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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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März 1531,

4ZW.

Zürich. 15!^, <>. 28, März.

Dtaaiöaechiv Zürich! Acten Mksserkricg.

Drei Boten der Bünde bringen 1. an, wie der Wütherich von Musso die bündnerische Botschaftermordet nnd das Veltlin überfallen, was bereits früher gemeldet worden, weßhalb dann Zürich eine Botschafthinauf" verordnet habe, für deren trene Bemühung sie den verbindlichsten Dank erstatten, mit dem Erbieten,das jederzeit zu erwidern. 2. Sodann erzählen sie, wie ihre Knechte, die um 56000 stark einige Zeit vorMorbegno gelegen, ans Ungeduld die Hauptleute gedrängt, ihr Glück zu versuchen, in dem von den Feindenverschanzten Flecken aber viel mehr Leute gefunden, als ihnen angegeben worden, nämlich bei 3000 wohl-gerüstete Männer mit halben Haken, die ihnen etwa 25 Mann getödtet nnd eine Anzahl verwundet haben,worauf sie (die Bündner) wieder abgezogen seien. 3. Es gehe die Sage, daß Wolfdietrich von Ems mit8000 Mann dem von Musso zu Hülfe ziehe. 4. Infolge (alles dessen) mahnen sie Zürich um Beistand.5. Von den V Orten haben die Bündncrvormalen" allenthalben guten Bescheid erhalten, dabei aber denEinwand vernommen, daß Zürich den Vogt im Rheinthal gefangen habe, und sonst eine heftige Spannungwalte; deßhalb bitten die Boten zum höchsten, in diesen die V Orte berührenden Sachen das Beste zu thun,damit ihnen (auch von jenen) geholfen würde. 6. Endlich begehren sie einen Vorschuß von 12 Centner Blei,10 Ceutner Pulver nnd 1500 Kronen.

Eine Antwort fehlt uns; indirect liegt dieselbe in dem Aufgebot von 1000 Mann und folgenden Acten:

1) 1531, 30, März (Donstag nach Indien), (Zürich). Ausschreibung eines Tages nach Zürich auf Montagnach Ostern (10. April) Abends, in Betreff des müssischen Handels. Das Original, in Zürich concipirt undcopirt, ist nicht in der gewöhnlichen Form verfaßt, sondern gleichsam als Abschiedsartikcl, der von mehreren(ungenannten) Orten ausginge. St. A. Zürich! A, Müss-rkricg.

In Form eines Protocollcintrags hat Bern eine Copie dieses Actes, s. St. A. Bern: A. Müsserkrieg.

2) 1531, 30. März. Zürich an Constanz. Verkündnng des Burgcrtags. Stadtarchiv C-mst-mz.

3) 1531, 30. Marz (Donstag nach Indien). Zürich an Landgraf Philipp von Hessen. Der Herr vonMüß habe letzthin eine Botschaft der Bündncr an den Herzog von Mailand nnabgesagt ans der Straße elendiglichermordet nnd in Stücke gehauen, nnd darauf mit einem Haufen Spanier nnd anderem Kriegsvolk einen Ein-fall in ihr Land gcthan, um da zu plündern. Als sie ihn dann in einem Dorf umzingelt und belagert, habeer sich da eingegraben nnd so verschanzt, daß die Bündner vor acht Tagcn(?) in einem unbedachten Anlauf einigenSchaden genommen nnd von dein Sturme haben abstehen müssen. Daher sei man auf ihr dringendes Ansuchenschon ans dem Wege, um Ihnen zu Hülfe zu ziehen. Weil nun Mark Sittich von Ems sich des von Müß,(als) seines Schwagers, angenommen habe nnd ihm täglich Knechte ans österreichischen Landen zuschicke, undman daneben erfahre, daß der Kaiser heraufzurücken vorhabe, so sei, wie ans andern mitlaufenden Ursachen,wohl zu vermuthen, daß diese Bewegung nicht allein gegen die Graubündner, sondern zur Unterdrückung derEvangelischen erdacht sei. Und da man nicht wissen könne, was noch daraus folgen möchte, und ob man sichnicht entschließen müsse, etwas gegen die Helfer und Feinde zu unternehmen, so richte man an den Landgrafendie freundliche Mahnung zu getreuem Aufsehen und zur Rüstung, falls sich die Gegenpartei (im Ganzen)erheben sollte, ?c. (dem Bundcsbrief conform). St. A. Zim-h-, A. Müss«kri-g.