December 1528.
1471
4) Eine in Baden gefertigte Copie der Mahnung, dd. Donstag nach St. Niklaus Tag (10. Dec.), hat derSolothurner Absch. Bd. 15, mit der Weisung, daß ein solcher Mahnbrief bis 27. Dec. (St. Johann) nach Lucen,geschickt werden sollte.
Vgl. Nr. 007, N. 1 1.
5) 1528, 23. December (Mittwoch vor Christtag). Solothurn an Glarus. Man habe seit Langem mitBedauern gesehen, wie wegen der Auslegung des Gotteswortes (unter den Landleuten) Zwietracht herrsche; essei auch wohl bekannt, was man diesseits und mit andern Eidgenossen für gütliche Vereinbarung gearbeitet habe.Wären sie dem Rath der VII Orte gefolgt und nicht den Prädicanten, die die alten Lehrer verachten, so hättensie solche Späne verhüten können. Da solches nicht geschehen, die Vereinigung aber nothwendig sei, so bitte mansie freundlich, den Ursprung dieses Handels und die voraussichtlichen Folgen wohl zu erwägen, und sich wiederin die alte Einigkeit zu schicken, was nicht besser geschehen könne als damit, daß sie den früher gegebenen Zusagenund Abschieden nachkommen, wie es Ehre und Pflicht gebieten. St. A. L»«r» - MW»-» (C°pte).
6) „Dise als verordnete Botschaften sind j vor Rat erschinen und sich in j namen aller altgläubigen imland j protestiert, daß sie mit den fünf I Orten nit rechten, sonder an inen j halten was st schuldig, und vom ^alten glauben nit wychcn."
„Her Amman Busst. j Her Amman Schudi. > Vogt' Mad. j Vogt Störi. j Houptman Jos Schudi. j' Vogt Uolrich Schudi > Houptman Küechli. j Jacob Tolder. ! Houptman Landolf Schudi. j Houptman Blest. ^Licnhnrt Vogel, j Houptman Fridli Schudi. i Ruodolf Sutcr. j Jakob Dietrich von Urnen, j Nuodolf Galliti. sValentin Stucki. j Jakob Dietrich von Näfels. j Hans Schudi. > Oswalt Schiesscr. j Jöri Fröwler. jHans Kubli. i Fridli Küng. ^ Bntt Hößli. s Marti Wäber. j Matheus Landolt. i Toman Kubli. ^Franz Wäber. j Hans Ott. j Nuodolf Aebli. j Nuodolf Kubli. j Melchior Hässi. j Bcrnhart Schiesscr.)Lärgi Schudi. s Caspar Hässi. j Heini Arzathnser. i (Gilg Schudi?)" j
St. A. Lucein: Acten Glarus (Nobel von der Hand Aeg. Tschudi^s.)
Zu 1528, 17. December, 1 U. Nachm. Bern an seine Boten in Baden. 1. „Wir haben üwer briefsampt ingelciten copycn empfangen und alles irs inhalts wol verstanden, daruf wir unser botschaft gan Rotwylabgefertiget mit befelch, da zc handlen, das zuo frid und cinigkeit dienstlich zc. 2. Fürer so ist uns ein schmach-büechli, so der Murner wider unser usschryben der disputation usgan lassen, behändiget, welches wir üch über-schicken; werdend ir selbs sechen, wie schantlich der erlös Münch uns anlastet. Das selbig büechli sollend ir denbottcn fürhalten und wider die von Lucern ein schwere klag thuon, als ir das wol könnend, nämlich ob das dengeschwornen bünden glichmäßig syc, daß sy den schelmen Murner, der etwa mengs schnmchbüechli wider uns hatgemacht, in ir statt enthalten, dwyl (doch) solich lasterbüechli vornacher uf vil tagen verbotten, auch sy, die vonLucern, vormals uns zuogeschriben haben, sie wellten hinfür vor solichem sin zc. Wie das gehalten, ficht manwol, und söllend inen harussagen, daß wir sölichs nit lyden werden, wo sy den schantlichen erlosen München nitstrafen, und sy dcß by iren eiden ermanen und antwurt erfordern, ob sy die geschwornen pünd an uns haltenwellen oder nit, uns darnach wyter ze halten. Wir werden ouch, wo wir an ir underthan stoßen, inen disenschweren Handel anzöigen und uns deß erklagcn." St. A. B-rn- Teuisch MW»-»«-v, iss».
Nachschrift: „Das büechli land nit dahindcn, bringcnds mit üch wider haruf."
«OS.
Dem. 1528, 16. und 23. December.
Staatsarchiv Berit! Rathsbuch Nr. 220.
I- (16. December: Mittwoch nach Lucia). „Denen von Biel (ist) zuogseit, sy in das christenlich burgrecht^ lassen, und sollend gan Zürich rytcn (und) ouch da bitten ?c. Den vordrigen pünden und pflichten des reisensa»e Nachteil."