770
September 1530.
„obbemelten bcid stett Zürich und Bern einandern gewillgct und znogclassen Hand, wo jemands in gemeinen„Herrschaften einer statt reformation angenomcn, daß die ander denselben dabi bcliben lassen und schirmen soll,„und dann (wie gehört) die biderwen Thurgöwer miner Herren von Zürich reformation und Verbesserung cristcn-„licher ordnnng angenomcn, so lassend es mine Herren bi der selben reformation und ordnung, so da usrvyst, was„sich erfinden mag, das jus patronatus oder leiisch(es) lcchen rechtens und von den Patronen, stiftern oder„lechenhcrren an solich caplany und müss pfruonden geben, »>nd (das) womit sy anfangs erstiftet worden, den„selben Patronen, stiftern und lechenhcrren widerumb heimgefallen sin; was aber durch ander biderb lüt darzuo„geben und gstürt, dassclb one intrag dem gemeinen almuosen der pfar, darin die caplany gelegen, gcfolgen„solle, allcnklich belibcn. Ob sich aber etwas spännen und mißverstand hierundcr zuotragen, derohalb gemelt„min Herren von Zürich angesuocht, werdent sy irer satzung und reformation allwcg guot crbar erlütrung zuo„geben »ieniand vorsin, zno denen ouch hierumb Kescheid und erlütrung ze geben es allweg gänzlich stau, und„was sy darnmb sprechend, dem selben gelebt werden soll."
(5.) „Zum dritten (fünften), - von wegen der pricstercn und unzhar genemptcn geistlichen Personen halb,so dann usscrt dem Thurgöw und von Costenz sich an ußlendische ort verfüegt und geüsscrt, als die Thurgöwerbegercn, die güeter, so sy zum teil hinder inen in» Thurgöw verlassen, zno recht in Haft und verbott ze legennnz zuo ußtrag und wyterm Kescheid der fachen zc., wellent min Herren nit, daß jema(n)s, besnnder denen,so mit irem lib und guot im land hinder minen Herren und anderer mincr Herren der Eidgnossen schirmgesessen und nit abwichig worden sind, weder in zechenden noch ander gefäll und Nutzungen ingriff beschcchc,snnder daß alles fromklich und crbarlich lut mincr Herren von Zürich satzungcn und deßhalb nßgnngncr Mandate»bezalt und geben und darin dhcin gfar gcbrncht »vcrd. Welche aber nsscrthalb und flüchtig, ouch denen, sogcmeldten minen Herren den beiden Stetten oder andern ircn cristcnlichcn Mitbürgern das ir ouch vorhaltent,anhängig sind und sich deren haltend, denen und nämlich Herren Abt zno Crüzlingen, wellent sy ouch nützithinus gefolgen lassen, sonder söllint solich zechenden und Nutzungen in arrcst und verbott beliben, nnz inen dasir ouch gefolgen mög, doch daß die nit verthan, snnder zuo gemeinen Händen erlegt, und »nit namcn so sollenuß (des?) gottshus Crüzlingen Nutzung und zechenden zuo iro und ander mincr Herren der zechen Ortenbehalten und darnmb erbar rechnnng geben »verde».
(6.) „Zum sechsten, daß die Thurgöwer by den satz und ordnnngcn, »vie min Herren von Zürich in irer„statt und landschaft die von wegen des cebruchs, huory, zerhowen kleidern und »»»derer offnen lästern halb„usgan lassen habent, gänzlich bcliben und (sich) inen darin glichförmig machen wellint, und dargegen die„gcrichtsherren anzüchcn, »vie sy die gemeinden mit gebot und verbotten höcher und unter, dann inen nach den„offnungen, cinungen (und) vertragen gezimc sich inzuolasscn, u»»d sy zuo Haltung der selben anzuowiscn nnder-„standint sc., ist mincr herre»» will und Meinung, sidtmal die gcrichtsherren sich begeben und zuogesagt habint,„daß sy sich minen Herren von Zürich glichförmig halten wellint, daß. sy dann obgedachten. ininer Herren von„Zürich satzungcn, ordnungen und gebottcn, des cebruchs, huory, zerhowen kleidern und anderer offner laster„halb nsgangcn, nachkamen und statt thuon und wo sy die übertretten, der straf erwarten solle», »vie sy dann„darnmb lüterung und Kescheid einpfachen werden von minen Herren von Zürich, dann es bi irer satzung der„strafen und buoßen bcliben, dergestalt, welche der gcrichtsherren nnderthanen die satzung Übersechen, daß sy von„iren gcrichtsherren gestraft »verde»»; ob aber die gcrichtsherren die satzung übertretten, sollen sy allwcg voneinem landvogt gestraft werden, und im abgedacht straf, »vie sy die verfielen, zwifalt geben und usrichtcn."
(7.) „Zun» vierten (sibenten), diewyl dann ouch geinelter miner Herren von Zürich Reformation undMandats in sich haltend, daß beid klein und groß zechenden von allen früchten und gcivächsen der böumen, rebenund des ertrichs one alle gcfar und abbruch »vie von alter har trüwlich und crbarlich geben und bezalt, ouchgar kein gferd, gesüech, arglist, untrüw oder ander falsch betrüg gebrucht, und nemlich der garben halb, so »»»ananhebt zuo zclen, allrvcg die zechend garb, »vie sich der ordnung und dem zelen nach füegt, für und für nacheinandern zuo zechenden geben werden, und benanntlich, ob einer an einein aller die zechend zal nit gar erfüllt,alsdenn am andern aller uf die vordrige zal, »vie er die am vorder» aller verlasse»», widerumb anzelen und für und für