September 1530.
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2) 1530, 28. September. Bern an Frciburg. „Uns ist nccht in der nacht um die ix. stnnd ein man-bricf von Jens zuokommen, der äben hitzitz und vil uf im hat, haruf wir angescchen, uf morn unscr potschafthinin ze schicken, das best zun sachen ze reden und ze Händler», was zuo frid und ruowen dienen mag. Sonun uns nit zwyfelt, (daß)'ir glichcr wys gemnnt sycnd, hat uns für guot nngcscchcn üch ze berichten, daßwir unser potschaft »ßsendcn werden, damit ir ouch anc Verzug üivcr treffcnlich potschaft Hininschickind, die fachenze stillen und mit beiden tcilerr ze reden, rvas druf und dran ist." s». A. B-m: T-utsch Miss. s.
3) 1530, 29. September, Bern. Verhörung einer Botschaft von Freiburg. Abscnduug von Boten.
4) 1530, 29. September, Bern. Instruction für Caspar von Mülinen und Hans Jacob von Watte»,-w>)l, als Gesandte nach Savoycn und Genf. Da von Genf ein Mahnbrief gekommen, der schleunige Hülfebegehrt, so sollen sich die Boten genau erkundigen, wie die Sachen stehen, und weder Mühe noch Kosten scheuen,um den Frieden zu erhalten, jedoch keiner Partei etwas zusagen, sondern einzig zn mittel» suchen und über denStand der Dinge Bericht geben. Wenn die Genfer etwas Unbegründetes vorgegeben hatten, so soll ihnen gesagtwerden, daß man kein Gefallen daran habe, und daß sie die Unruhe abstellen sollen, w.
S». A. Bern: Jnstmct. ll, SO.
5) 28. September, Freiburg. Berathung der Genfer wegen. Dcßhalb nach Bern verordnet'. (PeterTossis), Scckclmcistcr, und Jacob Rubella, um zu eröffnen, was hier auf das Schreiben von Genf beschlossenworden. K' A. Freiburg: Rathsbuch rs.
0) 1530, 1. October, cbcndort. Abermalige Vcrsnmmlnug der Bürger, „onäsm cle onus»»". DreiSchreiben an Bern.
7) 1530, 2. October. Beschluß den Gcnfern zu Hülfe zn kommen.
8) 7. October. Eine Botschaft aus der Waat versucht, den Herzog und die Waat des genfischcn Kriegshalb ZU entschuldige». — Vgl. Nr. 401. s«ibmo» Rath-buch Rr. »o.
3V».
Bern. 1539, 30. September.
Archive Zürich und Bern.
Vortrag der Botschaften von Freibnrg und Solothurn — s. Nr. 301 — über die Kricgskosten-forderung an die V Orte.
Beweis und näheren Aufschluß gibt uur folgender Act:
1) 1530, 30. September (Freitag ult. Sept.). Bern an Zürich. Nach dem letzten Schreiben an dieV Orte und dem mündlichen Vortrag der Boten von Bern in Zürich, betreffend die 2500 Kronen ze., seienheute die Botschaften von Freiburg und Solothurn, die dcßhalb in den V Orten gewesen, mit der Anzeigeerschienen, daß dieselben, wiewohl sie vermeint hätten, daß man sich mit ihrer früher gegebenen Antwort be-gnügen sollte, crbötig seien, das Geld zu entrichte», sofern Zürich und Glnrus ihnen (rcsp. Lucern und Schwyz)laut der Bünde das Recht gestatten. Da man niemanden» das Recht verweigern »volle, so habe man erklärt,jedermann rechtsgeständig zu sein gemäß den Bünden in den Dingen, welche Leib und Gut belangen, und hoffe,daß Zürich dies gleicherweise thun »verde; weil aber jenes Geld Glarus nichts angehe, so könne man diesesnicht darein „flechten"; dcßhalb sage »»»an den Voten ausdrücklich, daraus daß die V Orte in ihren» Vorbehaltauch Glnrus nennen, sei leicht zu merken, daß der st. gallische Span in diese Sache hineingezogen »verde, dessen