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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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December 1528.

Obwohl diese zwei Boten sonst nirgends mehr neben einander vorkommen, wollen wir doch nicht behaupten,daß obiger Nachtrag genau hieher gehöre; doch dürfte er kaum erheblich später datirt werden.

3) 1528, 3. December, Bern. Instruction für Anton Noll, als Gesandten zu der Landsgemeinde im Thurgau.

1.Anfangs inen fürhalten, daß minen Herren beschwerlich sye, daß die v Ort solich anmuotung an sy dieThurgöwer than Hand ane beider stellen Zürich und Bern müssen, nämlichen uf dry artikel gegründt. Des ersten,daß sy by dem alten ungezwyfleten waren christenlichcn glauben belyben, den sy von iren altvordern ererbt, glychals ob min Herren einen unchristenlichen glouben angenommen Helten und understücndind, die so inen ze versprechenstand oder sunst oerwandt sind, zuo Unglauben ze zwingen, das doch in ir sinn, dank noch fürnemen nie kommensye. Wol sye war, daß sy bericht gottes wort etlich abfüerisch üsserlich abgötteryen usgerütet und demnachmit der statt Zürich ein christenlich burgrecht ufgericht, darin beid stell sich entflossen, niemands, der dem gottswortanhängig, in iren landen und gebieten, ouch gemeinen Herrschaften darum ze strafen, auch daby niemands zwingen,den glouben und das gottswort anzenemen, dann ouch solichs in menschenzwang nit beftat. Darzuo so habindsich beid obbemeldt stell erlütert, ire underthan und ander, so sy mit andern Eidgnossen gmcinlich ze regierenHand, wo sy die evangelische leer guots willens und mit merer Hand angenommen oder noch annemen wurden,und jemands understüende, sy mit gwglt ane recht daroon ze krängen, daß sys alsdann nit verlassen wellten,sonders lyb und guot zuo inen setzen und sy mit hilf und gnad gottes vor gwalt verhüeten, als das frommenchristenlichcn obern zuostat; des willens min Herren noch syend.

2.Daß sy aber recht abslachind oder von des gloubens wegen, den sy angenommen, jemands ze bekriegenunderstandind, werden sy um dhein fach thuon, aber doch darneben sich ouch darvon nit trängen lassen.

3.Harum sy die frommen lüt im Thurgöw ermant wellen haben ze betrachten, welches Ort an dem andernbrüchig worden und krieg angefangen Hab, und als fromm underthan(en) ermessen, wie billich die v Ort denabgesagten zweyen stetten Hinderrucks ein fromme landschaft Thurgöw verhaßt und abtrünnig understand ze machen,deß sich doch min Herren gegen bemeldten biderbcn lllten dheins wegs versechen, sonders syend sy ungczwyfelterzuoversicht, sy werdind in schuldiger gehorsame belyben und die göttliche warheit helfen handhaben.

Das sollend ir kurzer Meinung anzeigen, doch daby dem Kotten von Zürich in üwerm anbringen glyäpförmig sin und der landsgemeind fürtragen, was zuo den händlen dienstlich, und die Notdurft erfordert.

4.Der Hüsten halb habend ir gwalt, mit minen Herren von Zürich und Costanz ze handlen und ratslagenje nach gestalt der fachen, doch nüt cndlichs besließen bis uf unser gefallen. Actum Frytag nach Andree," ?c.

St. A. Bern: Jnstruct. ä.. 230 b, 231.

«««.

Kinstedelll. 1628, 7. December (Montag nach Nicolai).

Staatsarchiv Zürich: Acten Schwyz.

(Zweite) Nechtsverhandlung zwischen Zürich und Schwyz.

Gesandte: Zürich. M. Niklaus Setzstab und M. Rudolf Stoll, als Zugesetzte; M. Ulrich Kambli undM. (Rudolf) Thumiseu, als Rathgcber; Johannes Escher, als Redner. Schwyz. Gilg Nychmuth, Ammann,und Vogt (Martin?) von Kriens, als Zusätzer; Ammanu Neding und der Laudschreibcr (Balthasar Stapfer)/als Rathgeber; Joseph Amberg, als Redner.

(Ein Abschied fehlt. An dessen Statt benutzen wir den Bericht der Zürcher Gesandten, von der Hand deszürcherischen Unterschreibers Burkhard Wirz, der dieselben auf jeden Rechtstag begleitet zu haben scheint).

I. Nachdem die Gesandten auf St. Niklaus Tag am Abend in Einsiedeln angekommen und morndeß um

Mittag in die Abtei berufen worden, habe Ammann Reding von Schwyz sie niedersitzen geheißen und sie dann