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Nodember 1530.
blybend; zuo dem ctlich under denen das gottswort und die verkünder desselben vcrlachind und schmächlich anziehend, da gebüt ich, in namen obgenantcr miner Herren, daß sich menklich, der syge edel oder unedel, Hotsoder nider(s) stands, wyb und man, kind und gsind, wie die in gcmelter landlgrafschaft Thurgöw gesässcn unkwonhaft sind, nieman nßgcscheiden, welichcr nit durch krankheit oder ander cehaft redlich tapfer Ursachen, daraieins jeden gcmcind kommen, sich entschuldigen mag, beflysse zum wenigesten all Sonntag by gnotcr zyt zur kilcherund zur predig ze gan, also daß ein jeder, wenn man das dritt zeichen oder zuosnmen gelötet hat, gehorsamkliHda erschync und sich nicmant mit einicherley gcsärdcn ußzezichcn oder zc hinderhalten undcrstande.
2. „Ich will ouch nit, daß jcinant, jung oder alt, uff den kilchhöfen oder under den thüren ston, nach,vor oder under der predig uff den stnbcn in wyn oder wirtshüsern noch andern winkten (wie dann etlicher brucsist) sitzen blybe, snndcr jedcrman hinyn in die kilchcn gange, das göttlich wort mit allem ernst und züchten,wie erbar» christen gebürt, tngcntlich höre und da biß zuo end blybe, sich ouch des ends niemants absünderlnoch on cehaft tapfer Ursachen (wie obstat), vor und ec das gotswort vollendet und aller dingen in der kilchcnnß ist, mit gefärden ußtrettcn oder sich abschweifig machen, dcß ouch ein jeder, ob er cehaft Ursachen Hab odernit, dem pfarrer oder predicanten und den eltcrn (in) allen orten, so darzuo erließt, in namen der gcmeind, wclichcin deß zuo ersnochen macht habend, allzyt williklich rechcnschaft und Kescheid ze geben schuldig sin soll
3> „Und so dann nach christenlicher ordnung der predicant und verkünder göttlichs worts die lasier zno strafenund uns den willen gottes anzezeigen billich fry sin sol, so gebüt ich zum ernstlichesten, daß niemants das gotswortund die vcrkündigcr dessclbigen verachten, vcrmupfcn, verspotten, noch sy zuo schcnzlen, anzeziehen, ze stumpfieren, inWorten zuo bcgryfcn oder fräfler verächtlicher wyß, on not, in ir red und predig ze fallen und inen zuo wider-sprechen oder sy an offener canzel ze bolderen oder zuo rechtfertigen underston; sonder so jemants etwas mangelsoder fälcr an vcrkündtem wort haben, der selb den predicanten nach hinwärts zuo gelegnen geschickten zyten undorten, und nit in ürtincn bym myn, darumb tngcntlich besprechen und mit aller sanftmüctigkeit bericht von imerfordern und nemcn sol, der Hoffnung, niemants so unverschampt sin, etwas ußzegießen, das mit göttlicherheiliger geschrift nit erhalten werde» mög.
4. „Dann welichcr sich also gefarlicher wyß wider diß erbar gebott setzen und zum mindsten am andernSonntag by der gmeind zuo kilchcn nit gesehen, snnder in abgehörten stucken, eim oder mer, ungehorsam fanden,und sich nach einer und der anderen Warnung, so im der pfarrer zuosampt den eltcrn und darzuo verordnetenin namen der kilchcn zuovor tuon söllend, nit besseren und der gcmeind in kilchcn und christenlichen satzungcnglychförmig machen wurde;
„Dicwyl sich dann der oder die selben in christlichen fachen, die scel und conscicnz belangend, von einergmeind abziehend, billich onch von derselben in nicssung anderer gemeinschaftcn zytlichcr dingen abgcsündcrt sin,so sol der lütpriester oder pfarrer sölich ungehorsam, nngotsförchtig, widerspennig, ergerlich lüt zuo gchorsamkeitund discin zuo geläben anzchalten, erstlich den ungehorsamen der erberkcit, und ob die sinnig oder nachlässig,dannethin der gcmeind daselbst anzeigen; die söllend dann den oder die selben ungehorsamen, nach über-sähen der Warnungen, von und uß irer gmeind und gsellschaft, ouch vom gebruch wunn, weid, Holzes, fälds undaller anderer gemeiner Nutzung und gerechtigkeiten »sschließcn, absündern, inen söliche Nutzungen, gwärb und bcgan-gcnschaft verbieten und keinerlei gmcinschaft daran lassen noch gestatten und so lang beharren, biß sy sich zuochristenlicher gehorsame ergebend, und daran niemants verschonen »och sürheben.
5. „Wo aber die selben onch sinnig und villicht etwas sürheben, durch dsinger sehen und eim nit wiedem andern richten, oder so ctwar so hartnäckig, daß er dise absündernng verachten, die nit halten oder villichtetwas mcrklichs zyts getulden und sich nützit daran kcren, oder villicht so arm und arbeitselig sin wurd, daßim an diser absündernng nützit gelegen, und an wunn, weid und anderer gemeiner nießung keinen teil, undnützit daran zuo gewünnen oder zuo verlieren hctte, so sol der pfarrer, so lieb im göttliche eer und sin pfruondsyge, die anzeige» und leide», damit ich sy müsse fürer nach irem verdienen ze strafen und gehorsam ze machen.
K, „Ich wil ouch alle die jenen, so mit gefärden spaat zur kilchcn kommend, sich vor der predig füllendund in die wyn und wirtshüser setzend, uff de» kilchhöfen und under de» türm stan blybend, die verkünder des