i)4L
April 1531.
allweg unvergriffen), diser nachfolgenden ineinnng nnd gnoten ordnung in kraft göltlichs worts, auch nüwufgcrichten landsfridcns nnd nnsers zuosags, crlütert, verglicht und dise nachfolgende satznng, vcrspruch undartikel wissentlich nnd wolbcdachtlich uf nnd gegen einander angenommen nnd einander daby vestiklich nnd >»allen trüwen ze handhaben znogcseit.
I. „Reinlich und des ersten, diewyl inen bißhar von den fygenden göttlicher warheit nnd eristenlichcrcrbarkcit vit unrnowen, übcrtrang und lcids, heimlich und osfcnlich, angestattet worden, nnd aber der landsfride»heiter des Vermögens, wo das gotts wort mit dem mccren angenomen, daß eS on widertrybcn daby belybcnsöllc, daß dann gedachte landschaften, welichem teil von wegen göttlichS worts und gemeiner gercchtigkeit, auchfachen halb, so darus fließen und dem selben anhangen möchtcnd, vorab onch nmb eristenlichcr Züchtigung undstraaf willen, etwas gewalts, Zwangs, mnotivill oder trangs geschcche, von ivein das wäre, ir lyb nnd gnot, wo,wenn nnd wie dick sölichs von nötcn, gctrüwlich zuo einander setzen nnd in sölichcn cristenlichcn fachen, wasdie berüercnd, und »it wyter, damit st) von gottcs wort, dem landsfride», ouch unfern cristcnlichen Mandaten,reformatio» und zuosagungen nit geträngt werdint, einander bystaud, schirm, schütz und hilf zc thnon nnd allenmüglichcn flys und ernst anzekecren und zuo fürkonunen schuldig sin sollent und wellent, damit keine gcmcltcrlandschaften oder ouch sunder Personen derselben diser dingen halb an lyb oder guot bcfcchdet, beleidigt, bcgwaltigtoder genötigt, onch niemand gestattet werde ützit sürzenemen, das göttlicher ecr, gemeiner gercchtigkeit, ouch cristciulichcr zucht und crbarkcit, darzuo unfern cristenlichcn Mandaten und znolassungen nbbrüchlich und zcwidcr sin oderzuo betrüebung, last oder uuruow der cristencu gemeinde» oder sunderer Personen von jemandem fürgenommcn werdenmöchte.
II. „Zum anderen, diewyl sölich fräfle muotwiller, banniten und ufrüerisch lüt sich bißhar, so man st) »utstraaf anhalten wellen, nß den landschaften und gebieten, da sy gcfräflct und unrnow gemacht, cntüsscrt unddaselbs zuo verharrung ircr widerspänigkeit platz, ufenthalt und damit den köpf nß der Halfter zc züchcn gestandund rugken funden, das aber uns allen zuo großen unruoweu, mücg und arbeit gcdienet, und Ivo sölichs färcrgestattet werden solt, niemands, der der gercchtigkeit hold, sicher sin noch vor inen ruow haben möcht, so ist hier»'versechen nnd von allen teilen mit rechter wissen angenommen, daß hinfür kein teil deS anderen bnoßwirdige»abgeträttcneu und banniten dcrmas ufenthalten, beHusen, beherbergen oder inen zuo irer ungehorsamkeit plah-fürschuob noch ufenthalt geben, sich ouch niemands ircn beladen, stmder wo sich jemand in geringen fachen, enstemliehe zucht nnd erbarkeit belangende, nß blödigkeit übcrsechen und also lut unser und gcmelter landschaften cristewlicher resormation, orduuugcn und satznngcn bnoßfcllig und allein nß sorg der straaf, on alle böse gfärd undpratiken, abwichig wurde, und doch nit uff uuruowcn oder ufsätzigeu auhaug stalte, so soll die obcrkeit, hindcrdie der buoßwirdig entwichen, den oder dieselben abgewichenen daran wyscn und vermögen, daß sy güetlichwiderumb hcimkeerind und sich eristenlichcr brüederlichcr straaf nit widersctzind, sunder ircn oberkeitcn gewärtigund gehorsam sygint, als frommen und gehorsamen cristcn zuostat; ob sy aber dcrgstalt mit güctigkeit Z>wgehorsame und anncmung gesetzter straaf nit bewegt werden möchten, so soll die oberkeit, da sölich buoßwirdigc»sind, sich derselben gänzlich entschlachen nnd sy in ircn gebieten nicnan getuldcn noch ufenthalten. Es möclstcsich ouch einer so ungebürlich und widerspänuig bewysen oder dermas uff unrnowen, ufsätz nnd anhang trachte»und biderw lüt reizen, anzüchcn, muotwillen oder tratzen, daß ein oberkeit zuo im ze gryfcn und in unzsiner oberkeit, uß dären er entwichen, wyter Handlung nnd embieten gcfäuklich zuo enthalten verursachet, das st)ouch ze thuon schuldig sin soll, wo die ungehorsamen uff irer widerspänuigkeit verharren wurden. Was aberumb schwär untrüw bös oder ufrüerisch Händel und fachen wäre, als da jemand mit bösen gcfärdcn, geschwinde»untrüwen, heimlichen oder offenlichen pratiken, anleitungcn oder ufsätzcn sich göttlichem wort und gedachten erbare»cristenlichcn satznngcn und guotcn ordnungcn, ouch dem laudsfriden und gemeinem darus crfolgctcm landsbottzvon den dryzcchen Orten zuo Baden ußgangen, fräfler hartnäckiger wys ze widersetzen oder ander lüt darob Z»^bckumbern, ze unrüewigcn nnd darvon abfellig ze machen, nnd zuo abtrybuug und Verhinderung sölicher erbarerdingen und gemeiner gercchtigkeit etwas abschleg (?), Verbindungen, verstand oder anhang heimlich oder offeustchzc machen, nnd mit »amen sölich fachen nndcrstan wurde, die zno ufruoren, empörungcn, ungehorsnmi nnd abl>4göttlichs worts reichend, und wider des gemeinen lands ruow und cinigkeit wärind, ob darumb jemands Z»^