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Januar 1531.
der oberkait erfordern, ob sich jetzo oder künftiklich zuotragcn oder begeben nmrd, daß jemand uns oder nnscrundcrthonen mit gwnlt oder der that von dem wort gotts und erkannter warhait zuo tringen (welches dann dergüctig barmherzig gott gnädiglich verhüetcn, und wir uns ouch zuo nicmands versehen wellen) und also widernmbzuo den abgcthoncn und veränderten mißbriichcn zuo nötigen underston, solichs alles müglichs schßscs) zuo ver-hüetcn, damit dann solicher gwalt abgewendt und das verderben baidcr lyb und seel unser und unser undcrthonenvcrhüct werden mög, so haben wir goit dem allmächtigen zuo lob, zuo mererm gedrchen und ufwachsung gött-licher frycr lere, zuo crwcckung und fürdcrung aines christcnlichen ainhclligcn wesens und fridens, dem hl. rö-mischen Npch tütscher nation und aller erberkait, darzuo gmainen unfern fürstcnthumben, stetten und landschaftcnzuo guotcm, wolfart, ere, nutz und frommen, allain zno gegcmver und rettungswys, die ainem jeden nit allainvon menschlichen oder natürlichen, sonder ouch von geschribncn rechten zuogelassen und vergönnt ist, mit undgegen ainander ains christcnlichen und früntlichen Verstands verainigt, entschlossen, denselben ouch uf und ange-nommen, und thuond das gegenwürtiglich in und mit kraft dis briefs in maßen, form und gstalt wiehernach folgt.
II. 1. „Nemlich daß wir zuo allen thailen je ainer den andern getrüwlich und von herzen mainen, haltenund vor schaden warnen füllend und wellend, auch kainer des andern find und widerwärtigen öffentlich oderhaimlich mit wissen durchschlügen, fürschicben oder enthalten.
2. „Und nachdem diser verstand allain gegemver und rettungswps und gar nit darumb angesechen, daßnieniand under uns ainich krieg ansahen füll; ob sich dann begäb, daß ainicher theil under uns, wer joch derwäre, umb des wort gottcs, evangelischer leer und unscrs Hailigen gloubcns oder umb fachen willen, die ußdem wort gottcs, evangelischer leer und dem hl. glouben folgen und demselben anhängig, oder so am ander fachgegen ainem uß uns zuo ainem schyn fürgewendt wurd, da aber wir die anderen, die solicher zit nit angegriffen,ermessen möchten, daß es fürnemlich um des gottsworts willen beschcch, befccht oder vergwaltigt und überzogenwellt werden, oder bcfcchd(e)t oder überzogen wurd, und dersclb uf uns andere schlünigs und cndlichs rechtenslydcn möcht, daß dann wij' alle die andern, die in discm christcnlichen verstand begriffen, und ain jeder für sichselbst, sobald wir des von dem vergwaltigten oder sunst durch glaubliche erfarung verständigt, bcricht und innenwurden, die fach uns kainer andern gcstalt söllent anligcn lassen, dann ob unser jeder selbst angriffen, bcfecht,überzogen, und also sin selbst aigen fach wäre; daruf ouch on allen gefarlichen Verzug ain jeder sinem höchstenvermögen nach, unerwartet der andern, den befechtcn oder vergwaltigten helfen retten und entschütten, luft undplatz machen, wie dann jeder zit nach gelegenheit des Handels durch uns die übrigen am füeglichsten und frncht-barlichsten für guot und dienstlich angesechen, und unser jeden christenliche lieb und trüw, ouch sin aigen gwissenund selbst wolfart dahin nusten wirt, und also den Handel ainandern getrüwlich helfen füeren, sich ouch kain tailon der andern wissen und willen in ainich richtung, vertrag oder anstand lassen oder begeben.
3. „Es soll ouch diser unser christenlichcr verstand kais. Mt., unscrm allcrgnädigstcn Herren, oder kaincinstand des hl. römischen Rychs oder sunst jcmands zuowider, sonder allain zuo crhaltung christenlichcr warhaitund frides im hl. Nych und tütscher nation und zuo entschüttung unbillichs gwalts für uns, unser underthonenund verwandten allain in gegemver und rettungswys fürgenommen, da unser jeder wie obberücrt recht gebenund nemen mag, und nit änderst gemaint werden.
4. „So ouch jemands wyter in disen unfern christenlichen verstand ze kummen begerte, und vormalsnit darin begriffen, der das hl. Evangelion angenommen, der soll mit unser aller wissen und willen darin ufund angenommen werden.
5. „Und soll diser christenlichcr verstand uf Hütt dato ansahen und sechs jnr die nächsten nach ainanderfolgend wären und von uns sammcntlich und jedem in sonderhait getrüwlich, ufrichtig, redlich und on allesgeferd vollzogen und gehalten werden.
6. „Und ob fach wäre, daß man mit jemands also von wegen des göttlichen worts und Ursachen daruSfließend zuo kriegen kummen, und der von usgang gemclter sechs jarcn ganz nit zuo end bracht wurd, so solldoch nicht best weniger der von allen thailen, unangesehc» daß die bestimpten jar ganz verlosten, und diser