054
April 1531,
493.
Bern. 1531, 20. April.
Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. sso, p, isg.
1- Eine stwoyische Botschaft legt die von dein Herzog berathenen Artikel eines neuen Bündnisses vor underbietet sich zu viel Gutein. 2. Die Antwort wird auf morgen verschoben. 3. Die Boten werden inzwischenersucht, dem Herzog des Herrn von Candol wegen zu schreiben, der dein Müsser mit 500 Büchsenschützenzuziehen soll, wie der Landvogt zu Lauis den XII Orten geschrieben.
Das Rnthsbuch sagt bei den nächsten Tagen nichts mehr von den: Bnndesgeschäft. Entwürfe folgen beianderer Gelegenheit.
494.
Müliflcrlhnl. 1531, m 21. April f.
Staatsarchiv Bern: Instructionen, IZ. 54.
Gesandte von Bern sind mit folgenden Auftrügen abgeordnet:
1. „Ucch ist wol zuo müssen, wie der predicant von Tachsfelden in großer gheinid mincn Herren einpratik anzöngt hat, damit die von Solothnrn umgand, und nämlich daß st) einen vogt gnn Münster gsetzt Hand,wie dann der selbig predicant üch wyter anzöugcn wirt, was etlich chorherren von Münster mit im gredt, undwie den fachen ze begegnen.
2. „Und mit namen solich geschwind griff abzeslachen hat min Herren für guot angesechen, daß ir gauMünster kcren und daselbs so vil vermögen und verschaffen füllend, dwyl der merteil kilchgnossen das gottswortangenommen und die kleine kilchen gerumt, daß auch die rechte pfarr Snnt Germans kilchen gerumt werde, und
, die chorherren kein bsondcrs da habind, so sy doch der minder teil und under den kilchgnossen gezelt werdend;harumb st) sich in die fach schicken und der nntwnrt, so min Herren nächermalcn, als ir potschaft hie ist gstn,inen geben Hand, erinnern söllind; das werde inen nit übel erschießen; dann vil weger, sy lassind die kilchen setzmit fnogen dann mit nnfnogen und Unordnung Harnach durch das gmcin unverständig volk rumcn; dann slcchtlichmin Herren die, so das gottswort angenommen, nit verlassen werden.
3. „Und als dann die biderbcn lüt zuo Grandvaur und Corrandelin göttlichen worts des mere» teilsbcgirig, sollend ir üch dahin verstiegen und da handlen, was zur fürdrung der cer gottcs dienen mag, undnämlich für die gmeindcn keren und zum füeglichestc» mit inen handlen und reden, daß sy das Euangclio»annemcn w. Dem müssend ir wol ze thuond, und wann das mer wirt, daß sy das gottswort haben wellend,wüßt ir wol, was ir inen in namen miner Herren zuosagen füllend, nämlich sy daby ze schützen, schirmen undhandhaben. ,
4. „Es wirt ouch der dechen von Frybnrg mit üch gan Münster keren; den füllend ir inen presentierenund pittlich ankeren, daß sy in zuo irem predicanten anncmind.
5. „Ir sollend ouch heimlichen mit denen von Münster praticiercn, daß sy min Herren anrüefend, daßsy inen hilflich und rätlich sin wcllind, daß inen, dwyl sy ir reformatz angenommen, von den kilchcngüetcr»gelange das, so inen ghört. Damit wirt dero von Soloturn ingriff und auflag zersingen.