damit Wortb"d W^l einander gegangen wären; sie Hütten auch erwartet, daß die Sachen mit größerem Ernst behän-gt, die Bünde und der Landfrieden, die Billigkeit und eidgenössische Freundschaft besser betrachtet, und solcheMenschliche Schmähungen, die ein biederes Geinüth nimmer erdenken, geschweige aussprechen sollte, abgestellt undöfttraft dadurch Friede und Ruhe gefördert worden wären; daß aber diese Schmähungen sich immer nurbahren, bisher gar nichts dagegen gethan worden und jetzt erst begehrt werde, diese Schänder und Schelterb'ii Namen zu kennen, damit man sie bestrafen könnte, müsse zum höchsten befremden; das jetzt VorgebrachteBnne man nicht als Entschuldigung annehmen; denn wofern die Obern wirklich gerne strafen wollten, so hätten
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