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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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April 1531.

4»4.

Iiirill). 1531, 19. bis 13. April (in der Osterwoehc).

Staatsarchiv Zürich: Abschicke Bd. 11, k. so. Staatsarchiv Vor»: Allgem. Absch. NO. i»?. Kantvnsarchiv Basel: Abschcidschcisten.

Kaiitviisarchiv Frciburg: Abschiede Bd. Iii. KantonSarchiv Schasshaiisen: Abschicdc. Stadtarchiv vonstanz.

Gesandte: Bern. (Peter von Werd; Crispin Fischer). Basel. (Bernhard Meyer; Joder Brand.)Freiburg. (Lorenz Brandenburger). Solothurn. (Niklaus von Wengi, Seckelmeister). Eon stanz-(Jacob Zelter, Rcichsvogt.) (Die übrigen unbekannt).

1. Da der von Mnsso die biderben Bllndnerunabgesagt und unverwahrter Ehren" überfallen undMark Sittich von Ems zu dessen Hülfe in den österreichischen Landen offen ein Heer (züg") aufgebracht hat.das die Oesterreicher anfangs ungehindert haben durchpassircn lassen, und da sich aus allen Kundschaften undWarnungen, welche Zürich deßhalb zugekommen und dann auch den andern Orten (uns") mitgetheilt wordensind, und namentlich aus der Erklärung der V Orte auf dem letzten Tag zu Baden, daß sie ihrer eigenenHäuser warten wollen und den Bündnern nicht zuziehen werden, sich die Verinuthnng ergibt, daß gedachter vonMüß nicht ohne besondere Practik und Verständnis; mit andern Leuten diese Fehde (cmpörung") im Veltlinangefangen, so hat Zürich in guter getreuer Meinung diesen Tag beschrieben, um tapfer zu rathen und An-schläge zu machen, wie man sich hierin verhalten und solchen untreuen Umtrieben begegnen könnte, damit mannicht etwa, während die Feinde den Vortheil gewonnen, durchschlafende Unsorg" eingeschlossen (umbhalbet"),übervortheilt und immerfort beunruhigt und dadurch in verderblichen Kosten und Schaden gebracht würde,sondern viel eherVormann" zu sein und das Vaterland desto besser zu verwahren vermöchte, und sich bc°sonders gegen Oesterreich, weil es sich der Sache beladen, zu einem tapfern Angriff zu entschließen, um denBllndnern Luft zu machen. 2. Weil man aber von den Eidgenossen, die an den Grenzen sitzen, auch vonden Bündncrn selbst berichtet worden, daß sich (in Oesterreich) niemand des Handels annehme als MarkSittich oder sein Sohn, daß vielmehr die Unternehmung des Müsscrs den Regenten und Behörden wie demgemeinen Mann höchst mißfällig sei, und dieselben kein Zeichen von irgend welcher Unfrcundschaft geben, son-dern bei Leib und Gut zum crnstlichstcn verbieten, zu dem doch Müß zu laufen, und mit Zufuhr von Kernen,Salz und andern Bedürfnissen viel Gutes beweisen, auch vertrösten, daß man sich keines Argen zu ihnen ver-schen dürfe, indem sie die Erbeinung der III Bünde mit der Grafschaft Tirol redlich halten wollen, und sichsonst zu vieler Freundschaft erbieten :c., so will es den Mehrtheil unnöthig und ganz unfruchtbar bedünkeu,bei dieser klemmen und thcuren Zeit zwei Kriege anzufangen, bevor einer vollendet ist, und aus FreundenFeinde zu machen, und rüthliehcr, allen Ernst dahin zu verwenden, daß man jetzt im Veltlin sich Wohl vor-sehe, damit dort nichts versäumt und verwahrlost, sondern alle Dinge mit rechter Neberlegnng und Gewahr-sam behandelt würden :c. 3. Nachdem dann Zürich, als es die Meinungen der übrigen Orte (unser aller")gehört, denjenigen Orten, die, obwohl den Bündnern nicht mit besondern (directen) Bünden verwandt, den-selben jetzt aus gutem Willen zugezogen sind, für diese Freundschaft und Liebe wie für den Besuch dieses Tageszum höchsten und freundlichsten gedankt, mit dem Erbieten, solches um sie gern zu verdienen, und der Bitte,allerwegen das Beste zu thun und auch ferner die etwa ausgeschriebenen Tage zu beschicken und handeln zuhelfen, hat man sich zuletzt, nach weitläufiger Unterredung, mit einander vereinbart, sich gegenwärtig iu