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August 1530.
endlichen Beschluß zu süssen. 3. Was Frciburg, statt einen Boten zu schicken, geschrieben hat, und was daraufgeantwortet ist, weiß jeder Bote. Man hat es auch zu dem nächsten Tage berufen samt einer Botschaft vonNeuenbürg, um den Neucnbnrgern „vorzuhalten", sie sollten zwei ehrbare Männer verordnen, die ans denfreien Märkten zu Biel :c. den Bedarf für Stadt und Landschaft kaufen und keinen Gewinn darauf suchennoch das Korn wieder Fremden abtreten, sondern sich mit dem Fnhrlohn begnügen würden; sonst sähen sichdie drei Städte veranlaßt, ihnen den feilen Kauf abzuschlagen, k. Es ist auch verabschiedet, auf demnächsten Tag des Weins halb zu rathschlngen, damit er beim Saum und nicht „also fürgriffs" gekauft würde,da hicbei viel Betrug gebraucht wird. «. Was weiter verhandelt ist, wissen die Boten.
Der Tag wurde von Bern ausgeschrieben am 12. August, laut der Tcutsch Missiven 8. 226.
K. A. Frliburg: A. Bern.
Zu i»., 3. 1536, 18. August, Bern. Schultheiß und Rath von Bern samt den Gesandten von Solo-thurn und Biel au Frciburg. Autwort: Mau habe über dessen Schreiben einiges Bedauern cmpfuudeu, dabeiaber angenommen, daß Frciburg in der besten Meinung (so) handle. Man habe nun viel von der so wichtigenSache geredet, aber nichts beschlossen, sondern auf den 25. August früh einen andern Tag bestimmt, und bitteFreiburg, denselben mit bevollmächtigter Botschaft zu besuchen; man lade auch die von Neuenburg dazu, umthcils des Korns, theils des Weinkaufs (beim Saum) wegen mit ihnen zu reden. Bliebe Freiburg aus undwollte cS in dieser Angelegenheit sich absondern, so mußte man dafür sorgen, daß ihm „kein Ueberschwnll" Kornzugeführt und der Preis desto billiger würde; es möge sich also darnach richten, damit man „an einem Seil
ziehe", ze. St. A. Bern: Teiltsch Miss. L. S8b, SSV. K. A. Fniburg! lvilömtc».
3««.
Mrich. 1530, 19. August f. (Freitag nach Assnmptionis Mariä f.).
Staatsarchiv Zürich: Absch. Vd. 10, l. 352. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Absch. CG. 275. 4katttvnsarchiv SchaftOausca: Abschiede.
.^atttonsarchiv Basel: Abscheidschriflen.
Allgemeiner Tag der Burgerstüdte.
Gesandte: Basel. (Rudolf Frei). Eon stanz. (Thomas Blarcr). — (Die andern unbekannt).
»». Die drei Orte llri, Schwyz und Unterwalden haben deren von Rapperswyl wegen freundlich geschrieben,und letztere selbst ans das Schreiben der Städte geantwortet mit der dringenden Bitte, sie bei dem gegebenenUrtheil, das sie nach bestem Verständnis; gesprochen, bleiben zu lassen, da sie doch die Ehre beider Theile daringenugsam verwahrt haben. Weil nun niemand unter den Obern geneigt ist, zu dieser Zeit um solcher Redeuwillen sich in viele Rechtshändel zu „stecken" und man überhaupt „derlei" viel ertragen muß, bis es ansgöttlicher Fügung besser wird, so hat man denen von Rapperswyl wiederum geschrieben, sie möchten dem gutenManne das Recht nochmals öffnen, seine Kundschaften verhören und danncnthin erkennen, was sie billig dünke,der Zuversicht, daß sie hierin willfahren werden; wenn das nicht geschähe, sie also nicht dem Landfrieden gemäßeinschreiten wollten, so wüßte man sich anderswie gegen sie zu Verhalten. Dabei ist abgeredet, auch den ab-genannten drei Orten in diesem Sinne zu schreiben. I». Nachdem jedermann die neuen „Zeitungen" und.Kundschaften, die seinen Herren und Obern über die gegenwärtigen Läufe und den Reichstag in Augsburgzugekommen sind, mitgctheilt hat, und dieselben in einer freundlichen Unterredung besprochen worden, ist man