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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
919
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März 1531.

Obern. „Strengen ec. ?c. Als wir ga» Cur kamen sind, Hand wir unseren befelch den dryen Bünden angc-zöigt (dann von jedem Bund zwei old dry man da sind); die habent üwer früntlich, erlich anbieten zum höchstendank angenomcn, mit gar vil früntlicher warten, si wellents zuo ewigen zytcn niemcr mer zuo guoteni vergessen,glychcr gstalt um ü. g. als iren allerliebsten bnndgnosscn, und habent uns nit wellen lassen in das Veltlin ryten,Ursachen halber, daß man die rechten straßen nit hat mögen ryten, dann si der Herr von Muß abbrachen hat,auch daß die Bündter noch des sinns sind, kein beruht mit im anzuonemcn; dann si, die Müßischcn, ein darfinHand, heißt Morben, darin Spross selig starb im pabstzng (1521?), und sind der fyenden nf j" nld rij° ufdas meist, und habent sich yngegrabcn und verschanzet; doch habent die nnsren den bcrg in, damit man denfyenden vil abbruchs thuot. Und batent uns ein Bürgermeister und Rat von der dry Bündten (wegen?), wirwcllcnt by inen zno Cur blyben, so wcllent si üwer früntlich anbieten ins läger schryben, und sofer (es) die imläger guot bcdüecht, zum Handel lassen zno reden, so wellends uns lassen verryten; »nz bis dar wnrdentdie weg ufgetan, daß man ryten möcht; so weltcnts aldann uns wyteren Kescheid gc(be)n, und Hand also nochkein brief nß dem Inger empfangen und wartent also noch. Wol sind etliche knecht uß dein läger kennen („kan"),sagend wie ob lut, und daß si essen und trinken gnuog habent on brot. Si sind onch wol wüsscnd, daß etlichlanzknecht hinynzüchent, wie ir schrybent, aber lützcl; so sind die Venediger und (der) Herzog von Meiland nfder Bündter syten; dazno sagent die Bündter, si sycnt rj"' stark im Veltlin, vcrtruwcn uf gott, (daß) inen dienicmant initz(?) w., und wartent (mir) uf ir bitt also all tag (uf) botschaft nß dem läger, in Hoffnung wirkomcnt bald har heim; dann si hoffcnt all tag, in(e») kommt guote mär, daß der krieg us sy gemacht, undwenn mir heimkomcn, wend wir üch alls handcl(s) eigentlichen berichten", ec. St. A. Zünch: A. MWrkii-g.

3) 1531, 26. März (Sonntag Judica), 7 Uhr Nachmittags. Zürich an seine Boten Johannes Schweizerund Johannes Edlibach (in Chur). Konstanz habe so eben geschrieben, es sei durch Kundschaft berichtet,daß ein Diener Wolf Dietrichs von Ems, des Vogtes zu Blndcnz, in Ulm Erlaubniß begehrt habe, einFähnchen Knechte anzuwerben, mit der Angabe, daß dieselben dem von Musso zugeführt werden sollten, und daßsein Herr der Oberst alles Kriegsvolkcs, das dem Müsscr zuziehe, sein werde. Ulm habe ihn jedoch abschlägigbeschieden. Ein anderer Hauptmann sei mit dem gleichen Begehren zu Memminge» abgewiesen worden, ebensozu Ueberlingen; doch laufe dem Müsser immer viel Volk zu. Der Sage nach nehme auch das Regiment zuInnsbruck viele Knechte an, die aber gegen den Türken geschickt werden sollen. Wie nun der Handel zwischenden Bündncrn und dem Mllsser auslaufen solle, sei allein Gott „wissig". Diese Warnungen sollen nun dieVoten sogleich allen Bundesgenossen anzeigen und ferner bei Tag oder Nacht berichten, wie die Dinge sichgestalten. St. A. Zürich! Misjiven.

47«.

zteuellburg. 1531, e. 22. März f.

Staatsarchiv Bern: Instructionen, n. 4t.

Gesandte bau Bern — Hans Jacob bon Wattenwyl, Snlpitins Archer, Jacob Tribolet — haben in^Nienburg und Valcndis zn handeln Befehl wie folgt:

1. Da diele Berichte eingehen, wie die guten Leute in der Grafschaft Valcndis deS göttlichen Wortes^'gierig seien, etliche Kirchspiele dasselbe angenommen haben, und andere gerne folgen wurden, wenn des Hof-Meisters hohe Verbote und Drohungen nicht entgegenstunden, und er die Ilntcrthancn nicht mit harten Bußenb»d andern Strafen abschreckte, weßhnlb man ihm und der Gräfin schon öfter geschrieben hat, so sollen die^oten zunächst an diese Briefe erinnern und dem Hofmeister dorhalten, daß er hier diel Gutes dersprochcn