I 502
Z
Ewiger Bimdesvertrag der III Bünde.
Jlanz. IST4, TZ. September.
Ka»«o»sarchi» Graubiindc».
"ADlIr Andres Abt zno Tiseutis; Ich Hans von Marinals, her zuo Noziins, und wir all geniaiiiden<?^gcmaiiier drh Pündt, disent und euthalb den gebürgeu, wo wir gcscß- ! senn sind in unser(n)kraisen, bekeiinent und thuond kund aller inenklich für uns und all unser uachkomenden: Als dann unserevorfarenden und eltreu vor etlicher zyt uß fromen redlichen Ursachen jeren (inen) und iren nachkonienden ^ zuofrid, schirin und ruow, ir glück, hail und lob zeineren, in namen der unzertailten Hailigen dryfaltikait aiu pündt-nuß und verstentnnß, inhalt der alten pnndts briefen, beschlossen haben; dwil sich aber das mentschlich wäsenvon ^ zyt zuo zyt verendren thuot, haben wir zuo frid, rnow und ainikait, uns und unseren uachkomenden,ain eruüwerung unser vorgender verstentnuße und pnndts, mit erlütruug, form und gestalt, onch mit punctenund articklen wie dann ^ hiernach von wort zuo wort aigenlich erlütret und verschriben stat. (l.) Des ersten,daß wir all gemainlich und unverscheidenlich guot getrüw lieb pundtsgnossen sin sollend und unser »achkomen inewig zyt bliben, all die wil grund i und grat stat, weret und blipt, und ain andren helfen, raten »nd bystendigsin mit allen unseren üb, ere und guot, landen und löten nach nnserein vermögen, die straßen schirme» und infriden hatten und ain andren fallen kauf j zuo gan lassen und geben, trüwlich und ongefarlich. (2.) Wir entsöllentonch niemandt frömders in unser pündtnns empfahen one ob(b)einclter Hern und pundgno(sse)n rat, wissen undwillen. (3.) Item es entsol onch kaiu Pundt der dryen Pündten s allain ain(en) lands krieg anfachen on derandren zwayen Püirdten rat, wissen und willen; welicher Pundt sölich(s) überfüerc »nd sölich nfrnor iind krieganfieuge, da durch die Pündt in krieg komen wnrdent, solle also der selbig Pundt, (so) sölich s nfrnor oderkrieg geursachet helle, von den andren zwayen Pündten on mittel nach erl'antnuß gestraft werden, und ouch diezway Pündt dem andren, so dann den krieg angefangen hell, uit hilf, rat oder bystand zethuon schuldig sin,und s ob aber ainich gerich(t), gemaiu(d) oder sunder Personen one wissen, rat und willen der dryen Pündtenkrieglich nfrnor ansiengcn, söllent (die) alsdann von denen dryen Pündten, als die cer und aid gebrochen habent,gestraft werden. (4.) So aber s uß redlichen Ursachen unainikait, findschaft ald not, da gott vor syge, infielend unddeß entweder tail in der gstalt, als oblut, schnld oder angefangen hellen, ist alsdann bedingt und luter abgeredtworden, welcher tail von dem andren ermant s mit briefen oder under ougen, der sol dan unverzogenlich, je dienechsten örter und gcricht denen, so sy gemant habent, tröstlich zuo ziechen, als wyt üb und guot lauget, undein andren helfen land und litt" ere und gnot wider inenklich nach un- s screm besten vermögen schützen undschirmen, als wyt und jedes Pundts marken usivysent und anzaigcnt, uiid billich notdnrft erhaist, welches abweg ain Micher Pundt den andren Pündten, ainem ald baiden, in sinem aignein costeu zuo thuon s schuldigist. (5.) Und wann wir obgemeltcn piindts gno(sse)n alle und linser lüt in unser aller namen uszüchcnt »ff »nhnfynd, was dan genommen wurde, das selbig sol nach den Personen in glich tail und büt gelegt; ob wir abeiaber (u!o) land und j lüt gwnnncn wnrdent, die sollcnt ainem jedem Pundt glich zno getailt ivcrden. (K.) Darby,so sich begeben helle, daß sölich lands krieg ingcfallen wercnt, das gott lang ivenden welle, sol kain Pundtainicherlai friden practicicren noch annemen i on rat, wissen und willen der ander(n) zwayer Pünten, nochkains ivegs besonders mit unseren fyenden nnderredeii. (7.) Witer so sol ain jekücher under uns pnndtsgno(Ise)n