Januar 1531.
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selbe verharrt nun aber bei dem ersten Vorschlage, weil ja gegenwärtig eine Fehde gegen Wiirtenibcrg im^ange sei, oder begehrt, daß der von Schellenbcrg das Haus um einen anständigen Preis zu kaufen gebe,(9-) worauf des letztem Anwälte entgegnen, es sei ihnen nicht möglich, auf weitere Znmuthnngen einzugehen;den Antrag auf Verkauf des Schlosses hätten sie nicht erwartet; auch wären sie gar nicht bevollmächtigt,darüber zu verhandeln; vielmehr begehren sie, daß die Gegenpartei mit dem Recht angehalten werde, das Hansohne alle Conditionen von Händen zu geben; dann würde der von Schellenberg mit allem möglichen Flcißethun, was dem Herzog Ulrich lieb und gefällig sein könnte. 1V. Da keine Partei weiter gehen will, unddor Fuchssteincr sich weigert, das Haus in solcher Weise zu verlassen, hingegen demjenigen nachzukommendersprjcht, was die drei Städte ihn heißen werden, so hat man diesmal den Handel mit dem Rothe beschlossen,daß Junker Hans von Schellenbcrg sich „eines Guten" bedenken und die Zeitumstände betrachten wolle; nntcr-dosscn werde man diese ganze Verhandlung an die Obern bringen, und was diese erkennen, sollen die Voten,^ ans nächsten Freitag (27. Januar) wieder zu Stein erscheinen werden, anzeigen und dann abermals nach'hm» Vermögen zum treulichsten darin handeln.
Das Original trägt keine Ueberschrift; das Datum gibt der Schluß. — Gesandte von Zürich warenJohannes Schweizer und Ulrich Funk; die andern nicht bekannt. Die Verhandlungen begannen laut vorliegenderMissivcn schon an? 21. Januar. Das Weitere fehlt oder kann hier nicht berücksichtigt werden; deßhalb ist nochouf Nr. 463 n hinzuweisen.
456.
Lucern. 1581, 24. Januar (Dienstag vor St. Paulus Bekehrung Tag).
Staatsarchiv Luceri» - Allgem. Abschiede i. s. k. soo.
Tag der V Orte.
A>» Heimzubringen, wie der Schreiber von Hasle und sein Geselle einige Briefe gefordert, gedroht undbeschimpft und die V Orte lange Zeit in Kosten gebracht haben. Mai? soll auf Mittel siuueu, ihrer iu guter^°r?n los zu werden. Es ist ihnen übrigens gerathen worden, mit niemand etwas anzufangen als mit Recht.
iinterwaldcn legt einen Brief von Bern vor, wegen Bezahlung der 1500 Kronen, bittet um Rath undwünscht, daß die übrigen Orte an seiner Statt antworten möchten. Es wird Untcrwaldeu gerathen, an Berns^bst in freundschaftlichem Tone zu schreiben, indem eine Verwendung der andern Orte nicht nöthig erscheine;vielleicht könnte indessen das Geld erlegt werden. «. Auf das Schreiben des Herzogs von Mailand, dessenBestie dem Abschied beigelegt wird, ist bcrathschlagt und erkannt, daß ihn? gegenwärtig keinerlei Geleit, oderAnknüpfung von Unterhandlungen nöthig sei; man soll ihm aber schreiben, er möge sein Begehren und Ansinnenschriftlich verfassen und den V Orten auf einen folgenden Tag zusenden, wie man ihn? schon zum.zweiten Malbeschrieben hat. «I. Auf den Autrag, mau sollte nach Glarus schreiben, um zu erfahren, ob dessen Bote, der^'ckelmcister, nach ausdrücklichen? Befehl seiner Obern oder aus eigenen? Willen so gehandelt, daß er auf dein^r>gc zu Baden mit den Zürcher?? gehalten und sich dagegei? voi? alle?? andern Eidgenossen gesöndert habe, wird^'schlösse??, die Sache einstweilen auf sich beruhen zu lassen, da solches jetzt weder nöthig noch Vortheilhaftscheint. i. Der Kaufmann von Schawatz bringt den Handel mit Uri vor, erklärt sich willig, den Spruch