März 1531.
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sich dafür gelegt, habent die knecht wollen stürmen, nnd als si an die schanz gclonfen und aber ungcschaffct dannen(mncssen?), syent der ircn by rr oder rrv man umkommen und ctlich vcrwundt, die aber von den gnaden gottswider genesen. Nun werden si warlichen bericht, wie Herr Merk Sittich von Emps sun, so des Castellans vonMüß schwcster habe, init viij"' landskncchtcn gedachtem sincm schwager zno hilf züchc, und Herr Merk ein merk-lichen züg sammle und warte, wie es usschlagcn wolle. Daruf habent irc Herren und obcrn si zuo uns gesandt,uns innamen unser Herren und obern all uf das höchst und crnstlichest si jemcr mögen, by den pündtcn undalter fründschaft zuo manen, daß wir ilents anc Verzug mit unser macht uf syent und inen zuozicchcnt, vor undee ir fygend zuosammcn koment; wo sy dann das mit ir Üb und gnot nur ein Eidgnoschaft können verdienen,wöllen si ivillig nnd ganz bereit sin. 2. Uf sölichs (hat) Herr panncrhcrr von Zürich anzeigt, wie si vor sincnHerren ouch erschinen und um st Zentner bulfer und ist zentncr bly gcbcttcn, die sy inen fürgsetzt und dallameob Rappcrschivyl syent; darzuo habent sine Herren houptlüt und vendrich gsetzt, und werden also uf morn oderFritag (31. März) ufbrcchen iind den biderbcn lütcn zuoziechcn. 3. Und als wir sölichs verstanden und keinbefelch darumb gchebt, so habent wir gcratschlagct, wo von eineni Ort zwyfach Kotten syent, daß der ein ilentsheim rite und sölichcn Handel sincn Herren uf das crnstlichest anzeige und sobald es möglich, widerumb hieerschinen und siner Herren will und Meinung anzeigen, und die übrigen bottcn also hie verharren und warten,was witer komen wölke." K. A. Freibmg: iwdat. Abschiede.
Dieser Spccialabschicd mag den heimgeschickten Boten mitgegeben worden sein; es ist uns übrigens nurdieses Eremplar zu Gesicht gekommen. — Bezügliche Verhandlungen fanden in Bern am 31. Nachmittags undam 1. April Statt, laut Rathsbuch 229, p>. 99 und 73.
2) 1531, 28. März (Dienstag nach Judica), Baden. Die Voten von Bern, Lnccrn, Uri, Schwyz, Zug,Glarus, Basel, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen und Appenzell an Zürich. Unterwalden habe das Begehrengestellt, den Vogt Seb. Kretz der Gefangenschaft zu entlassen, in der Meinung, daß jedermann gegen ihn zuHause gutes Recht finden solle, oder daß er vor den sieben (acht!) Orten, deren Gcschworner er sei, beklagt werdenmöge, die ihn dann nach Befinden zu strafen hätten. Dagegen haben die Boten von Zürich gefordert, daß ervor ein unparteiisches Gericht im Nheinthal gestellt und dort über ihn gcurtheilt werde. Nach Vcrglcichung derallseitig empfangenen Instructionen und gepflogenem Rathschlag habe man „erläutert", daß die sieben (sie) Orte,denen die Herrschaft Nheineck zugchörc, gemeinsam an die Rhcinthaler schreiben sollten, es sei der Vogt zu ent-ledigen und ohne alle Entgcltniß heimzulassen, und es haben dafür die Boten von Unterwalden, Ammann Lussiund Vogt Zumbrnnnen, im Namen ihrer Obern zu versprechen, den Vogt ans den nächsten Tag vor die siebenOrte zu weisen, vor denen dann die Rhcinthaler ihre Klage anbringen können, zc. Die Gesandte» von Zürichwollen auch dazu sich nicht verstehen, weil sie keine Vollmacht haben; man finde aber, daß dieses Verfahrenweder Zürich noch den Rheinthalern Nachtheil bringe, und daß es sich weit besser gezieme, den Vogt durch seineHerren zu strafen, als durch die Untcrthanen. Deßhalb bitte man Zürich ernstlich, seine Gesandten zu jenemSchreiben ins Rheinthal zu ermächtigen, „damit nit ein ingang oder nüwcrnng entspringen, die üch und unsHarnach onch begegnen möchten". Bitte nui schriftliche Antwort. Siegel des Sebastian von Dießbach, Schultheißvon Bern. Kt. A. Zürich! A. Rhemthal.
^ tsrgo: „Ist inen nachgelan, wie es begert ist." (Beyel).