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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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November 1530.

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435.

MlNll). 1530, 19. November (Samstag noch Othmari).

Staatsarchiv Zürich: Rathsbuch r. 45.

1- Der Amincmn von Weinfelden klagt im Namen des Landgerichts und der Zwölf im Thnrgan, das;Edlen und Gerichtsherren das christliche Mandat, das der Landvogtniiwlicher tagen" mit BewilligungZürichs im Drucke habe ausgehen lassen, nicht annehmen und beobachten wollen, indem sie vorwcudeu, es seidem jüngst abgeredeten Vertrag zuwider :c. 2. Ju Betracht des Erbietens, außer dem Mandat die OffnungenZu halten, wird dem Landvogt ernstlich geschrieben, er solle den Gemeinden und Gcrichtsherrcu den Willen-dürich^, verkünden, daß beide Theile dem Vertrag und dem Mandat nachleben, damit kein neuer Zank erweckt>oecde. aber eine Partei wirklich ernste Beschwerden dagegen, so wolle man sie weiter gegen einander

Erhören und handeln, was nach Recht und Billigkeit sich gebühre.

Hier ist der geeignete Ort für den Abdruck des erwähnten Mandates, das etwa zu Anfang Novemberausgegangen sein muß.

»Ordnung und Satzung, wie sich gemeine Landgrafschaft Thnrgöw der christenlichcn Reformation ircrHerren und Obern von Zürich mit ircm gnnst, gnaden, müssen und willen glychförmig gemachet, und durchPhilipp Brunncr, Landvogt daselbst, nßgangen."

»ICH Philip Brunner von Glnris, Landvogt in Ober und Nidern Thnrgöw, mincrgncdigen Herren der sibcn Orten, »amlich Zürich, Lnzern, Ury, Schwyz, Underwalden, Zug und Glaris, embütund wünsch allen und jeden edlen und unedlen, schnltheißcn, lmrgermeistern, amptlüten, vögten und allen andernMdersässen und ynwonern bcmelter landgrafschaft Thnrgöw, darzuo allen gläubigen, von Gott und unseremhnnmclischen vatter frid, gnnd und erkantnuß Jesu Christi, unscrs einigen Heilands. Jr geliebten im Herren,>cwyl Gott der vatter aller barmhcrzigkcit uns sin arme creatnren ganz nit unserem verdienen, sonder nachrr richtung siner güete, lnteren gnaden, init sendung und offcnbarung sines heiligen worts gncdigklich heim-gejuocht (im syc lob und dank in ewigkeit), uns damit sincn göttlichen willen, sampt der arbeitscligkeit, darinnenwir glpch ^och ^ ganze weit, und als zno besorgen, nit on verderbung der scelcn, elendigklich gfangcn

3Üu, zno erkennen geben, davon nun erwachsen, dz nur durch sin gnad ctlich mißbrüch, von dem klaren Gotteswort verworfen, in dem- »amen Jesu Christi geändert, die andren gar abgcstelt und nfgchept, damit durch guotcurdnnng unser laben (wie wir mit der gnaden Gottes alle hcrziglich begärcnd) hinfür christenlich, dein nächstenunargerlich, angerichtet werde: Hierumb so Hab ich zno Pflanzung eines christenlichcn, crbarcn, fridsamcs läbens,vorab Gott zno lob, und gemeiner landgrafschaft zno guot, diß folgend ordnung gcmnchct, welche ordnnng be-welte landgrafschaft Thnrgöw mit rat und gnnst unser gncdigen Herren von Zürich, dero reformation sy sichglychförmig gemacht, einhellig hat angenommen und die fürhin festcnklich ze halten hat sich nndcrgebcn underkennt, dem ist also.

I. »Vom Gottes wort."

1.Und diewyl erstlich und fürncmlich das rych Gottes vor allen dingen ze suochen, und sin göttlichwort die rechte wägleitnng zno discm rych, auch alles nnsers Heils sichcrheit ist, und aber mich dann warhaftigangelangt, wie etlich nit zno kleiner Verletzung der kilchcn Gottes, bcsnndcr an den ende», da töufisch gönncrund anhängcr und derselben sccten verdacht sygend, wenig oder als vil als meiner, und ctlich fast spaat, undwelich schx> langer wyl zrnn gottcswort kmnmcnd, hie usscn nndcr den thürcn und uff den kilchhöfen stauoder wol als bald nndcr der predig andere Üppigkeit ußzerichtcn, in wirtshüsern und an anderen orten sitzen

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