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März 1591.
zuo Paris vor der statt, deß welle er im zum rechten stau, vor welichem der fünf Orten er welle, ußgcnome»Zürich und Bern, und nemlich so habe im ein junger buob den esel zum thor uß gestiert.
7. „Fürs sibend, so hat einer von Lidimst, genant Ruotsch Rennau, im würtshuß zum Rößle zuo Lache»dise scheltwort ußgestoßen, er wette den Zwingst besetzen, daß er in rv artiklen ein ketzerischen glauben hette, underbarmtind in bidcrw tüt, daß er st) also mit sincm kätzerischeu glouben verfüerte; darzuo weite er in besetze»,daß er au vier orte» von diebstals wegen vcrtriben wäre, und als er daran gestouwet, redte er beharlich, derZwingst hett ein ketzerischen glauben, wäre ein dieb und bößwicht, und die mit im, so im anhangetind, und alses ein Zürcher versprochen, hat er in mit ciin mcsser uff die brüst fürs herz geworfen, daß die lumlen (Klinge?)vom Heft gesprungen ist.
8. „Fürs achtend, so hat der würt zum Ochsen zuo Lucern zuo etlichen Zürichern, sineu gestcn, geredt, washaudlent üwer die schandtlichen Herren von Zürich; sy sind jetz mit eim fänlin ins Turgöw zogen und zwinge»!die armen puren zum glouben; es ist ein wunder, daß nit der tonncr in das schandtlich ful kätzer nest schlacht;was fulcn nests ist es, st haltend weder pünd, cid noch eer an uns, und wir von Zürich habint einen, de»obristen im Rat, der habe zuo Paris usf der Höchen schuol ein esel gehygt, darum sige er danuen kunnne»,und unter gcredt, wie es zuogauge, daß ein fromme statt Zürich den Waldman, nmb daß er ein Eidguoschostzcrtrännen wolle», gcricht und aber discm den grind ouch nit nbhowind, der sich berücmpt, es habe niemand ei»Eidgnoschaft mögen zertrennen, er wölte st) aber zertrennen, und demnach gefeit, der Zwingst Hab dem landt-grasen von Hessen ein cid geschworen, by der meß zuo beliben; so bald er aber auheimsch worden, ein büechlylau ußgan, als ob crs alles gewunncu; darzuo so Hab er gelt gestoleu.
II. „Dis nachbeschribnc schmähungen sind unfern lieben Eidgnossen von Bern
zuogeleit worden.
1. „Heine Fruonz von Underwalden hat zuo Wallis im bad zuo Steffau Tschan geredt, ob er ouch »sidem schelmcn glouben wäre; deßglichen als st) des Keffers gedacht, hat er und ander gesprochen, ir vorder»hettent groß eer ingelegt, aber sy müeßtend größere cer inleggcn, und eb Sanct Martins tag gefyret wurde w.
2. „Item, er wölte lieber by einem Hundt sitzen, dann by im, dicwyl er uß dem luterischen glouben wäre.
3. „Ein Schwab von Luccrn hat desselben mals zuo Wallis gercdt, die von Bern vertribcn die Ober-länder; st Helten Hansen im Sand houpt uff den Brüning gestclt, an des selben statt die von Undcrwaldcn einkatzenkopf gcthan; es wäre wol zuo gedenken, was es bedüte zc., nemlich si kratzten gern.
4. „Item, als kurz verrückter zit etlich uß miner Herren statt von Luccrn zum Rößli gsin, hat einer,Heist Lutz, vcrdachtlich, an(e) alle ursach gesprochen, ir Bcrner Hand ein hündischen und kätzerischen glaube»,gaud gan Bern ?c. Item er wölt kundtlich machen, daß der Zwingst ein kuog und ein märchen gchygt.
5. „Zuo den selben hat vogt Zoger, als sy zum Affen warent, und er zuo inen komm, geredt, im syezuo Solothuru hinderrugks kuntschaft ufgeuommeu, und die Berner wöllent in erstechen, und hiemit in si»schwert griffen und witer gefeit, also habe er zuo Solothurn gcredt, wie könncnt die Berner rüeme», daß ir de»gcist habeut, so ir doch hüt eins, morn das nuder und kein warheit sagent."
St. A. Lucern: Absch. I. 2. t. 235—268. K. A. Schaffhausen: Correspondenzen.
Die ursprüngliche Aufzeichnung der zwei letzten Abschnitte hat das Bcrner Rathsbuch 228, p. 214, 21b,wo auch ein bezügliches Beschwcrdeschreiben an Lucern augedeutet ist (13. Febr.).
I. findet sich auch im K. A. Basel (Abschiede), als Beilage einer Missive von Zürich, die am 25. Febr.vor Rath verlesen wurde.
Bei A können nur folgende Acten Berücksichtigung finden:
1) 1531, 2ä. März. 1. „Um die achtend stund nach mittag ist vor uns gmeiner Eidgnossen ratsbotte»erschincn unser gctrüwcu lieben pundtsgnossen der drycr Pünden des grauen Pundts tresfcnlich Kotten (sio), »»^uns uf das höchst anzeigt, wie dann vergangner zit der Castellan von Müß ircn Herren und obern zuo schwachund schand, nnbewart aller cren und unabgcseit, ciiieu botteu und sinen snu ermürdt und darüber mit sine»'kriegsvolk in ir land Veltlin gefallen und in ein dorf, genannt Btorbeii, gelägert und ingrabcu, und als die irc»