September 1530.
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(29.) „Zum zweinzigistcn (nünnndzweinzigistcn), den wildbmm betreffend, ist miucr Herren crkanntniß, daßdie gerichtshcrren by ircr fryhcit des jagcns halb beliben wie von alter har; ob sy aber bidcrivcn liitcn in irengüctern damit schaden thätcn, sollen sy inen den abtragen nach der billicheit. Doch so ist den Thurgömern nachgelassen, daß sy die thicr, so schädlich sind, als baren, wilde schivin, wölf und derglychen, was das crdrich brichtund den boum stigt, wol untbringen mögen; aber das übrig wildprät sollen sy weder jagen noch schießen"), us-genommen die Hasen, die mögcnt sy wol schießen, allein vorbehalten die zyt von ingcndem Merzen nnz nach SantJohanns des töufcrs tag zno Sonnwenden, disc zyt soll gebannt und inen innerthnlb derselben zum Hasen zuoschießen abgestrickt, aber darvor und darnach widernmb erlaubt und der bann cntschlagen sin.
(2l>.) „Zum einundzweinzigstcn (drißigisten), da sich die Thurgöwer der faßnacht hüener halb beschwerend,dann unzhar dry, vier oder fünf uß einem hus geben und genommen morden sygent, ist miner (Herren) erkanntnnß, wozwo oder dry ehalten in einem gewerb und hns muoß und brot uitverteill by einander» (wonen), die von alter hareinem Landvogt und den gerichtshcrren hüener zuo geben schuldig gewesen sigcn, sollen sy nit mcer hüener zegeben schuldig sin dann einem Landvogt ein hnon und dem gerichtshcrren ein huon. Ob sy aber vermeinten,daß inen der lybeigcnschaft halb hüener angefordert und abgenommen wurden, die sy nit schuldig wären, möchtensy iren lybeigncn Herren recht fürschlachen, die mißten dann wol, wo sy sy rechtfertigen sölten. Wann aberabgedacht ehalten verteilt und nit in einem muoß und brot, und doch by einandern wären, soll jedes die hüenereim Landvogt und dem gerichtshcrren usrichten.
(31-) „Zum einunddrissigisten, der eerschätzigcn güetcrn halb, darin sy die Thurgöwer von dem Bischof„von Costnnz, Herrn Abt von Ow und Herrn Abt von Crüzlingen merklich beschwert (zc) sin vermeinen, dann„wann die selben verändert werden, müessint sy ein unzimlichs geben zc., ist miner Herren crkanntnus, daß die„gcmclten Herren bi iren briefen und siglen, ob si die darumb haben, beliben, welch brief sy, wann es zuo fällen„kompt, einem landvogt im Thurgöw erscheinen, der dann undcrston (soll), güetlich darin ze mittlen; wo er„aber nüts güotlichs schaffen möcht, sölten sy von irer gerechtigkeit inhalt irer briefen nit gedrängt werden."
(32.) „Zum zweinnddrißigisten, wie sy die bidcrwen Thurgöwer von wegen irer predicantn ouch dcss„beschwert, daß die collatores und lechcnherren sy erbend und (wo sy sich nit von inen kouftind) iri linder„und erben irs verlassnen guots beroubt sin müeßtend; diewyl dann min Herren von Zürich der pfaffen oder„predicantcn kinder(n) zuo erben fry zuolassend und kein pfaff oder predicant sinem collatori, gerichts oder lechen-„herrcn nützit zno geben schuldig, und wie dickgemelt ein landschaft Thnrgöiv sich denselben mincn Herren von„Zürich und iren Mandaten glichförmig gemacht, da so wellcnt mine Herren die tädingslüt die Priester und„predicantcn im Thnrgöiv solicher beschwerden ouch entladen und iren elichen linden und nächsten natürlichen„erben ir verlassen guot und crbschnft fri nachgelassen haben, von iren satz oder lechcnherren daran ganz nn-„verhindert; sy wellent ouch nit, daß sy inen järlichs etwas von iren pfruondcn zc geben schuldig, sonder des„fry emprostcn und lcdig sin und by gemelter mincr Herren von Zürich reformation deßhalb ungehindert beliben„sollcnt, dicwil sy iri pfrüenden nit in lechen oder eigenthumbs, sonder allein ampts und diensts wis besitzend."
(33.) „Zum drü und drissigistcn, der bcschwerd des huobtnochs halb, so Herrn Abt uß der Ow gebe»„werde zc., ist miner Herren erkanntnnß, daß gemelter Herr Abt bi discr siner gerechtigkeit des huobtnochs, wo„er urbar oder ander gemarsame darumb Hab, beliben solle."
(34.) „Zum zwcinndzwcinzigisten (vierunddrißigistcn), von wegen der besetznng der gerichten, ist miner Herrenerkanntnnß, daß die gerichtshcrren irc geeicht in bysin dryer oder vierer der ältesten jedes gerichts mit redlichen frommengotsförchtigen lüten besetzen mögen, wie sy vcrhoffcnd, (daß) biderb lüt mit inen versorgt, und inen loblich sige. Unddes gcmcindcns halb, als die Thurgöwer bcgcrcn inen zno gestatten, je zuo zytcn in fachen, daran inen gelegen,zuo gemeinden zc., und dargegcn die gerichtshcrren vermeinen, daß inen nit gezymcn solle, sich an dcheinem ortze rottieren noch einichc gemeinden zuo halten; diewyl aber die bidcrwen lüt nie des willens gewesen und noch nit
*) Bis hieher bewilligt im Mai.
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