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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Januar 1531.

dulden könnte, auch mit Hinsicht darauf, daß das Visthum seinen Namen don der Stadt habe, und nichtdiese von dem Bisthum. Obwohl die Herren nicht Willens seien, ohne Vorwissen von Zürich und Bern etwasvorzunehmen, was Krieg und Aufruhr verursachen möchte, so stellen sie doch das freundliche Ansuchen, daßdie beiden Städte in dem Falle, wo dieser Späne wegen etwas geschehen sollte, was dem Rath von Baselunerträglich wäre, ihm mit Rath und Hülfe beistehen wollten, und wiewohl er hierauf keinen Abschlag gewärtige,so wünsche er doch auf dem nächsten Bnrgertag eine (bestimmte) günstige Antwort zu erhalten. 3. Endlichverlesen die Gesandten einige Schriften, welche zwischen ihren Obern und Solothurn ergangen, wovon dann auchjedem Ort Copieen zugestellt werden. Weil nun diese Schreiben ziemlich scharf lauten und zu fürchten ist,daß daraus leicht großer Schaden und Unruhe erwachsen könnte, so hat man den Boten von Basel aufgetragen,an ihre Obern zu bringen, daß dieselben nichts Unfreundliches und Thätliches anfangen möchten. Auch habendie beiden andern Orte beschlossen, diesen Handel zum ernstlichsten in den Abschied zu nehmen und auf demnächsten Burgcrtag in Basel zu antworten, wie man zur Erhaltung des Friedens und der Einigkeit handelnwollte, wenn der Span dannzumal noch nicht „gelöscht" wäre. «t. Da jedem der drei Orte eine Schriftzugestellt worden, welche den König von Frankreich und die evangelischen Städte betrifft, so soll darüber berath-schlagt und ohne viel Geschrei auf dem Tage zu Basel Autwort gegeben werden, was darin zn thun und zulassen sei.

v. (Verhandlungen über die Angelegenheiten des Gotteshauses St. Gallen, — s. Noten).

Zu v. Dieses Geschäft erscheint nach den Acten als eines der wichtigsten für obigen Tag:

1) 1531, 2t). Januar. Bern an Zürich. Nachdem die Boten aller Eidgenossen von der jüngsten Tag-lcistung in Baden ganz unvcrrichteter Sache heimgekehrt, aus bekannten Ursachen, müsse man besorgen, daß etwasAnraths und vielleicht gar Zerrüttung der Eidgenossenschaft daraus folgen werde, was alle herzlich bedauernwürden; um dicß zn verhüten, habe man für gut angesehen, eine Botschaft nach Zürich zn schicken, die aufSonntag den 29. d. M. dort eintreffen werde, wobei man ernstlich bitte, dieselbe zu erwarten und unterdessenruhig zu bleiben, guter Hoffnung, daß alle Dinge auf eine bessere Bahn gebracht werden können.

St. A. Bern: Teutsch Miss. 8. 633. — St. A. Zürich: A. II. Capp. Krieg.

2) Unter gleichem Datum wurde, zum Theil.wörtlich übereinstimmend, an Glarns geschrieben, wegen dessenSpannung mit Schwyz; es wurde ersucht, auch seinerseits eine Botschaft nach Zürich zu schicken, um vermittelndeVorschläge anzuhören, ?c. n>. n>. ooo.

3) Am 22. schrieb Bern auch an Basel, um dasselbe zur Abordnung einer Botschaft zu vermögen, undum eine möglichst gleichförmige Einwirkung auf Zürich vorzubereiten, legte es einen bezüglichen Nathschlag bei,— dessen Inhalt aber nicht näher bezeichnet ist. — (S. N. 4.) w. ib. s°i.

4) Bern schlug vor, dem Hauptmann einen Eid zu geben, den die IV Orte gemeinsam aufsetzen würden,und den er ihnen, wie auch den Gottcshanslcnten, als nun freien Leuten, zn schwören hätte, daß er sie nämlichbei dem göttlichen Wort und dem Landfrieden bleiben lassen und handhaben, auch gutes Gericht und Rechthalten wolle :c. Damit könnten sich Zürich und Lnccrn begnügen. Wenn indeß freundliches Bitten fruchtloswäre, so erbietet sich Bern, den Pflichten der Bünde und Burgrechte treulich nachzukommen.

St. A. Bern: Jnstruct. v. 37 b.

5) Am 1. Februar (Vigilia Pnrificationis Mariä) stellten die Botschaften von Bern und Basel an kleineund große Näthe von Zürich das allerernstlichste Ansuchen, dem Streit mit Lucern, wegen Besetzung der Haupt-mannschaft, durch Annahme des von Bern aufgesetzten Vcrgleichsvorschlagcs ein Ende zn machen. Es wurdeaber derselbe gänzlich abgewiesen, mit Erzählung des ganzen Verlaufs dieser Dinge. (Originalhandschrift ausder Zürcher Canzlci, 6 Seiten Folio).

«. A. Basel! Abscheidschristen. — St. A. Bern! Mg. Absch. r>v. 37-«3. — St. A. Zürich! A. Abtei St. Gallen.