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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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Januar 1531.

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457.

Freiburg. 1531, 25. Januar.

Kantoiiöarchiv Frciburg: Rathsbuch Nr. «s.

1- Die Votschaft der Princcssin (von Oranien) und des Parlaments zn Dole zeigt in langem Vortragan, was dem Land begegne, nämlich der Abgang des Prinzen und der Frau Margarethe von Flandern, dieÜwße Theurung, die Gefahr von Seiten des Herzogs von Wnrtcmberg :c., und erinnert an die Erbeinung.

Es wird ihr freundlich gedankt, über den Hinschied der genannten Personen treues Beileid bezeugt und^ Zusage erthcilt, die Erbeinung redlich zu halten. — Vgl. Nr. 454, a.

Eine ähnliche Verhandlung hatte am 21. Januar in Solothurn stattgefunden.

45«.

Bern. 1531, 25. Januar.

Staatsarchiv Bcr,, - Rathsbnch Nr. sss, p. I4S, wo.

„Ein Pott von Co stanz erschinen und in gheimd anbracht, wie ctlich tntsch stctt und surften einen christ-lichen verstand beredt; begert inen (darzuo) ze verwilligen; berednng verläsen."

Wir geben zunächst die Antwort Berns und lassen dann den Text des Entwurfes zum „schmalkaldischcnBündniß" folgen:

1) 1531, 27. Januar. Bern an Constanz. „Den fürtrag, so üwer ersam potschaft uns in gehcimderöffnet, haben wir wol verstanden. Dwyl wir nun darus merken mögend das, so ir mit andern Ständen undStetten des Nichs einen christenlichen brücderlichen verstand zc machen, alles zuo ufnung göttlicher eer und fürd-r'ung, onch erhaltung sins heiligen worts dienlich und erschießlich sin sölle, können wir üch deß nit vorsin,sonders lassen beschechen, daß ir sölick)cn verstand bezüchcn mögind, soferr es uns und dem burgrechten, so wirmit üch Hand, unvcrgriffenlich und unnachteilig spe. Wir haltend üch ouch der wysheit und tapferkeit, daß irobernenipt burgrecht an uns getrüwlich halten werdind, ivie wir hinwidcrumb gegen üch ze thuond ganz gesinnet,ouch unvcrrucktcn willens und fürneinens sind. Wir wellend üch ouch nit verhalten haben, wo es üch glich wieuns gemeint und gelegen sin wöllt, uns mit und gegen einander» in (ein) bcstäntlicher(e) fründschaft und Ver-einigung ze begeben und zesamcn ze trettcn, daß an uns gar nützit erwinden soll" . . .

St. A. Ben,! T-utsch Miss. 8. 304. — K. A. Basel: Abscheidschrift-» (Zürcher Copie; dabei liegt ein Entwurf des schmalkaldischen Bundes).

2) I. „Wir N. und N. ?c. bekennen hieran und thuond kund allcrmenklichcm, nachdem sich die löufdiser zit hin und wider glich sorglich, geschwind und vorab dcrgstalt erzaigent, zuotragent und anschickeut, alsob mmi begcrte diejenigen, so das hell klar rnin und unvermakelt wort gotts in Iren fürstenthumben, stellen,landen und gebieten durch gnad und verlyhen des Allmächtigen predigen und verkündigen lasse», dardurch allerlaimißbrüch abgestellt und verändert, mit gwnlt und der that von solichcm ireni christenlichen vorhaben zuo tringen,und aber je ainer jeden christenlichen oberkait schuldig ampt ist, nit allain irc» underthoncn das hnilig wortgottes verkünden zuo lassen, sonder ouch mit allem flyß, ernst und vermügen davor zuo sin, daß st) von demwort gottes nicht gezwungen oder abfellig gemacht werden, so will unser höchste notdurft und schuldig ampt