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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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November 1530.

ihren Aufträgen gemäß gehandelt; hätten sie das Gegenthcil gethan, so wäre dies der Obrigkeit leid.Sic"haben bewilligt, die gleichen Gesandten zu schicken wie früher, sich aber geweigert, denselben endliche und voll-kommene Befehle zu geben, den Herzog wieder in seine Gerechtigkeiten zu Genf einzusetzen, indem sie vorgeben,sie könnten solche Vollmachten nicht crthcilen, ohne vorher ihre Bundesgenossen z» berathcn, damit die Befehlegleichförmig seien; es werde aber binnen acht Tagen eine Tagsatzung in Baden zusammenkommen, wo sie dieSache anbringen wollen, in der Hoffnung, daß dann der Herzog zufriedengestellt werde. . . Sie zeigen sichübrigens gutwillig, ihm gefällig zu sein. 3.Ich verstand aber das spil wol, si wcllcnt mit handle», sy habendann vor solichs beratschlagt mit Zürich und Bern, und umb der ursach willen verryt ich morges früe, imwillen den nechsten gan Zürich, die selbigen zuo bereden und mit inen zc handle», vor und cc sch ir botschaftgon Baden schicken. Gnediger Herr, ich bitt üch uffs höchst, ir wöllcnt luogcn, schaffen und üch be-werben umb sonnen krönen, dann ich hoff mit der hilf gotz, üwer Handlung, fachen und geschäft werdensich wol enden, sofcrr man halt und thnot, das ich verheiß und zuosag, das do ist ufs wenigst, somir möglich ist, und allweg uff geding, daß man üch wider insetze in posseß zuo Jens mit sampt dem gwaltund gerechtigkcit, so ir in und uff Jens haben, ander(s) nit. Gnediger Herr, alß hiehar (sia) haben wir fundendie lüt dermaßen, daß inen leid ist deS Übels und schaden, so man üch zuogefüegt hat, des genaigtcn willens,das zuo wenden; wir hoffen auch, sy allenthalben also zc finden." . . . (Uebersetzung).

3) 1530, 15. November. Bürgermeister und Rath von Basel an Bernhard Meyer, Gesandten zu Baden.Man schicke ihm hicmit die Kopie der Briefe, welche der savoyische Bote (ans Versehen) hier zurückgelassen,und die er bereits gelesen habe; er solle diese Uebersetzung den Boten von Zürich, Bern und Schaffhauscn an-zeigen, damit sie sich verständigen können; man möchte vorschlagen, den Boten zurückzuhalten und zu erfragen,mit wem er so geredet oder gehandelt, oder ob er Auftrag habe, Knechte anzuwerben und dergleichen.

St. A. Zürich: N. Savoym. K. A. Basel: Abscheidschriften.

4) 1530, (nach Mitte November?)Item der Herzog von Sasoy ryt in Ländern Harum mit dem seckel,im sclbS schidlüt ze konfen oder tcdiugSlüt, arbeiten! daruf, daß die von Bern den burgrccht brief wider hinnßze geben gewisen werdint; des wcrdent die Länder gneigt sin, darmit sy sich mögint rechen an inen, als mansy denn zuo Kapell ouch bezwungen hat, und als mich dunkcn wil, so lasscnt sy sich schon merken, die Vcrnerwerdint inen ietz umb ein rechten Pfennig. Es sol ouch vorhanden sin, daß der Kciser vermeint, sy mit rechtdarzuo zc halten, derglichen ouch mit Straßburg und Kostenz; sust welle er nüt tätlichs mit der Hand füruemcn.Zuo disem anschlag dienet ouch wol, daß die Sibentaler oder Oberländer ir botschaft gen Bern verordnet Handmit solcher Werbung, man habe mit dem Jcnser krieg (die ouch kurzer zuo Bern syeut) grosse» kosten erlitte»,möcht mitlcr zit mit Straßburg und Kostenz ouch bcschcchcn, sind als man meint ufgewiscn, dann die Ergöwerwüsscnt noch nit darvon. Sölchs alles dienet zuo nbgang und undcrtruckung unscrs christelichen burgrechtcn,begerent daß man inen Harns rati; dann das find ich, daß ctlich guotwillig werint, dein Herzogen sin puutbricfund denen von Jens ircn bnrgcrbrief zuosamcn hinus gebint ungheissen, mit vorbhaltung, wo der Herzog denenvon Jens wider billichs zuofüegen, wurdint sy si nit verlassen. Item ich wirt ouch^bericht, daß der Herzog dievon Bern vor dem.Kciser hoch verklagt hnbi." . St. A. Zürich! A. S°»o>M (Ohm Datum).

Dieses Blatt, von guter deutlicher Schrift, scheint Beilage eines Briefes gewesen zu sein. Eine etwasveränderte Nednction, von gleicher Hand, findet sich am gleichen Ort.