1478
Dccember 1528,
vom Bischof und (dm) Pfaffen belechnet wärend, oder inen fünft durch fründliche sipschaft verwandt, dcßglich ouchire amptlüt, sölltend vom Rat abtreten setz in diser gegenwärtigen Handlung. Do stuond all bed Bürgermeister(und) ein obrister Zunftmeister, welche sind von den vier höuptern der Statt die drü, ouch stuondcn hinfür diezwen teil der Raten, alt und nüw, (us?). Also nf ernstliche bitt des Rates Hand wir an denen von der Gemeindeso vil erlangt, daß der ganz Rat, niemand abgesändret, soll anfangs bim Handel sitzen, bis daß es dahin wurdereichen, daß ein endlicher rechts oder fünft (ein) usspruch füllte gesellt werden; denn soll es stan an eim Ratund uns, wer zum abtretten erkennt werde. So vil und nit mee ist gestern den ganzen tag geschaffet; denn derHandel ist unsers bedunkcns ufzogen, bis daß ander Eidgnossen ouch gan Basel kämend. Also ist nächtig SchultheißHug und der Spitalmeister von Lucern knmmen gen Basel und Hut erschinen vor Rat, sich stündlich zuo handlenerbotten, daruf wir angesuocht sind, ob uns gefallen wellte, mit andren Eidgnossen, der» man noch Hinacht wartensyge, zuo handlen; ist unser antwurt gsin, wer der Meinung syge zuo frid und ruow zuo helfen, der syg unslieb und unverworfen; es möchtend aber etlich Eidgnossen kummen, by denen wir nit sitzen noch ützit mit inenhandlen wurden. Hieby verstuondend sy billich die von llnderwalden. Demnach Hand die von der Gemeindenuns in gheim um rat angesuocht, ob sy die siben Ort füllend lassen im Handel undertädinger sin oder nit, diewylund sy doch inen die pündt mit andren Eidgnossen nit Hand wellen schwemm, ja ouch eben von des gloubmswegen, darum diser Handel setz in ücbung stände. Denen Hand wir geantwurt, wir wcllmds inen weder wermnoch raten. So vil ist uf hüttigen Zinstag verhandlet"... — 30. Dccember (Nachschrift). „Hüt uf Mittwuchnach dem Wienacht tag sind wir früe in (den) Rat berücft und Hand (da) funden ein botten von Schwyz, nämlichJoseph am Berg, von Zug GÜtschi Zhag; vor denen allen sampt, dem Rat sind bed partygcn erschinen mitingelegten supplicationen, und zuolctst nach red und widerantwurt Hand sich der gröst teil, nämlich die so diemeß begerend abzuothuond, bis uf morn genomen zuo bedenken. Darum enthalten wir Uolrichen Not, üwernbotten, üch by im, was not sin wirt, zuo berichten . . . Der Zünften supplication schicken wir üch hie ein ab-geschrift." —> „Beiträge" V. 301—303. St. A. B-m- Kirchl. Ang-l-g-nheitm.
10) 1520, 1. Januar (Freitag nach der Geburt Christi), Basel. Die Gesandten von Bern an ihre Obern.„Ein guot selig jar, w. ?c. Hüt dato Hand wir üwer schrybm um die nünte stund vormittag (empfangen), undwärend bed guotwillig, uns gehorsam zuo erzeigen; es hat uns aber der Burgermeister gestern bericht, daß dievon Basel von wegen irer großen schweren und allersorglichesten geschäftm wegen (sie) den angesetzten tag zuo Badenhabend uf gestrigen tag üch und andren (Orten) by eignem darum gesandtem botten abgeschribm; hieby lassendwirs deßhalb belyben. Aber berüerend den Handel zuo Basel so müssend, daß uf Mittwuch zuo uacht kummenist von Schwyz Joseph Amberg, gestern der bott von Uri, ouch Schultheiß Hcbolt von Solothurn, und HansHugi; ouch sind vier botten von Mülhusen hie, all in scheidens wys; gott well, daß es zuo guotem erschieß;dann die party, so das wort gottes ane zuosatz begcrt, Hand uf nächtin sich entschlossen der Meinung, daß Bürger-meister und Rat füllen beder Stett ganze genieind uf ein bequemlichm platz versamlcn, alda beder part(en)supplicationen verhören und was demnach das meer under gemeiner burgerschaft werde, darby maneud sy unsder pünden, sy zuo handhaben. Sölichs habend wir dem Rat anzöigt und fürgehalten, was jamers zuo besorgensy(e), so die gemeinde zuosamen füllte kummen; dann vil der größer und mcrer teil will die meß nit dulden;wicwol sich der ander Huf berüempt fünfhundert stark sin, wirt doch Hinwider gcrcdt, iro syge nit über zwei-hundert, aber die meß abzuothuond sy(e) ein mächtige zal, als wol zuo vermuotcn, diewil so ein groß folk inbeden stellen Basel ist. Nun will der groß teil die meß nit lyden; so will der klein Huf lyb und leben darbylassen. Haruf unser von Zürich und Bern fürschlag ist, daß sy die meßpredigcr und (meß)halter und die andren,so sy ei» grüwcl schelte», ofsenlich vor allem folk zuo disputieren anhalten, das beschcch hie zwüschcn Ostern, und(daß) sunst ungeschmächt onch bürgerlicher frid belybe, und was demnach von zunft zuo zunft das meer werde,dem füll das minder folgen, divyl sy doch hicvor ouch die Pension uf und ab gelychcr gestalt genieret hellend;das aber die übrigen Eidgnossen keins wegs Hand wellen lyden, aber iren rat dahin gesetzt, daß man den Händein Verzug, ufschlag und anstand brächte, jeder bott hinder sich an sin Herren und ober», was sy sich hierüberbericteud, und ein andren tag über dry wuchcn ansetzte. Das wirt aber, (als) zuo besorgen, nit mögen au der