April 1531.
941
4U7.
Zürich. 12- April (Mittwoch noch Ostern).
Staatsarchiv Zürich.
»Die Verkvmniß zwischen den vier Landschaften des Turgöws, Gottshuses Sanct Gallen, der GrafschaftT"gkenbnrg und im Ryutal."
»Wir Bürgermeister und Rat und der groß Rat, so man ncmpt die zweihundert der statt Zürich; sodcnn^andtammcn, Rat und gemeinden gemcinlich des lands zuo Glarus wünschend allen liebhabcrcn göttlichs wortsÜ'id und gnad von gott dem votier durch sinen gelicptcn sun Hicsum Cristum, unfern säligmacher, und fücgentdarby meniklichem, der des wissen haben soll, zuo verneinen: Als dann unsere frommen underthanen und verwandtender vier landschaften, nemlich des Turgöws, gottshuses Sanct Gallen, der grafschaft Tockenburg und im Ryntal,Ü' uns zum teil von oberkeits, ouch sunst schutzes, schirms und landrechtcns wägen zuo verwalten und zuo ver-brachen stand, uß snnderen gnaden und gaben gottcs, der sin geliepte kirch nit irren noch zuo verderlmng ganlaßt, sich ii, snchen recht geschaffcns cristenlichs gloubcns und göttlichs wortS nach Inhalt und vermög heiligerdegründtcr biblischer gschrift und apostolischer leer uns verglicht und unseren crbareu cristenlichen sahnngen,reformacion und Mandaten, wie die bißhar zuo Pflanzung, ufwachs und erhnltung eins erbarm gottsäligen^tnitenlichen läbcns, vorab gott zuo lob und eercn, ouch unser aller Verbesserung und gmeincr Eidgnoschaft wolfart,nß guoter bewcgung durch uns geordneten (sie) und ußgangcn, mit hinlegung etlicher verwandter cercmonieuund nichtigen gottsdicnstcn, so meer zuo Verwirrung der conscienzen dann zuo däro ufrichtung und der eer gottesgedienct, guoter cristenlicher ncigung underlassen und die einmündiklich, gott und aller erbarkcit zuo gefallen, deruwinung angenommen, daß gemeine gerechtigkeit dardurch gehandhabct, witwe» und weisen geschirmpt und diearmen geiröst werden möchten, angenommen, und aber leider noch etliche muotwillige fräflcr in gemcltcn land-ichaften sind, dänen uß vihischer verkeerter anfechtung das bös anmüetiger dann das guot, die ouch stütigs ou alledessernng sich der waren gottcs eer und wnrheit, sincm heiligen wort, ouch gemeltcn cristenlichen unser und gedachterlandschaften erbaren anscchungcn, artitlen, satzungen und Mandaten fräfler ungehorsamer wys entgegen setzend, onchzuo widertrybnng derselben mit iro lyb und güetcrn in und usser lands, heimlich und offenlich, on tniderlaß pratikcn,tottierungcn, cmpörungen und zuosammen vcrsprächnisscn anzuorichten gedenkend, und als bylöufig zuo gedenken,Glichen oberkeiten daran wol gedienet, ouch inen platz und fürschuob und halßstarke darzuo geben, dardurch wirZUosampt gcmclten landschaften zuo merklichen bcschwürdcn, unrnoivcn, ouch unträglichen kosten und schaden täg-l'chs gcfücrt ivcrden, zno dem daß vor solichen widerwärtigen hartnägkigen bannitcn kein bidcrman nß gedachtenlandschaften, so gottcs wort anhangt, und sy umb daS unrecht (wie billich ist) tut des landsfridcns und gemeinendarnf erfolgeten landbots strafen hilft, schier meer sicher ist, sundcr sich sins lybs und läbcns besorgen »mos undwendert frölich wandlen darf, gcschwygen das nichtig unbegründt verklagen, (damit?) sy uns und gemcltc landt-lchaften by frommen bidcrwcn lüten nnsern nachburcn nßgcbend und verdacht mnchcnt, als ob wir allen muotwilln»d unbill mit inen trpbind, daran sy uns ze kurz und ungüetlich thuond; diewyl wir uns doch vil meer undvon herzen irer cristenlichen bcssernng fröwtind; damit aber sölich und der glych ufruoren, pratikcn, ufsätz undunruowen hinfür dest bas verhüctet und derselben ursächer nach irem verdienen gestraft, das guot geufuet unddas bös abgestclt, ouch unser biderwc underthanen und schirmsvcrwandte» in gcmelten landschaften dest fürerdy ruowen und gnotcm friden unbckümbcrt lind ungcfcchdct bclybcn und einander by gcmclten satznngcn, Ord-nungen, artiklcn und andern cristenlichen anscchungen, und vorab by gottes wort handthabeu und solicher gcfärdenlldcrhcpt sin „nd belyben mögcnt, so habent sy sich mit unserem rat, zuothuon, gunst, wissen und gefallen, ouchmit bewilligung rnisers landtvogts im Turgöw (doch uns und andern Iren Herren und obern an unfern undNeu gercchtigkcitcn und hcrrligkeitcn, was sy uns därcn von recht und gewonheit wegen schllldig sind, sunst in