Januar 1531.
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gotshuses güeter znogestellt, für sich sclbs, on unser und des houptmaus wissen, dicwyl kein mancn, warnennoch tröuwen an inen beschießen wellen, ufbrochen Wid sy undcrstanden gehorsam ze machen, und nemlich dasze thuon, das sy dem gotshus von alter här schuldig sind, darvon weder wir noch unser honptman nützit gewißt,sy das ouch nit geheißen, sunder so erst der honptman das erfarcn und solichs nns in yl zuogeschriben, habenwir ilcnts unser rntsbotschaft by tag und nacht abgefergget, das best zum Handel ze reden und den b. lütenzum'besten ze scheiden, die aber vor und ee nnser botschaft die cnd erlangen mögen, schon mit einander güetlichgericht und vertragen gewesen, und niemand weder an lyb noch guot geschädigt oder dis oder jens ze gloubengedrängt, sunders des gloubcns und was dasselb bcrüeren mag, mit keinem wort nie gedacht worden; deßhalbunser Eidgnossen von den fiinf Orten sölichcn anzug glych wie ouch das ander alles wol erspart hellend.
32. „Uß solichcm, vermeinen wir (lieben Eidgnossen), habe sich nun gnuogsam erfunden, wer bißharbin piinden, bin: landsfridcn und dem meeren beliben sygc, wer dem andern meer oder minder gehalten, undob st) solichs klagens und verunglimpfens fnog oder nit gchept; wir achtend aber, daß ein jctlich fromm Eidtgnoß,so er die Verachtungen, frästen ingriff und nachteilig nfsätz, so uns bißhar wider die pünd und den landsfridcn,Zuo Nachteil, Verhinderung und abbruch göttlichs gcfallens und gemeiner gcrechtigkeit vilfaltiklich begegnet, imgrund ermässen, er wol erkennen und billich sprechen werd, daß uns klagens vil nöter dann inen gewissen^).
33. „Und langet daruf an üch, nnser lieb Eidgnossen sampt und sunders, bcsundcr ouch und zuovordcrist(an) alle die, so uns mit cristenlichcr burgerschaft verwandt sind, unser gar trnngcnlich hochgeflissen ernstlichbitt und bcger, ir wellcnt bedenken, in was mücg und arbeit wir gestanden, ee wir gcmeltcn landsfridcn erlangenund unsere frommen underthancn by göttlichem wort frygen mögen; wo mir nns ouch diser cristenlichen fachenhalb und was daruß gefolget, in recht begeben und dem meeren deren, die solichcm unserem glouben und für-nemcn zun: höchsten ufsätzig, gelcben söltcn :c., daß nnser ding bald zuo nichten gericht und wir von: landsfridcn,ouch aller erlangter fryheit gar schier entsetzt wnrdint, und üch mit solichem unnötigem nichtigen: klagen wideruns zuo Ungunst ald Widerwillen nit bewegen, Hetzen noch reizen lassen, ouch solichcm nichtigem unbegründtemfürgcben und verunglimpfen keinen gestand noch glouben geben, sunder hicmit allen nnglimpf abgeleint und unsby üch und den üwcrn günstiklich und zun: höchsten entschuldigt haben, mit ganz trungenlichcr vermanung, soje etwas unfründtlichs oder thätlichs hierüber wider uns fürgenomcn werden soll (dcß wir uns doch keins wegsverscchend), dem selben lnt üwer und nnser geschwornen pündtcn und cristenlichen bnrgrechtcn, und wie ir dasschuldig sind, vorzesin, uns vor gcwalt ze schirmen und stmst hierin so handlich und trostlich byständig, darobund daran ze sin, daß wir by göttlichem wort, den: landsfridcn und gemeiner gcrechtigkeit geschirmpt und ge-handhabet und solichcr anfechtnngen gcrüewigt werden mögent; dcrglychen gegen üch ze thuon wir uns allwegganz früntlich crbotten und stmst solichs in guoter liebe, trnw und cristenlichcr früntschaft umb üch allzyt guot-willig haben wellen zuo befchuldcn."
St. A. Zürich: A. II. Capp. Krieg. — St. A. Berit! Absch. L0. tIZ—t30 (verseht). — K. Bibl. Freibmg: Girard. Smttinl. T. XV.
K. A. Freibilig: Absch. Bd. 10, f. 9—17 (Fruiburger Copie). — K. A. Solothilrn: Absch. Bd. 18. — K. A. Basel: Abschiede.
Das Original ist ein Folioheft von 12 Blättern, die Schrift durchweg äußerst sauber. Correcturen oderZusätze sind nur an wenigen Stellen angebracht. Auch andere Exemplare sind sorgfältig ausgefertigt.
Zu v. 1531, 2. Januar. Straßburg an die Boten gemeiner Eidgenossen und der Burgerstädte inBaden. Sie vernehmen von etlichen Bürgern, die von Rothweil nach Straßbnrg gekommen, daß die Eid-genossen ihrer und deren Mitverwandten wegen eine gütliche Unterhandlung mit Rothweil vorgenommen habensollen; wenn dem also wäre, so bitte man sie dienstwillig und freundlich, sich die ersten: (die „unser::") auchtreulich befohlen sein zu lassen und dafür zu wirken, daß dieselben nicht derart wider ihr rechtmäßiges undbilliges Begehren thätlich des Ihren entsetzt und wenigstens nicht weiter bestraft würden, sondern freien sichernZugang erhielten und das Ihrige wieder erlangen könnten. St. A. Zürich: A. ii. Capp. Krieg (P -rgam -nt).
*) Hier folgt ein längerer Absatz, der verschiedene oben ausgeführte Motive recapitnlirt, aber gestrichen ist.