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October 1539.
19. „Ouch soll (man?) nimm Herren beiden Stetten sampt denen von Solothurn ir kosten, vilfaltig bis-har und sonderlich mit diserm ufbrnch und zug ersetzen; dafür fordrcn sy rl'" krönen, Hand die schidlüt gemalt(Zusatz des Freibnrger Stadtschreibers: „daß sy das best thüegen")-
11. „Belangend die rviij banditen, so im abschcid von Bern vergriffen, sollen dieselben usscrthalb derStatt und die marchen (züchen?), aber ire gncter inncrthalb dcro zilen denen von Jens verfallen sin.
12. „Die andern banditen, so (denen!) die Statt erlaubt, doch welcher inhin will, jeder anderthalb hundertkrönen geben, l bis Wicnnchtcn, die andern in jarsfrist; mcliche das anncmen, sollcnds hiezwüschen Wienachtenthuon und inen (dann) ire gtteter gelangen; wo das nit, dieselben so inncrthalb den zilen dero von Jens, sollenddenen von Jens verfallen sin, darmit ze handle» nach ircm gefallen.
13. „Welche ouch also inhin gand, sollen inen schweren, sich eerlich an(c) cinich pratik zc tragen, allesdas einem frommen burger (zymt?) und ir aller nutz und ecr ist, ze tuond; wo sy das nit täten, und daswarlich erfunden, werden dieselben an lib und guot gestraft.
14. „Der Herzog soll verschaffen, daß sy, die rviij banditen, alles rechtigcn abstnndent, so sy wider diestatt Jens vor Händen, und sy rüewig lassen, ouch inen oder andern, so nit inhin gicngcn, dhcin rat, hilf »ochbystand bewysen.
15. „Der Herzog soll in allen sincn landen lan rücfcn, daß der span und alle misshell, so sich zwüschcnim und denen von Jeus bis diser zyt vcrloufen, gefridet und gänzlich abgericht, dcßhalb svlichs niemen nnziechcn,mit. befelch daß die von Jens in sincn landen »nd gebieten fry sicher werben, handle» und wandle».
16. „Deßglichcn (sie) ruof des fridens söllcn die von Jens ouch thuon.
17. „Onch bcder syt fürhin fridsam, still und tugenlich mit einander, der Herzog und die sincn denen vonJens und allen den ircn mit dheinem Widerwillen noch gemalt begegnen oder jemand der sinen, daß inen sölicherübertrang (und) Überfall bescheche, vertragen, vil mer als ein fürst und Herr sins lands dapfcr, streng und ufrcchtdarob halten und derglichen vcrsechcn und des rechten beullegen, und ob sich begeben, daß sich etwas widcrdricßund Uneinigkeit, welichcr gestnlt das geschechcn, entstan möchte, so soll der theil, hinder dem sölichs bcschäche,dem klagenden, und sonderlich der Herzog den Jcnfern nach lut des ersten artikels in zilen und tagen, wiegemeldet, guot kurz fürderlich recht halten, die schuldigen ze strafen und sich bcidersit harin halten, daß manverstau und merken, daß bed theil begercnt in süen und fründschaft mit einander ze leben. Wo das nit beschächc,und fürer klcgt käme, wellend die bed Stett das eigentlich erkunden, dem teil so kurz und verlengt (?) recht»it gehalten, das übel ungestraft gelassen Hand, abzüchen »nd der andern zuostan, sy by iren guoten rechten zuohandhaben, und sonderlich, wenn es durch den Herzogen beschuldct, das underpfand die Wad, ir fry ingcsctztunderpfande anzegrifen, zuo iren Händen ze bezüchcn und inzcncmen nach irem gfallen ze handle», als im erstenartikel begriffen und angezeigt.
18. „Weliche party diß nit anncinen oder angenommen nit halten, mag man unter lütrung thuon nachgelegenheit der fach, daß es erster vcrpenigun(g) (gc)mäß und lidlich syc." Actum w.
K. Bibl. Freibuvg: Gir. Samml. T. V.
Sodann sind zur Ergänzung noch einige andere beizuziehen:
2) 1530, 13. October. Bern an Genf. Es möge die jetzige Lage bedenken und die Folgen betrachten,die ein längerer Kriegszustand haben könnte; wenn also der Herzog den Frieden annehme, so möge es sich nichtwidersetzen, sondern sich mit Billigem begnügen, damit es größerer Lasten und Gefahren entledigt werde.
St. Ben,: Welsch Miss. 17S».
3) 1530, 14. October. Bern ins Lager. Die Eidgenossen von Petcrlingcn haben geschrieben, wie siebesorgen, daß der Herzog oder die benachbarten Edclleute sie um die Thciluahme an dem Feldzug anfechtenoder ihnen Vorwürfe machen würden, wcßhalb sie bitten, in den Frieden eingeschlossen zu werden. Man befehledaher, sie bei der Unterhandlung sicherzustellen und dem Frieden dergestalt einzuverleiben, daß weder sie nochihre Nachkommen wegen des jetzigen Zuzugs mit Worten oder Werken angetastet werden.
Sl. A. Bern: T-utsch Miss. 8. 76S.