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Actenmäßige Geschichte der Waldensersiedlung Mörfelden-Gundhof
Entstehung
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den Hof weiterhin zu bebauen, wenn sie eine geeignetePersönlichkeit finden würden, welche für sie die Leihe überden Gundhof übernehmen wollte. Diese Persönlichkeit, dieauch das Geld zum Kirchenbau vorstrecken sollte, fanden siein einemhochadeligen Herrn", dem Regierungsrath vonKamitzky, auf Verwenden des holländischen GesandtenValkenier,der auch in dieser Sache dem Landgrafen berichtet. MitUnterstützung dieses edelen Herrn erklären sich die Waldenseram 8. Mai 1707 völlig in der Lage, das Feld bebauen zu können.

Die Schrift ist unterzeichnet: Jean Coutandin, maire,Jean Ponsat, echevin, Abrah. Revior, ancien, Jean Berger,echevin, Anthoine Bonin, ancien.

WasHolz, Wayde und Polizey" anbelangt, so wollteman die Waldenser, nachdem der Gundhof einmal wiederverpachtet war, der Gemeinde Mörfelden einverleiben; jedeFamilie sollte 30 Morgen Landes angewiesen erhalten; ihreHäuser könnten sie entweder in dem Ort oder ausserhalb des-selben erbauen. Das erstere wird gewünscht, damit derohnehin nicht bedeutende Ort sich heben könnte. Doch dieBewohner von Mörfelden verwahren sich entschieden gegendie Aufnahme der Fremden in ihr Gemeinwesen; sie sagenin einer Eingabe vom 12. Juli 1701 schon, diese wären ganzanders wie sie selbst, einsingulares Volk", welches sie inihrer Gemeinde nicht haben wollten. Diese Widerspenstigkeitwird indessen am 15. August 1701 von seiten der Regierungscharf gerügt.

Am 18. Mai desselben Jahres richten die 14 Familiendurch ihren Geistlichen eine Denkschrift an den Landesfürsten,worin sie der Hoffnung Raum geben, bestehen zu könnendurch den Bau desterres en friche qu'il a plü ä S. A. S.de leur donner en propre entre Merfelden et le Gunthof."

Danach war ihnen ein Theil der zu Anfang schon er-wähnten, auf dem Wege nach dem Gundhofe gelegenenwüsten Ländereien als eigenthümlich zuerkannt worden. Hierwaren sie augenscheinlich längere Zeit im ruhigen Genussihrer Rechte.

Doch blieb ihr Leben ein sehr mühevolles und kümmer-liches; Pachtrückstände kamen trotz aller Arbeit doch vor,