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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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AM 15,31.

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483.

Brunnen. 1531, 8. April.

Staatsarchiv Bern: Acten Kirchliche Angelegenheiten.

Die Boten der V Orte schreiben an Bern, zur Antwort auf die eben eingegangene Mahnung: Da siehierüber keine Befehle gehabt, so bringen sie dieselbe heim, damit die Herren den Handel berathcn und Ant-wort geben können, :c.

Vcrmuthlich lagen auch andere Geschäfte in Verathung; aber jeder schriftliche Anhaltspunct fehlt. Wirlassen hier den Mahnbrief von Bern folgen:

1531, 6. April. Bern an Lnccrn (ylcnts, ylcnts"). Unser :c. ?c.Demnach wir verstanden, daß irüch uf jüngstem tag (zuo) Baden erlütert, den grawcn Pündcrn (slo) nit zuozezüchen, haben wir sonders hochvcrmunderns darab empfangen und könncnt nit wol ermässen, wahin das langen wölle, so doch die fach unseraller vattcrland verdürben oder genäsen bcrüert, deßhalb wir üch, wie in nächstem unscrm schryben, abermalsgepärten und vermant ivöllent haben, (daß) ir in bctrachtnng (der) gstaltsame der fachen, und daß die Pündergmeiner Eidgnoschaft in schwäbischen und andern kriegen wol erschossen sind und in künftigen zytcn noch vilguots thuon mögint, sy nit wöllint in disen ircn nöten verlassen, und von des vogts im Rynthal und also voneins maus wegen ein ganze Eidgnoschaft und unser aller wolfart Übersechen und verschehcn. Ir wüßt doch wol,was zno Baden von desselben vogts wegen gercdt und gchnndlet, daß wir guotcr Hoffnung, wo er discr stundnit gelcdigct, daß es aber fast bald beschächen wirt, dann wir ouch sinenthalb an ort und end schryben, daßwir ungczwyfleter zuoversicht, wo er jctz noch nit gelediget, daß er doch ns unser schrybcn ledig gelassen wirt.Das »nd anders wöllcn.t als die frommen und dapferen zuo herzen fassen und denen, so wäder üch noch unsEidgnossen gmeinlichen nie hold gsin und ouch nimmer würden, sonders unser aller verdürben suochen, nit so vilZc lieb thuon, daß sy von solichcr trennnng wägen cinich Hoffnung schöpfen mögint, daß sy einmal ir herz gägen"ns erknolen und den alten »yd und erbliche fyendschaft, die sy zuo uns allen tragcnt, crlaffern (al. erlafcrn)mögent. Ir ivöllent ouch ansächen, daß wir und ander üwer und unser Eidgnossen ns üwer etlicher manung>n Meiland gezogen sind, deß wir wol nit verbunden gsin wärent. Uf sölichs alles, ob ir glych wol das nitwöllcnt ansächen, deß wir uns doch zuo üch nit versächent, so manen und erfordern wir üch zum höchsten undthüristen wir üch in kraft und vermög der geschwornen pündcn ze manen Hand, dwyl wir mit unserm ccrenzeichcngester in »amen gottcs nszogcn sind, ir wöllint ane allen verzng uns trostlichen und dapfcrlichcn zuozüchen; deßund dheins andern ivöllent wir uns gänzlichen getrösten und zno guotein nicmermer vergössen, üwer schriftlichantwurt hieruf begärende. Hiemit sind dem Allmächtigen wol bcfolchen. Datuin in großer yl Donstag vj AprilisAliiio etc. rrrj°." St. A. Lucer»! Missive».

Das Concept hat die Uebcrschrift: Manbrief v Ort. St. «. B-r»! T -upch Miss. s. sel -soo.