1472
December 1528,
II. s23. December: Mittwoch vor Weihnacht), 1, Die Boten von Biel begehren, daß das Burgrechtbeförderlich aufgerichtet werde. 2. Auch wünschen sie, daß der Abt von Erlach ihre Pfarre genügend versehemit der Korngült; dann wollen sie auch thun, was sie ihm schuldig seien, und Bern verlange. 3. „Sollen ganZürich ryten und (da) glyche Werbung thuon um das burgrecht."
1528, (c. 23. December). Bern an Zürich. „Es haben unser getrüw lieb Eidgnossen und nachpuren vonBiel durch ir ersam botschaft trungenlich an uns beworben, sy in üwer und unser cristenlich verpflicht und burger-schaft kommen ze lassen und ze empfacheu. Dwyl sy nun üch und uns des gloubens halb ganz glichförmig undsich vorhar als dapfer lüt in unfern nöten und setz zuoletst im indcrlappischen krieg wol erzöigt Hand und unstrostlich zuozogen sind, haben wir inen unsers teils zuogesagt, sy in gedacht burgrecht ze ncmen und doch dabysy gewisen, glyche Werbung an üch ze thuond, haruf sy ir botschaft zuo üch nbgefertiget Hand. Die wellendgüetiklich vernemen, in günstiger befelch halten und irer pitt gewären, dadurch sy geneigten willen an üch unddiser unser fürschrift wol genossen haben gespüren mögind. Wo üch dann die fach wie uns anmüetig und gefellig,(wellend ir) uns dcß berichten, damit die burgrechtbrief ufgericht und ufs fürderlichist die fach vollzogen werde".. -
St. A. Bern: Deutsch Missiven R-. 128 b, 129 a.
Ueber die bezüglichen Verhandlungen in Zürich ist uns nichts bekannt.
Zürich. 1528, 19. December (Samstag vor Thomä).
Staatsarchiv Zürich: Raihsbuch t. 248 b.
I. Eine Botschaft von Schaff Hausen, nämlich Burgermeister (Johannes) Peyer, Christoph vom Grütund der Spendmeister, stellt an Räthe und Burger das Gesuch, den auf die Rheinbrücke gesetzten Landtag (Land-gericht) nicht zu halten, da solches seit Menschengedenken nie vorgekommen :c. II. Da die Gesandten die bezüglicheFreiheit der Grasschaft Kyburg bestreiten, so wird ihnen aus dem Stadtbuch eine bezügliche „Bekanntnuß" vor-gelesen. Nachdem sie auch diesen Eintrag in Zweifel gezogen, da ihre Herren von einer solchen Gerechtigkeit niegehört, und ihr Ansuchen wiederholt haben, werden sie mit der Antwort entlassen, man wolle ihrer dringlichenBitte zu lieb die Sache für einen Monat verschieben und sich inzwischen stattlich darüber berathen, in der Hoff-nung, daß ihre Obern seiner Zeit einwilligen werden, zu Anhörung eines genauen Berichtes kleine und großeRäthe zu versammeln. — Dem Vogt zu Kyburg ist deßhälb befohlen, den Landtag bis ans weitern Bescheidwieder abzukünden.
Zu I. Die vorausgegangenen Verhandlungen können hier keine Berücksichtigung finden.
Zu II. Das Zürcher Stadtbuch 4, II. k. XXVI enthält folgende Stelle: „Anno domini cccclxr ufMitwuchen vor Sanct Laurentieistag ist für uns Bürgermeister und beid Räte der Statt Zürich kamen unserlieben Eidgnossen von Schafshusen Burgermeister Uolrich Trüllerey und hat vor uns erzelt, daß inen fürkommevsye, daß wir unscrm vogt zuo Kyburg befolchen hettcn, umb den todslag, der jeh leider in unser grafschostKyburg beschechen wäre, uf dem dritten joch ir(cr) Ninbrugg landgericht zuo halten und darumb zuo richten, obsöllichem sin Herren und fründ erschrocken und des bcswert syen, dann als suß noch zwo oder dryg grafschasts"gar nach umb ir Statt lägen und darzuo stießent; sölten wir nu sölich unser fürnemung vollzüchen und duHerren der andern grafschaften das vernemen und dcßglich auch fürnemen, das wäre inen unfüeklich und uneben.Nu wären sy uns bekanntlich, das der gemclten unser grafschaft Kyburg gcricht bis uf das dritt joch ü(c>)Rinbruggcn giengint, und redten uns darin nühit, und bat uns daruf gar ernstlich und früntlich, anzuoseckpuund zuo betrachten, was inen gegen andern erwachsen mächt, ob wir uf unserm fürnemen beliben söltind, un