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April 1531.
worin die Obrigkeit sich geneigt erklärt, den Klägern bei persönlichem Erscheinen Recht zn verschaffen, vor ihrselbst oder den andern vier Orten. Weil aber der Bote Vollmacht hat, gütlich oder rechtlich zn handeln, sowird der Gesandte von Luccrn von den übrigen Boten ersucht, bei seiner Regierung dahin zu wirken, daß siedie Ihrigen anhielte, mit dein Bevollmächtigten sich im Recht oder in Güte abzufinden, und darüber aufnächstem Tage freundliche Antwort gäbe. Es weiß übrigens jeder Bote, wie derjenige von Lncern seineHerren verantwortet hat. ii.« Die Boten der IV Waldstätte stellen an Zug das Gesuch, es möchte dem Ge-brauch von Schelt- und Schandworten und besondern Abzeichen Einhalt thun und solches verbieten, zumal esan der Grenze liege, worauf Zug den vier Orten für ihre Warnung angelegentlich dankt, ihnen verspricht, dieSchuldigen zn strafen und meldet, daß es (dcßhalb) heute ein Mandat in allen Kirchhörcn habe verkündigen lassen.
Millich. 1531, 24. bis 26. April (nach Jcorii).
Staatsarchiv Zürich: Absch. Bd. ii, k. 62. Staatsarchiv Bern: Allgem. Abschiede DI>. 209. 217. Kantonsarchiv Basel: Abschiede.
Staatsarchiv Lucern: Acten Keligionshändel. KavtouSarchiv Freiburg: Absch. Bd. 37 (auch Bd. 10).
Skavtvnsarchiv Schasshattsen: Abschiede.
Gesandte: Bern. (Peter von Werd; Crispin Fischer). Basel. (Bernhard Meyer; Ioder Brand).Frei bürg. (Ulman Techtermann). — (Die übrigen unbekannt).
1. Da dieser Tag vornehmlich von den christlichen Burgcrstädten angesetzt ist wegen der schändlichenZureden, die ihnen von den Angehörigen der V Orte täglich beigelegt werden, und weil an ihnen weder dieBünde noch der Landfriede gehalten werden, um hierüber ernstlich zu handeln, so zeigen die Eidgenossen von Zürichvorerst an, wie ihnen von Zugern seit dem letzten Abschied von Baden viele neue Schmähungen widerfahrenseien*), und knüpfen daran die ganz dringende, hohe und ernstliche Ermahnung, weil diese schweren Sachendie Ehre Gottes und aller Städte berühren, und sie solches nicht weiter ertragen können, sondern zu strafen
") Die Feder sträubt sich, die Details des Abschiedtertes zu übersetzen; deßhalb geben wir diese Stelle als Note:
Unsere lieben Eidgenossen von Zürich zeigen au: 1. „wie einer zuo Zng ein küekaniinen geschnätzlet und gercdt, daß mandie kelber, so die von Zürich fern zuo Cappel gemacht, daran binde» mücssc. 2. Item, als drü somross zuo Bar fürgangen,hat einer, luogent, da kompt der Zwingst, und wyter geredt, nein, er ists nit, er hat aber die dry märchen all gehyt, und damituff sin lösche» geschlagen und gefeit, lieben gsellen, ich will üwer houptman sin; ich han gelts gnuog; wenn die luterischen schetmcnund bößwicht lomment, so welleut wir sy redlich schlaheu. 3. Achter (so Hab) einer zuo Zug eim Züricher zuo trinken potten undgeredt, drink durch des Zwinglis willen, des buoben; der Züricher aber darnf geantwurtet, ich drink nit durch des Zwinglis willen,aber trink du uinb unsers Herrgotts willen; daruf der Zuger widerumb geredt, ich trink nit umb »nsers herrgots willen; hetstuaber unser liebe Frowen und die lieben heiligen geuempt, so welte ich trinken, und der spitzworten sovil triben, daß der Züricherhindenuach geredt, Hey wiltu dann nit in gots namen trinken, so trink ins tüsels nainen, und also in friden mit im komm; darufder Zuger wyter geredt, luog wie stand die Verräters bößwicht by eiuaudcru, wie ire herreu von Zürich niine Herren von Zugverraten Hand, und wyter zum Züricher geredt und geschworen, gotswnndcu, ich hör, daß du ein rechter vierarter luterischer kätzerbist, und also den Züricher mit'der suust geschlagen, darzuo wyter geredt, kyge den Zwingst niemands, hie küedreck, hie küedreck —und ander derglichen vil schmähuugen und Verachtungen, so inen sidt dem nächsten nbscheid, (so) zuo Baden ußgaugen, zuogeleitworden." »