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August 1530.
schicken, dagegen zu schreiben, es solle (schlechthin) alles päpsttsche „Plunderwerk" abthun oder es mit der Schriftbewähren, ?c.
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Ml'ill). 1539, 20. August (Samstag nach Assumptiauis Marin).
SiaaiSarchio Zill ich! Acten Thurgnu.
I. Eine Votschaft der Thür gauer legt bor Rathen und Bürgern eine lauge Supplicatiou mit neuenBeschwerden ein und beklagt sich des dringlichsten über den biclfältigen Aufzug in ihren Geschäften und dieschweren Kosten, die sie dadurch erleiden, mit der ernstlichen Bitte, sie nicht länger aufzuhalten, um einem Aufruhrzuvorzukommen rc. kl. Dagegen wendet der Gesandte „der Edlen" ein, sie haben sich bisher aller Billigkeitbeflissen, sich dem Gotteswort nie widersetzt, sondern Leib und Gut dafür zu opfern erboten; weil man jetztaber die Klöster von ihnen trennen („schränzen") wolle, woran auf dem letzten Tage noch nicht gedacht worden sei,und sie hinter denselben zu handeln keine Vollmacht haben, so können sie sich auf nichts einlassen. Sie bittenund ermahnen die Herren von Zürich, die ihnen nicht minder als den Thurganern zugesagt, sie bei ihrenGerechtigkeiten und altem Herkommen zu schirmen, ihnen zum Recht vor den X Orten, vor den vieren oderin Zürich allein zu verhelfen, sie vor Gewalt und Ueberfall zu schützen :c. III. Weil nun die Näthe den„gestern" beschlossenen und übergebencn Abschied nicht unziemlich finden, und es sich nur uin eine kurze Fristhandelt, so hat man den Thurganern anzeigen lassen, man erwarte, daß sie dabei bleiben, den augesetztenTag ruhig erwarten, nichts Thätliches anfangen und sich gehorsam und freundlich erzeigen; dann wolle mandurch eine Votschaft in Bern und Solothnrn so ernstlich handeln lassen, daß ans dem nächsten Tage alleDinge zu gutem Ende gebracht und weitere Kosten unnöthig werden. Den Edlen läßt man sagen, sie sollensich in die Sache besser schicken und ans dem nächsten Tage mit Vollmacht erscheinen, nach Bedürfnis; Antwortzu geben, ob man die Klöster von ihnen sondern würde oder nicht. „Das wellent nunc Herren von inengehebt haben, dann sy je Willens sind, alldann den biderwen litten on wyter ufzng ab dein kosten zuo ruowcnzuo verhelfen und inen den Edlen kcins wytcrcn umbzugs ze gestatten; darnach mögent sy sich wol haben znorichten." Darüber haben beide Theile einen Abschied begehrt.
Zu l. Der „Supplicatiou der gesandten Thurgewcr" entheben wir folgende Stellen:
„Wir Thurgcucr hellend on alles verwc(i)gcrn geachtet, es wäre by dem jüngsten abschaid bcliben, alsodaß wir onc witer nfschlng der fürgebrachtcn nrtiklcn ertüterung und erkanntnus Helten entpfangcn. Dwyl wiraber von gemeiner landgrafschaft Thnrgew mit volmächtigcm gwalt, discn Handel on alles mittel zuo cnd undustrag one witer tag und nfzug zuo Volbringen, es syge in der güetc oder ungüete, dann mau wölke keintag vier umb disen Handel suochen noch uahinritcn, abgcfcrtigct, so ist unser ganz trungenlich allerhöchst bittund begcr durch die barmhcrzigkeit gottes, ir wölkend als die gnädigen der zuosagung und vcrhaißuug, unsmanich und oftcrmals mündlich und schriftlich bcschehcn, gnädig bedenken und die langwirigkeit dises Handelsschmerzlich zuo herzen fassen und uns deßhalb entlieh gnädigen abschaid, daran wir und die unfern kommenmögend, geben; dann je ir unser gnädig christcnlich lieb Herren durch euer gesandten uns allweg dahin vertröstetund zuogesagt, ouch zuoletzt im fryen selb zno Cappel thcur versprochen, daß wir uit minders dann die euern,und euer krieg und bericht unser krieg und bericht, darzuo wie die euern, also ouch wir gehalten haissen und sinsollend, wie dann uns nit zwifclt, es werde alles gnädig gelaistct. Dann je wir on allen ufzng von stund an