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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1501
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am leisten in der statt Chur durch unsern lieben getrüwen rat und sandpott, Ludwigen Dan- s gerant, Herrzuo Boisrigault, fründtlichen verainiget, concordiert und beschlossen iumassen, daß wir obgemelten zwen Pündt ufffründtlich Werbung der erstgenanten unser getrüwen lieben pundts- j gnossen der Herren den Aidgnossen in dieobangezöigten verainling, pündtnus und fründtschaft für uns und die unsern onch bewilliget, die also mit küngk-licher Mt,, wie die Herren die Aidgnossen j mit allen pnncten und artickeln frnndtlichen angenomen und ze haltenzuogesait und versprochen habend, begebend, verpflichtend und versprechend uns onch hieinit wüssentlich und wol-bedacht, j in kraft dis briefs, demselbigcn sürohin von artickel zuo artickeln trüwlichen ze geleben lind statt zethuonde, jedoch harinne vorbehalten alle und jeden gaistlich und weltlich fürsten, Herren, stell und länder, j wiedann die in den gesaitcn briefen der Herren der Aidgnossen begriffen, die hie mnb kürze willen ze erzellen nitnot sind. (2.) Uff sölichs wir obgenanter küng de» selben unsern guoten fründen j gnädigem gcnaigtemivillen znosagen lassen habend, sy die ziven Pündt sürohin in disem fal, und so lang dise verainnng und fründtschaft wäret, ze achten und ze halten wie zway Ort der j Aidgnoschaft, es sig mit der erbesserung der zwar)tusent franken järlicher peilsion, onch im hilf gelt, desglichen mit dem gcschütz und den zway hundert glcnen,iveun (es) sich füegte und j zuo dem käm, daß lvir dasselbig lut der veraiuung schuldig lverdent, darby onchsy die zwen Pündt mit hoptlüten, und ire knecht in irer besölduug, wann wir dero begerend, wie der Herren j derAidgnossen knecht halten und bedenken. (3.) Sodann ist onch harin erlüteret und hat sich der aller cristenlichostkunig zuo merer anzöignug gnädigs ,villens und nfnung guoter fründtschaft j cntzigen der ansprach, so sinküngklich Mt. zuo lind au die dry pfarren am Chumersee, mit namen Grabodana, Tung und Slirg mit ir zuogehörd von wegen des herzogthumb Mailands ze haben vermaint, j daß sin tlich gnad und der(o) nachkomennns die dry Pünt ilunfüro rüewig und unersuocht darby pliben lassen sol und wil. (4.) Es hat sich ouch sinküngklich Mt. hiemit guotwillig begeben, uns zwayen > Pündten sölich obgerüert erbesserung, die zway tusentfranken Pension und darby die sechs tusent franken, so er uns gemaineu dry Pündten vorhin onch järlich zegeben gewon ist, nunfürohin j allwegen zuo Lyon und setz angendts mit der Herren der Aidgnossen gelt ze bezalenverschaffen, und hieby dem gotzhus Tisentis järlich ain hundert krönen, so im dann von wegen etlicher j alten.ansprach gepürend, ze legen und ußzerichten. (5.) Uff sölichs und zum leisten, so habend wir obgenantenbaid partyen, nämlich wir obgeschribner küng, sölich znosagen ze halten j angenomen, und wir die genantenzwen Pündt für uns und unser nachkomen, by unsern guoten trüwcn dise bemelten verainnng mit aller ir in-haltnng nach sag der hoptbriefeu s war, vcst und stät ze halten, dero onch getrüwlichcn ze geleben und nachze-komen. Und zuo gezügnus und glouben diser vorgeschribnen dingen so habend wir obgenanter kunig unser sküngklich insigel an diser brief zwen glicher mainung, jedoch ainer latiuischer, der ander tütscher zungcn nachbeschriben, Haisseil henken, daran ouch wir die zwen Pündt, nämlich wir j genant vom Gotzhus der statt Chur(unser getrüwen lieben pundtsgnossen) sccrct, lind wir von den zechen Gerichten uuscrs gcmaincn Pundts insigelin unser aller namen offen- j lich thuon henken. Gebe» und beschcchen in der statt Chur uff den fünften tagFebruary, nach der gepnrt Cristi unsers Herren gezclt fünfzechen hundert zivainzig und j drn jar, uilscr desaller cristenlichosten küngs sins rychs im nünden.

Pergament niit in Kapseln liegenden Siegeln der beiden Bunde; dasjenige des Königs ist nicht mehr vorhanden.