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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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December 1630.

sie (die übrigen Orte) jetzt bezeugt und protcstirt haben, daß sie daran keine Schuld tragen; alles mit langenWorten. 3. Hierauf habe man ihnen den (obcrwähntcn) Brief, den die Basler gehabt, in deutsch und wälschvorgelegt und sich zum besten verantwortet; darüber haben sie sich dann mächtig beklagt, weil der Brief in Baselgefunden worden, ehe der Bote (von Savoycn) zu ihnen (?) gekommen, und unter Anderem enthalte, daß manzu Baden mit andern Eidgenossen weiter darüber rathschlagcn wolle, wahrend ihnen hicvon gar nichts angezeigtworden, woraus sie ermessen können, wie viel Treue und Liebe man gegen einander habe. Zuletzt habe manden Boten vorgeladen undnach aller Tapferkeit" mit ihm geredet, der sich aber mit allerlei Geschäften, die seinHerr in der Eidgenossenschaft habe, zu verantworten gesucht. Darauf habe man die Sache denen von Bernund Frciburg angezeigt, die sich über die Befehle der vier Städte sehr beschwert und ihr Bedauern geäußerthaben, daß man den Handel verhindern wolle; denn der Inhalt jenes Briefes habe wenig zu bedeuten, indemman auf den Boten nicht viel gebe ?c., und wenn auch so viel daran wäre, daß derselbe wirklich etwasver-heißen" hätte, so trauen sie doch den Eidgenossen zu, daß dieselben nur handeln würden, was der Ehrbarkeitzustünde, weßhalb sie ernstlich bitten, die Sache nicht hinauszuziehen, sondern ihr einen endlichen Austrag zugeben. Darum haben die Bote» von Bern und Frciburg heiingeschricbcu, die vier Städte freundlich zu bitten,daß sie weitere Befehle geben möchten; dabei haben sie deren Gesandte ernstlich gebeten, hier zu bleiben undinzwischen gütlich zu handeln. Wiewohl es den Boten lieber wäre, nicht in diesen Handel gcrathen zu sein,von den Parteien aber angezeigt werde, Haß nichts Gutes folgen dürfte, wenn der Streit jetzt nicht erledigt,und dann wohl Zürich ein Thcil der Schuld zugemessen würde, so bitten sie ernstlich um genügenden Bericht,was die Obern zu thun gedenken, und da der Bote von Savoyen denselben auch schreiben werde, so rathe man(wir) ihnen, keinen Entschluß zu fassen, ehe sie das angedeutete Schreiben von Bern empfangen hätten.

St. A. Zürich: A. Genf.

5) 1530, 5. December. Bern an seine Boten in Pcterlingen.Wir Hand hüttigcn morgens üwerschriben, gcster der vj. stund nachts an uns usgangen, empfangen und alles inhalts sampt k. Mt. potten abscheids(?) ingelegtcr copy, ouch keiserl. Mt. sandbrief an unser Mitbürger von Jens gelanget, deßglichen ir antwurt(in) abschrift verstanden und wol vermerkt, daß kcis. Mt. bcgärt, sy gegen dem Bischosfcn irem Herren ze be-tragen und vereinbaren. Uf sölichs uns ützit zc antwurten nit will gemeint sin, sonders ist unser will, (daß) irmit unfern Mitbürgern von Jens rcdcnt, daß sy keis. Mt. antwurt zuoschriben mögent, inmaßen sy des glimpfund fuog vermeinent ze haben; dann wir uns gegen f. Durchl. von Savoy jctzmalcn nit wytcr inlassen nochvertiefen werdent, dann der verabschcidet friden . . . zuogibt. Dwyl nun (die) savoyisch(en) anwält sich begebenund bewilliget, mit den Jcnfern und uns in der fründlikeit ze handlen, und wir ouch verstand k. M. treffeulichvermaneu und bitten, in warnungswys unsers bcdunkens an üch und demnach uns gewachsen, so Hand wir unsdeß beraten und befelchent haruf üch, mit den Jcnfischen potten ze reden, daß sy alles das iueu möglich nach-lassent, damit der Handel in der früntlikeit gemacht und betragen werde, in ansechen keis., ouch k. Mt. treffeu-lich vermancn und zuosprechen, so sy gegen und von des Herzogen wegen thuond, ouch des großen merklichenWiderstands, so inen und uns, wenn es widerum zuo kriegsüebung gebracht, begegnen wurde; dann wir ebenvil obangezöugten . . abschriftcn erlernen mögent, daß unsers vcrmeincns vil wäger wäre, (daß) etlicher ge-stalt etwas nachgelassen, dann widerum zuo krieg ze kommen zc. Doch wöllcnt wir nit darvor sin, ob der Handelfrüntlichcr wys nit zuo cud gebracht möchte werden, daß alsdann rechtlicher usspruch angenommen; doch alswir in üwerm schryben verstanden, wie savoysch potten vermeint, uns die bcid stctt anzeklagcn von wegen desÜberzugs, als sy darthuond wider (die) pünd bcschechen, deßhalb mit uns erstlich sürzefaren und sich der Jenfcrnnützit ze beladen und anzenemcn, daß ir üch nit dahin bringen, sonders der Jenfern als den houpthandel für-faren lasscnt; dann es ist wol ze muoten, was zuoletst darus folgete, ouch ir uns des zugs halb zum glimpf-lichosten versprechent, daß sölicher nit muotwillen, sonders schuldiger Pflicht, unser Mitbürger vor gwalt undunrecht ze beschirmen, vergangen, als ir wyter und mit mer warten könnent, deßglichen üch dem abscheid,und nit wyter dann in die artikel, so zuo dem rechten ufgeschobcn und bestimpt, dheins wegs züchen und ab-wenden lasscnt." . . (Auftrag, weiter Bericht zu geben).

St. A. B-r»! Tmtsch Miss. 8. Sil, SIS. Rathsb. W7, I>. 202, sog.