August 1530.
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augesicht aller misjiven, so uns deßhalb erschaiut (worden), mit lpb und guot underthenig, gehorsam und mittreuem herzen und willen (euch) zuozogen und das znosagen erstattet (haben). Wir sind onch noch by heutdes fryen frölichcn nnverrucktcn gemüets und willens, wann oder wclichcr gstalt sich solichs zuotrüegc (das gottmit sincr gnad lang fürkomme), treulich, erlich, schnell und redlich wie fromm gehorsam nndcrthoncn und treueidgnossen pflichtig und schuldig, (uns) erzaigen, bcwpscn und halten. Und so uns aber nit ander bcschaid nmgwerden, wällen wir euch . . . nnverhaltcn haben, gar keinen tag umb disen Handel (mcr) zc suochcn, dann wirdie landschaft uf euer zuosag allwcg hoch vertröstet, darum wir gegen ir sölichs ercn halb nit wissen zuo vcr-antwurtcn; daruinb wir euch . . am höchsten anruofcn, vermauen onch euch aller zuosagungcn und inHaltungdes ufgerichten landfridcns, euer gnad welle deßhalb uf uns ein gnädig ufsehen haben und euer trostlich hilfvon uns als den encru nit entziehen . . . Dann wir by der warhcit, die gott ist, disen Handel weder ein nochkein tag wissend im fridcn uf(ze)haltcn. Witcr wölkend (wir) euch nnverhaltcn (haben), so wir nit mit andcrmund bessern: Kescheid werden abgcfertiget, daß wir nit mögend, könnend noch wissend vor unrat und einen: glichenuflouf ze sin, dann er gewiß wirt bcschechcn." . . .
Zur Beruhigung der Landschaft würden die folgenden Artikel diene:::
1. Die Widerpart soll sich ihren: Zusagen gemäß den: göttlichen Wort unterwerfen. Weil der Kriegum des Gottcsworts willen entstanden, und darüber schwere Kosten ergangen, so sollen die Gcrichtsherrcn ohnealle Widerrede dieselben tragen helfen. Sic sollen sich in ihrer Lebensart aller Ehrbarkeit und Unschuld befleißen,sich vor üppigen, leichtfertigen Worten und Werken hüten, Gotteslästcr», Ehebruch, Hurerei, Spielen, Saufen,zerhauene Kleider zc. meiden. Dann sei man erbötig, alle billigen Pflichten gegen sie zu erfüllen.
2. Weil man der Klöster halb nichts anderes begehre, als was zur Acufnung der Ehre Gottes und zurErhaltung der Dürftigen diene, so hoffe man, daß Zürich solchen Wünschen gnädig entspreche.
3. Zur Verbesserung der Besoldung des Landvogtes begehre man 200 Gulden aus den Klostcrgütern.
4. Den: Landfrieden gemäß soll der jetzige Landammann Sticrli», obwohl die V Orte ihn erst vor Kurzen:zu Baden erwählt, beseitigt und ein anderer an seine Stelle gesetzt werden.
5. Die unleidliche Bürde der Leibeigenschaft, der Fälle und Laße bitte man zu erlassen.
(6.) Appellationen unter 10 Gulden von: Landgericht weg nicht zu gestatten. (Durchgestrichen).
Schließlich bitten die Thurgnucr, zu berücksichtigen daß sie außer Zürich keine Hülfe finden und von denV Orten trotz den: Frieden in Ewigkeit nichts Gutes zu hoffen haben zc. St. A. Zim-hi A. Thurga».
370.
Bern. 1530, 22. und 23. August.
Staatsarchiv Lueevn: Acten Neligionshändel. Staatsarchiv Bern: Instructionen, ä.. 469. Nathsbuch Nr. 226, p. 207, 203 ; 213.
Gesandte: Jacob Troger, bon Urs; Joseph Amberg, bon Schwyz, — im Namen der V Orte.
I. Die Botschaft eröffnet, was ihre Herren auf das letzte Schreiben von Bern der Kriegskosten halbbeschlossen, und daß sie dasselbe zu großen: Dank in freundlicher Meinung aufgenommen haben, u. s. w.Ammann Troger zeigt dabei an, daß Uri, Zug und Nidwalden sich erbieten, die 2500 Kronen (resp. ihreAntheilc) bei dem Schultheiß von Baden zu erlegen; das Gleiche verspricht der Vogt Amberg in: Namen vonSchwyz, Lucern und Obwalden, jedoch auf Recht, mit Angabe der Gründe.
II. Darauf geben Näthe nnd Burger folgende Antwort: 1. Sie verdanken das gethane Erbieten undnamentlich den Entschluß, um des Friedens willen das Geld zu erlegen, bitten aber die Orte, die noch