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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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September 1530.

tragen, uns auch üch lcnger darin zuozescchen und verfaren ze lassen keins wegs, sonder als römischem keiser,oberstem vogt und beschirmern gemeiner geistlichkeit zuostan und gebüren, ouch gänzlich wol gemeint ist, (die)obberüertcn stift Costanz by allen und jeden eeren, würden, rechten und gerechtigkeiten zuo erhalten, zuo hand-haben und dawider von niemand trängen noch beschweren ze lassen, so thuon wir üch demnach hiemit ernstlichersuochen und bcgeren, daß ir von vorerzelten üwern ungcgründten sperrungen und angelegter gewaltsame als-bald absta(n)t und unseren fürsten und lieben andächtigen bischoffen, tumeapitel und derselben angehörigen geist-lichen alles dasjenig, so ir inen bishar verlegt, gesperrt, vorgehalten und entzogen habt, fry gänzlich und garabtrettet und zuostellet, inen ouch ir obbcstimmt gewonlich reut, gülten, zechenden, zins, nutz, inkomen und gefällund ander gebürnussen nu hinfüro one cinich witer irrung, intrag, Verhinderung oder bctrüebung folgen und syderen wie von alter har geruowlich gebruchen und genießen, sunder ouch by recht und irem völligen erbietenunbeschwert beliben und der berüemten beschwerungen, so villicht üch anderwärts begegnen möchten, und aber sygar nit belangen noch von inen verursacht sigint, nit entgelten lasset und also Hiewider ferner gar nicht thuet,fürnemet oder handlet noch ungehorsam erschinet, als lieb euch sye, unser und des rychs schwere ungnad undwyter treffenlichs insechcn zuo vermiden. Und wiewol wir uns abschlags by üch gar nit verstehen, begeren wirdoch hieruf by dem (über)antwurtern dis briefs üwer verständlich richtige antwurt." Lig. (lurolus, :c.

St. A. Bern: Absch. Od. 467468 ; 492494 (Copieen). Stadtarchiv Constanz.

2) 1530, September. Zürich an den Kaiser. Entwurf einer Antwort, den evangelischen Städtenzu allfälliger Verbesserung vorgelegt.

Wir hellend siner Majestät ernstlich und schwer schrybcn verstanden und darab etwas beschwernuß em-pfangen, diewil wir derglichcn schribcns von siner Mt. Voreltern überhebt gewesen; zuo dem wir sölichS mitverheftung angeregter rent und inkomens, darzuo wir durch die sinen größlich und merklich verursachet wärind,keins wegs um (sin) Mt. verdienet ze haben vermeintend; dann diewyl sine regenten, undertanen und zuoge-wandtcn uns das unser, das unseren klöstern, spital und pfrüenden von alter her zuoständig gewesen, über unservilfaltig früntlich ersuochen eigens gwalts und uuerfolgt einichs rechtens, wider vermög und inhalt nit alleinder loblichen Erbeinung, so wir mit siner Mt. als Erzherzogen zuo Oesterrych zc. habcnt, sunder ouch gemeinerRychs abscheiden, allein um des gloubens willen, den wir doch mit heliger begründter geschrift zuo vertädigenallweg und noch urbüttig gewesen, nit allein verlegt, versperrt und unbillichcr wys vorgehalten, sunder ouchetwan mit der that iu unseren nideren gerichtcn gewaltigen ingrisf gcthan, und uns kein einung, bcricht,verständnuß, brief noch sigel mögen vor solchem gewalt schirmen, besunder ouch irer Mt. verwandten denunseren ir verschribne lybding wider brief und sigel fräfenlich aberkennt und etlich noch uf disen tag vor-haltend, und (so) dann gemelte bischof und tumeapitel samt iren angehörigen geistlichen sich den jenigen,so uns also gewalt und frevel angestattet, im glauben und andern Vorhaltungen, uns von desselben wegen be-gegnet, wider uns anhängig gemacht, so habend wir zuo glicher gegenwer grifcn und eben das mittel an dieHand nemen müessen, das mit uns gebrucht worden, doran wir ouch nit hoffend unrecht gethan haben. Dan»um wir des unseren (slv) hellend mögen mit ruowen bekamen, wölltend wir andere wol ouch an erfolgung desiren rücwig lassen und inen keinerlei intrag daran gethan haben; achtend ouch, so jenen das recht, uns solich(s)dargegen widernmb Mich gewesen sin, und ob glichwol ir Mt. in irem schribcn sich verneinen laßt, daß gemeldttumeapitel und anhörigc geistlichen mit uns nützit ze thuon gehebt, ouch der andren fürsten und herreu, souns intrag gcthan, nit mächtig gewesen, habe doch ir Mt. dargegen wol zuo gedenken, daß wir glich als wenigmit denselben fürsten und Herren, denen sy sich anhängig gemacht, ze thuon gehcbt, als sy mit uns; dann syuns das unser anc all ursach, ouch über und wider daß sy gar nützid an uns zuo sprechen gehebt, bishar gc-waltiklich vorgehalten und noch uf hüttigen tag (verhalten). So wir nun sölichen gwalt bishar, über daß wirwol ursach gehebt, anders dargegen fürzenemen, allein siner keis. Mt. zuo eeren und damit wir nit zuo unruowenursach gebind, und um fridens willen im heligcn rich mit glichen: gcmüet ufgehebt und uns der erbietung halten,ouch nützit unfrüntlichs dann allein gegen pfändnng, zuo wölcher mir zum höchsten mit gwaltigen ingriffen bewegtund verursachet, sürnemen, sunder ouch alles glimpfs faren wöllen, und uns dann nit zwifcl(e), (daß) sin keis.Mt. die Erbeinung und ander verbrieft verständnussen, so wir mit dem hus Oesterrych Hand, an uns ze halten,