October 1530.
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4) 1530, 15. October, 6 Uhr Nachm. Bern ins Lager. Antwort auf den Bericht uom 14. d.1. Man verwundere sich darüber, daß ungeachtet des „Auslands" das Schloß Gaillnrd angezündet worden,während die Mittler an einem Frieden arbeiten, und könnte es dem Herzog wahrlich nicht verargen, wenn ersolchen Frevels und Mnthwillens wegen keinen Vergleich annähme, sondern einen größeren Krieg anfinge;darum begehre man, daß die Schuldigen erfragt und jede weitere Schädigung verhütet werde, und obwohl dieGenfer das Heer ungern haben, wolle man es doch nicht auf savcnsischen Boden weichen lassen. 2. In Betreffder Friedcnsbedingungen bleibe man bei dem letzten Schreiben und gebe in der Kostenfrage hiemit nochmalsvolle Gewalt; die unbilligen Zumuthungcn der Genfer sollen abgewiesen und ihnen frei heraus gesagt werden,daß man solcher Ansprüche wegen nicht kriegen wolle. Die Artikel, die in Verhandlung kommen, begehre manschriftlich zu empfangen; zur Beschleunigung (des Entscheids) lege man die Verhandlungen in Peterlingen(1529?) bei. 3. (Nachrichten betreffend den inzwischen verhafteten Uoli Schreiber von Brienz; Vergehungenim I. 1528). 4. Mittheilung einer Nachricht aus Zürich. St. A. B-r»: Teuts-h Miss. s. ?so—??s.
5) 1530, 16. October, Bern. „Die von Gryers (haben) minen Herren danket, daß die iren (weder) si)noch iren grasen geschädiget, mit bcger, fürer darvor ze sin. . . Wiewol der graf nit anheimsch, sye er dochnit an orten, da er wider min Herren handle, dann er mit fründschaft und bnrgrechten minen Herren verwandt;(bitten) ine für entschuldiget haben; dann er von siner gschäften wegen ze handlen habe, und besonder berüerendsin huSfrowen und einen galgen, der im in siner Herrschaft ufgcricht ec. Glyche Meinung Hand die von Sauenpettcn." Ins Feld zu schreiben. RathsbuH ss?,
6) 1530, 17. October. Bern an die Hauptlente im Feld. 1. Antwort auf ihr Schreiben vom 15. d.und die beigelegten Artikel. Man lasse sich dieselben gefallen; wollte der Herzog sie nicht annehmen, so wüßtendie Hauptleute wohl, ivas zu thun wäre, damit Genf gesichert, der täglich auslaufende unsägliche Kosten gemindertund der Jammer der armen Leute aufs bäldeste gestillt würde. Dabei wolle man sie nochmals dringlich ermahnthaben, im Beschluß des Friedens das Gotteswort nicht zu vergessen. Dem Herzog und seinen Anwälten wärevorzustellen, er sollte sich die gesprochene Kostensumme nicht reuen lassen, da er sie wohl an den schuldigenEdelleuten finden könnte, die ihn und uns, wie er vorgebe und man (zum Theil) glaube, in diesen Krieg ver-wickelt haben; wäre er derselben nicht mächtig, so würde man auf sein Begehren ihm dazu behülflich sein.Man schreibe auch an die Genfer, sie sollen sich mit der Billigkeit begnügen; das sollen auch die Hauptleutefordern und allfällig ohne sie handeln. 2. Georges de Riva verdanke schriftlich, daß sein Haus zu Pranginsverschont worden; man befehle nun ans seine Bitte, es auf dem Rückweg vor Schaden zu schirmen, da es dochfür Bern (immer) offen sei. St. A. B-m: T->asch Miss. s. ??5, 7?s.
7) 1530, 17. October. Bern an Genf. Wiederholung des kürzlich gestellten Begehrens, mit Hinweisungauf die Vollmachten der im Lager versammelten (Hauptleute und Boten). W-lsch Miss. ^r. ivoi,.
8) 1530, 17. October, Fr ei bürg. Die von Genf geschickten Artikel werden verhört und darauf Ant-wort geschrieben.
9) 1530, 17. October, ebendort. Eine Botschaft von Greyers und Saanen dankt dafür, daß die Güter ihresHerrn verschont worden, und entschuldigt ihn des gensischcn Krieges halb, von dem er nichts gewußt habe;sie empfehlen seine Güter zu ferncrem Schutz. — In das Feld zu schreiben, daß man ihn und die von Vivivnicht schädigen solle, -c. "a.hsbuch
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