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October 1530.
ersucht, den Landvogt zur Erfüllung seiner Zusage zu weisen und sie hierin nicht rechtlos zu lassen, sondernan seiner Statt einen Richter zu setzen, weil das unter dem Vogte don Schwyz schon dreimal geschehen, wegenReserin von Bernangsi?), Hans Egli von Sax und der Gefangnen von Lustnau, was allemal rechtlich „erobert"und in Gegenwart Hans Escher's (von Zürich), Jacob Frci's, Vogt Stalder's von Schwyz und der Votenvon Appenzell auf dem Rathhaus zu Altstättcn in gehöriger Form, mit Verlesung der Freiheiten w. vollzogenworden. Der Vogt habe trotz den dringendsten Bitten zu sitzen verweigert und die Sache an die V Orte undAppenzell zu bringen begehrt, was aber sie, die Landleuie, „in guter Meinung, wie zu gedenken", abgeschlagenhaben. 4. Auch nach seinem Abschlag habe der Landrath ihn nochmals durch ein Schreiben, das M. Stollbesiegelt, gebeten zu kommen; darüber ungeduldig, habe er schriftlich erwidert, er müsse nicht thun, was diezwei Orte ihn heißen :c., und den Höfen bei ihrem Eide geboten, kein Recht zu halten, bis er wieder komme,da er bei den V Orten und Appenzell Rath holen wolle. Den Boten von Glarus habe er bloß als einenLäufer („Handbnben") taxirt. Als die von Altstätten ans ein Schreiben von Zürich, des Inhalts daß dieHöfe die Ankunft der beiden Orte erwarten sollten, zwei Boten zu dem Landvogt geschickt (um ihm das zumelden), habe er geredet, die von Zürich und Glarus „machend wol als vil Zerrüttung under dem Volk, alssi zuo eren brächtind :c."; „lassend wir ü. g. h. erlütren." 5. („Zum achten".) Wiewohl alle Christen durchchristliche Obrigkeiten regiert werden sollten, die zu Gottes Wort gingen, thue doch dieser Obere das nicht,indem er sich ausrede, sein Hausgesinde über Rhein zu der „gräulichen" Messe und Abgötterei gehen lasse,mit dem Paternoster am Arm, wodurch auch Andere dazu ermuntert werden. An der Kirchweihe zu Rheineck,ans St. Jacobs Tag, habe er gespottet, es gelüste ihn nicht, zur Predigt zu gehen, worauf dann Egli Meßmersich gerühmt, er sei in zwei Monaten in keiner Predigt gewesen und habe noch jetzt keine Lust. In Oberriethabe er (der Landvogt) sich weiter geäußert: „Sind handfest, ir frommen alten christen." 6. Die Boten vonZürich und Glarus haben selbst wahrgenommen, wie sich alle Widersacher des göttlichen Wortes ans den Vogtvertrösten, zu ihm laufen und nicht gestraft werden, wie sie auch zu Altstätten mit gewaltiger Hand „zuo unsgetrungen"(?), und daß Hinwider die Gutherzigen bei ihm keinen Schirm genießen. 7. „Und diewil dieartikel all von dem landvogt überträtten, Gottes wort zuowider, auch Wider den landsfriden . . . (Rekapi-tulation), achtend wir, diewil er sin zuosagen nit gehalten, mich den landsfriden unsers achtens gebrochen derbaiden Orten halb,, mich des rechtens halb abgeschlagen, daß wir kurz solcher oberkait nit wellend, dann wirdas vor unserem Gott nit länger verantwurten (könnden), iro mich kain gehorsami vor Gott schuldig, mitbeger, ü. g. h. wellind uns sölichen landvogt abnenien und ain andern, der Gottes wort günstig, dnrus regier(und) handle, glich als wol als die frommen Thurgöwer, Gottshnslüt und ander, damit wir täglicher nfruoremberend und nit wyter ingefücrt werdend; dann so wir sölichs christenlich hopt überkomend, dem ungrechtigkaitlaid sig, als wir uns mich zuo Gott kains andren versechend, wurde dann mich alle pratik, Partyg und nf-ruor (verhüet), in kriegen oder anderschwo vertruwlich gehandlet. Da schrygend wir zuo Gott, ainer frommenoberkait ir herz also ze richten ze verhelfen."
Das Datum aus der Ueberschrift von Beyel's Haud: „Lcctuin coram miuori et maiori senatu Sabb°post Simo: et Judä" w. Das Original selbst verweist in einer Bemerkung auf die zwei folgenden Schreiben,von dem Datum dieser Verhandlung.
1) An Nidwalden: Ausführung der Klagen der Rhcinthaler. . . 1. „Ist deßhalb an üch, unser liebEidgnossen, unser ganz ernstflißigs bitt, ir wellen umb der billicheit, ouch meren rnowen und fridens willen,zuodem uns nit zwifelt, ir fast ungern hettind, daß man von üch ußgebcn, daß ir biderb lüt und die üwernrechtlos lassen sölten, mit gemeldtem landvogt ernstlich verschaffen, von sinem widerwärtigen fürnemcn ze ston