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September 1530.
berathcn, hat Zürich auf Montag nach St. Matthäns Tag (26. Sept.) einen Bnrgertag nach Aaran angesetzt.Actum mie oben.
2) „Vergriff der artikeln und des Vertrags, wie die durch min Herren die vier Ort Zürich, Bern, Glarusund Solothurn der Thurgöwern halb abgeredt sind, besnnder was min Herren die Eidgnossen als die ober-hcrrligkeit berüercn nmg"*). — (Zur Mittheilung an die übrigen V resp. VI Orte bestimmt).
(Behufs canzleimäßiger Ausfertigung dieses Vertrages — in Nr. 326 zc. als „Schlußabschied" citirt —wurde eine vollständige Abschrift hergestellt, die nebst Eingang und Schluß noch 15 Artikel mehr enthält, imklebrigen aber mit dem „Vergriff" vollkommen stimmt. Wir unterscheiden die nachgetragenen Paragraphen durchGänsefüße und bemerken hiebe!, daß diese Artikel den VI Orten nicht vorgelegt wurden).
„Als dann die biderwcn gemeinden gcmcinlich der grafschaft Thurgöw uf die Reformation und cristenliche„Verbesserung, so die crsamen stelt Zürich und Bern der nichtigen unbegründtcn cerimonien und verwändtcn„gotsdiensten halb nach dem richtschyt götlichs worts und heiliger biblischer geschrift, zuo lob und eer gottes des„allmächtigen, ouch zuo gemeinem nutz, fürstand und wolfart irer stctt und landschaften, ouch aller irer verwandten„und angehörigen, christenlicher gnoter Meinung angesechen und fürgenomcn, sich denselben beiden stetten vorab und„allermeist der statt Zürich in fachen, unfern cristenlichen glauben und das gütlich wort belangende, glichförmig„und anhängig gemacht und einander» lib und guot und alles vermögen, wer sy daran sumen oder davon„tringcn welt, zuogeseit, und sich dann uf den bericht und gemeinen landsfriden, so zuo Cappel im fäld ufgericht„(darin gcmcldten biderwen gemeinden im Thurgöw, divil st) gemelten beiden stetten mit irer hilf zuo hand-„habung göttlichs worts zuogezogen, vorbehalten, daß man sy in iren anligendcn beschwerden nach zimlicheit„bedenken und inen die abnemcn wellte), zwüschen den Edlen und Gerichtsherren, geistlich und weltlich, obgcmelter„landschaft Thurgöw und inen von wegen vorgemelter cristenlicher reformaeion, deren sich jetzgemelte gerichtsherren„anhengig und glichförmig ze machen, deßglichen gedachter unbillicher unlidenlicher beschwerden halb, die sy inen„abzuonemen etwas verzogen, dcrmaß zweyung, stöß und mißhäll zuotragen, (daß) wo denen mit fuogen nit begcgnot,„villicht größer unruow, nmeg und arbeit darus zuo ersorgend gewesen wärend, daß da die gemelten beid stett„Zürich und Bern mit sampt iren lieben Eidgnossen von Glarus und Solothurn als liebhaber fridens, diewil„ouch Bern und Solenthurn von den Orten, so am Thurgöw ouch theil Hand, sollichs zuo thnon gebettcn und„inen ouch hiezuo verkündt worden, sich in dise spännige fachen, die früntlichcr mys hinzuolegen, ganz gnoter„getrüwer Meinung, umb meren frid, ruowen und einikeit, ouch gemeiner Eidgnoschaft wolfart willen, geleit„und iri botschaften darzuo verordnet, ^ die ouch etwa manige ernstliche tggleistung alhie (zuo) Zürich gehalten„und jüngst, nachdem obgcmelter beider partigen gesandten, so mit vollem gcwalt zno disem Handel abgefertigt,„die fach zuo inen gesetzt und inen deren vertruwt, sy nach vil müeg und arbeit mit ir beider sit wissen und„willen und mit wüssenhafter täding, sovil die gerichtsherren diser spännen halb berüert, in der güetlicheit„betragen, vereiniget und nachvermerkte Meinungen und artikel zwüschen inen gestellt und abgeredt, wie die„hernach geschriben stand."
(1.) „Und erstlich, diemyl die Thurgöwer des guotcn cristenlichen gemüets und willens, ouch sy min Herrendarnmb zum höchsten anniesen sycn, zuo verhelfen daß fürhin niemand nsscr der landschaft Thurgöw zuoeinichem frömbdcn fürsten und Herren nit zuo reis stechen noch Pensionen nämen soll, alles by verlierung derlandschaft, lassen min Herren inen solich der ermeldtcn Thurgöwercn crbar cristenlich göttlich fürncmen größlichgefallen und wellent gehebt haben, daß es als wol an (von) den edlen und gerichtsherren als von der gepur-same stif und unzerbrochcnlich gehalten und erstattet werde, dcßglychcn hinfüro deheincr, er sig edel oder unedelin der landgrafschaft Thurgöw, ouch by vcrliernng der landschaft, von keinem fürsten noch Herren deHein Pensionnemen, sunder sich darinne halten füllen, als mine Herren die zwo stett Zürich und Bern das in ir statt und
") Abschritten des (kürzeren) „Pergrisfs" haben St. A. Lucern! A. Thurgau; St. A. Bern: Allgem. Absch. VI).167—485.