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Marz 1531.
gerne heimbringen, was man ihnen in den Abschied gebe. 3. Es wird ihnen befohlen, dies heimzubringennnd auf nächstem Tage endliche Antwort zu geben, e. Da berichtet wird, daß zu Luggaris einige Curtisane»die Pfründen, oft zwei bis drei, an sich bringen, während Andere Mangel leiden, und daß unsäglich vieleUnholden und Hexen im ganzen Lande seien, wird erkannt: Es soll den auf die dortige Jahrrechnung kom-menden Boten die nöthige Vollmacht erthcilt werden. «R. 1. Auf das Schreiben des Vogtes zu Luggaris,er habe der Vorsicht wegen eine Besatzung in das Schloß genommen, und sein Begehren, daß man dem Zollerbefehle, ihm Geld zu geben zur Bezahlung der Knechte, wird ihm geantwortet, er solle die Besatzung entlassenund sonst nach Kräften wohl Obacht geben, übrigens alles getreulich berichten, was er oder die andern Vögtevernehmen, und die Knechte des Soldes halb auf die nächste Jahrrechnung vertrösten. 2. Der Antrag, dasSchloß Luggaris zu schleifen und das Geschütz nach Jrnis in Sicherheit zu bringen, wird heimzubringenerkannt, v. 1. Es bringen abermals Boten von Zurzach vor: Sie haben die Mandate von Zürich angenommen;daher möge man ihnen das Jahrzeitbuch herausgeben, damit sie die Einkünfte an die Armen verwenden könnten;auch sei das Kirchengerüthe eingeschlossen, sodaß es verderbe, und es besser wäre, dasselbe zu verkaufen undihre erlittenen Kosten daraus zu bezahlen, :c. 2. Darauf antwortet Zürich: Es habe samt Bern und Glarusdenen von Zurzach das (bereits) bewilligt; übrigens wolle der Landvogt zu Baden die Laster nicht strafen, sondernlasse sie hingehen; man möge ihm befehlen, solches zu thun. 3. Da man hierüber ohne Befehl ist, so wirddem Landvogt befohlen, die Sünden und Laster „also" zu bestrafen, ferner sich nach Zurzach zu begeben, dasJahrzeitbuch da liegen zu lassen, die besten Ornate zu verwahren und sich nach Allem genau zu erkundigen.Auf den nächsten Tag soll jeder Bote Vollmacht mitbringen, um einen Schaffner zu bestellen, die Chorherrenabzufinden, :c. tl'. Da auf dem letzten Tage zu Baden beschlossen worden, einen Tag ins Thurgau anzusetzen,um die aus den Gotteshäusern und Klöstern Getreteneu oder noch darin Gebliebenen auszusteuern und daselbstVögte und Amtleute zu bestellen, und die Sache immer dringlicher wird, so soll dafür auf nächsten Tag denBoten Vollmacht gegeben werden, damit man solcher Unruhe und dem beiderseitigen Nachlaufen abkomme.K. 1. Nachdem die Bundesgenossen von den Iii Bünden in den letzten Tagen ernstlich zur Httlfelcistunggemahnt, und die Boten dieses Begehren an ihre Obern haben langen lassen, eröffnen dieselben heute derenAntworten: Zürich, Bern, Glarus und Solothurn melden, sie ziehen gegenwärtig den Bündnern zu; Luccrn,Uri, Schwyz und Zug sprechen ihr herzliches Bedauern über den Schaden aus, der den Bündnern zugestoßen,geben jedoch allerlei Ursachen an, daß ein Auszug jetzt nicht möglich sei, erbieten sich dagegen, Botschaften znschicken, wenn solche etwas ausrichten könnten, und dabei nichts zu versäumen; Unterwalden will sichnicht aussprechen, weil man seinen Vogt im Rheinthal nicht freigelassen, nnd ist der Ansicht, seine Mahnungsollte vorgehen; Basel erklärt, es sei zwar nicht im Bündniß, habe aber nichts desto weniger Mannschaft auf-geboten und wolle Leib und Gut zu „ihnen" setzen; wenn indes; die Eidgenossen für besser achten, ihreLeute daheim zu halten und bloß Lebensmittel, Geschütz und Pulver zn liefern, so sei es auch dazu bereit;Frciburg zeigt an, es sei zwa^mit dem Herzog von Savoyen noch nicht im Reinen; doch wolle es auch seine Anzählstellen, wenn die Eidgenossen insgemein ausziehen; Schaffhanscn hält es für besser, die Seinen zu Hause znlassen, weil es an der Grenze sei, will aber einem gemeinsamen Beschlüsse nachkommen; Appenzell ist ohneInstruction. 2. Weil nun diese Antworten so ganz ungleich lauten, so soll jeder Bote seine Obern darüberberichten; auch soll jedes Ort auf das andere ein getreues Aufsehen haben, und wenn einem etwas zustieße,so mag es einen Tag an einer geeigneten „Walstatt" ausschreiben, der von allen Orten besucht werden soll. I». Esist abgeredet, daß Zürich, Schwhz und Glarus auf Ostermontag Abends (10. April) ihre Botschaften zu Weesen