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März 1531.
432.
SolotlMN. 1531, e. Ende März.
Ttaatsarchw Zürich - Acten Frankreich.
Unterhandlung eines zürcherischen Baten mit dem französischen Gesandten General Meigrct.
Wir geben den bezüglichen Act im Wortlaut:
„Ruodolf am Vücl, so man nempt Coltnus, ward mit disein empfälch von minen Herren den heimlichenzuo dem Mageret abgefertigt und referiert wie obstat, Anno ec. rv°rrrj ipsa die Parasccues." (Note vonBeyel).
1. 1. „Enpfclch: Sitmal ein gächer und schwärer krieg ingfallen sye, der ein zyt möcht wären mitgroßen kosten, und der Küng noch etwas fridgclts m. g. Herren schuldig sye, so lassent m. g. h. an in denGeneral bringen, als an ircn guoten fründ ?c., ob er raten ivölte, daß m. g. h. söinlichc verfallen schuld in etlichenweg an den Kling crfordercnt und hicschent, uff daß' sy den krieg gegen den Hispanicrcn, die allweg dem Küngividerstand, destcr bas vcrfücrcn möchtent w.
2. „Antwnrt: Er sye bereit und gnotwillig, das best ze thuon und ze raten m. g. h. alle zyt; darumrat(e) er minen g. h., daß sy des fridgelts halb jctzmal by dem zil und bezalung blibeut, so vormals bestimptsye, und von inen und anderen Orten der Eidguoschaft angcnomen uff gemeinen tagen. Dann wo ein Ortbezalt wurde, so wöltent ouch die anderen bczalt sin, das dem Küng ze schwär wäre, dann er uß erkantnußgemeiner Eidgnosseu jetzmal müeßte die verdienten söld ußrichten, ivclche gehörtent wilwcn und weisen ec. Aberin disem monat wöll er m. g. h. geben zwei tusend guldin und die anderen bezalung onch uff bcstimpte undingaugnc zil m. h. zum ersten slißig ußrichten. Sömlichs rate er m. h. und bitte sy ouch früntlich, sömlichemstatt ze thuon ?c."
II. „Uß red und widerred han ich dises verstanden:
1. „Der Küng ist wäder persönlich noch mit botschaft ze Camera by dein Keiser gsin, hat ouch nit ver^wilgot dem Keiser, unseren glauben ze verfolgen noch ußzcrüten, wiewol er durch die fingcr luogt und vil glichsnetdurch des Keisers willen, uß der ursach, daß der Küng mög ansprechen zuo sincr kinden Händen das HerzogtumMeiland, mit verwilgung und one inred des Keisers, welches uf das (der?) bau ist mit besunderen ratschlegenw. Wo das geschieht, so acht der Küng des Keisers nit vil me, sunders möcht lyden, daß er gemindert wurde,vor oder nach, w.
2. „Dorum, sitmal die löuf sich setz uf krieg züchcut wider den Keiser, welches der Küng wol erlydenmag, so will der General an den Küng lassen langen, ob der Küng ein heimlichen zuoschuob an gelt thnonwölte m. g. Herren, wo ein krieg wider den Keiser angieuge, und dessen M. V. (Meister Uolrich?) wüsscnhaftmachen, als bald er antwnrt dorm» empfacht. Der General rat, M. V. söll durch ein geschribnen bricf demKüng rechtung geben dcs'gloubcns der cristenlichen stetten und verantwurtcn ctlich artikel, so man dem Küngfalschlich fürgibt, und besunder daß man kein oberkeit sölle han w., und den bricf dem General zuoschicken w."
3. „vj krönen für die zerung geschenkt, dorvon verzert, schmid und sattler und roßlon v lib., das überigübcrantwurt hie ü. ersamcn wysheit" Ruodolf Colliu. (Bericht von seiner Hand).
Ebendaselbst findet sich das Recreditiv für Colliu, zur Antwort auf ein (unbekanntes) Schreiben von Zürichd. d. 1. April (Samstag nach Judica), gegeben in Solothurn den 5. April, gezeichnet von Meigret.
Der Bericht Collins und das Recreditiv finden sich (mit einigen Fehlern) gedruckt im Archiv E. H-II. 237—300.